10 Sauna Regeln – die wichtigsten Benimmtipps für entspanntes Saunieren

Ich habe den Sauna Content in diesem Winter bisher sträflich vernachlässigt, aber das soll sich heute ändern. Ich möchte nämlich 10 Sauna Regeln mit euch teilen, damit das Saunieren für alle Beteiligten eine entspannte Sache ist. Hierbei beziehe ich mich auf die finnische Sauna, also den Klassiker unter den Saunen. Und natürlich beziehe ich mich auf den Spa- und Wellnesskontext und nicht auf “Sauna Clubs” oder erotische Etablissements. Check!

1. Dresscode – Was ausziehen in der Sauna?

In Deutschland wird traditionell nackt und für gewöhnlich auch gemischt sauniert. Wenn ihr weiblich seid und nicht gemeinsam mit Männern schwitzen wollt, gibt es aber fast überall auch gesonderte Frauenbereiche oder zumindest feste Zeiten, in denen der Saunabereich nur für Frauen zugänglich ist. Euer “Outfit” sollte aus nichts weiter als Badeschlappen und einem Saunatuch bestehen.

2. Muss ich vor dem Saunagang duschen?

Ja. Im Idealfall solltet ihr keine schmierigen Lotions oder Öle mehr auf der Haut haben. Auch Makeup ist keine gute Idee. Daher macht Duschen auf jeden Fall Sinn. Genauso wichtig wie Duschen ist aber auch, dass ihr euch im Anschluss ordentlich abtrocknet. Ihr solltet nie mit nasser Haut in die Sauna gehen, sondern immer trocken.

3. Was passiert mit den Badeschlappen?

Die bleiben draußen. Genauso wie eine Brille (falls ihr eine tragt).

4. Was mache ich mit dem Saunatuch?

Zuerst einmal gilt: Kein Schweiss auf Holz – auch wenn Bilder von saunierenden Menschen oft suggerieren, dass man nackt auf Holzbänken sitzt oder liegt. Ihr solltet also, sobald ihr euch niederlasst, keinen Körperkontakt mehr mit dem Holz haben und genau dazu dient euer Saunatuch. Wenn ihr euch ganz nackt unwohl fühlt, ist es vollkommen in Ordnung, auch ein zweites Saunatuch mitzunehmen, das ihr euch umwickelt. Viele scheinen sich aber unwohl zu fühlen und wickeln sich dann einfach in das Tuch, das eigentlich dafür vorgesehen ist, dass der Körper keinen Kontakt zum Holz hat. Das wäre ein klassisches No Go.

5. Sitzen oder Liegen? Oben oder unten?

Für euren Kreislauf ist Sitzen weniger herausfordernd als Liegen und “unten” weniger anspruchsvoll als “oben”. Das würde ich also ganz vom individuellen Körpergefühl abhängig machen. Wenn ihr euch unsicher seid, fangt ihr sitzend unten an und könnt dann den ganzen SPAss einfach dahingehend steigern, als dass ihr euch irgendwann hinlegt und/oder weiter nach oben wandert.

6. Smalltalk – Darf ich reden in der Sauna?

Wenn ihr eine Sauna betretet und es sitzt oder liegt schon jemand drin, ist ein freundliches “Hallo” zur Begrüßung schon angebracht. Darüber hinaus gilt aber: Klappe halten. Ausnahmen bilden sogenannte “Plaudersaunen”, die aber auch entsprechend gekennzeichnet sind. Hier könnt ihr euch auch ohne zu Flüstern mit eurer Begleitung unterhalten, ohne böse Blicke zu ernten.

7. Kontaktaufnahme mit Fremden – Blicke und Flirten

Eine Sauna ist ein Ort der Entspannung und keine Kontaktbörse. Ich denke, es gibt keine Frau auf diesem Planeten, die regelmäßig eine Sauna besucht und dabei noch nie von einem männlichen Besucher angestarrt wurde. Liebe Männer, lasst euch an dieser Stelle gesagt sein: Das ist nicht cool und macht den Entspannungsfaktor für uns Frauen in der Regel vollends zunichte. Genauso daneben: Anflirten. Auch das habe ich schon erlebt.

8. Wie lange sollte ein Saunagang dauern?

Die Faustregel lautet 10 Minuten. Aber auch hier würde ich euch raten, in euren Körper reinzufühlen und die Zeit individuell an euer Wohlbefinden anzupassen. Von 8 bis 15 Minuten ist alles im grünen Bereich.

9. Abkühlen – müssen Kältereize wirklich sein?

Kältereize gehören schon irgendwie dazu, ja. Aber wenn ihr bei dem Gedanken an ein Tauchbecken oder Eiswasser starken Widerstand verspürt (same here), würde ich das auch nie gegen das Bauchgefühl durchziehen. Falls ihr auf Eisabreibungen am Eisbrunnen steht: Super. Ich persönlich würde Abduschen mit kühlem Wasser und einen kleinen Walk an der frischen Luft einem Tauchbecken oder einem Kneippguss aber immer vorziehen.

10. Nachruhen und Zeit zwischen zwei Saunagängen

Nach der Abkühlung folgt die Ruhephase. Ein kompletter Saunabesuch besteht in der Regel aus 2-3 Saunagängen und die Zeit dazwischen sollte immer etwa eine Stunde betragen. Nutzt diese Zeit auch dafür, euren Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen, indem ihr ausreichend Wasser zu euch nehmt.

Die besten Adressen in Sachen “Sauna in Berlin” findet ihr hier und wenn ihr euch durch Hamburg schwitzen wollt, findet ihr hier meine Favoriten. Allen Freunden der Podcastunterhaltung sei an dieser Stelle aber auch unbedingt noch das Sauna FAQ mit Zoran ans Herz gelegt.

In diesem Sinne: Fröhliches Schwitzen!

Jenny