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Lymphdrainage

14/01/2013 keine Kommentare

Was ist Lymphdrainage? Erklärung LymphdrainageIch habe schon lange kein Treatment mehr erklärt. Deshalb möchte ich heute über Lymphdrainage schreiben.

Genaugenommen müsste es „manuelle Lymphdrainage“ heissen. Und dabei handelt es sich im eigentlichen Sinn um eine Entstauungstherapie. Das heisst also, eine Lymphdrainage ist normalerweise immer dann angesagt, wenn eine Schwellung vorhanden ist (z.B. ein geschwollenes Knie nach einer Meniskusoperation).

Vorab ein paar Worte zur Physiologie des Lymphgefäßsystems: Stellt euch das in etwa so vor, dass es analog zu jeder Vene im Körper auch ein Lymphgefäß gibt. Diese Lymphgefäße liegen ziemlich dicht unter der Haut. Aus diesem Grund wird bei einer Lymphdrainage auch immer mit sehr wenig Druck gearbeitet. Arbeitet der Behandler mit viel Druck, so werden die Lymphgefäße komprimiert und das gewünschte Behandlungsergebnis bleibt aus. Sprüche wie „Sie können ruhig ordentlich zufassen“ sind hier also nicht nur fehl am Platz, sondern zudem auch noch kontraproduktiv.

Aber zurück zu den Lymphgefäßen. Durch die Lymphgefäße fießt eine milchige Flüssigkeit, die Lymphflüssigkeit. An bestimmten Stellen im Körper befinden sich zudem Lymphknoten. Ziemlich viele davon gibt es zum Beispiel im Achselbereich oder im Bereich der Leiste. Diese Lymphknoten sind in der Lage, Lymphflüssigkeit abzubauen.

Gibt es jetzt also zum Beispiel eine Schwellung im Kniebereich, dann „schiebt“ der Behandler mit einer ganz bestimmten und sehr sanften, manuellen Technik ohne Öl die Lymphflüssigkeit, die für diese Schwellung verantwortlich ist, zu den Lymphknoten im Leistenbereich, damit sie dort von den Lymphknoten abgebaut werden kann.

Manuelle Lymphdrainage ist eine sehr umfangreiche und sowohl zeit-, als auch kostenintensive Zusatzausbildung für Physiotherapeuten und Masseure (und damit meine ich nicht „Wellnessmasseure“).

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