Massage in Zeiten von Corona – Worauf ihr achten und vorbereitet sein solltet

Liebe Leute, es ist soweit! Seit Anfang / Mitte Mai dürfen die Massage Therapeut*innen in so gut wie allen Bundesländern wieder Gäste empfangen. Worauf ihr bei einer Massage in Zeiten von Corona achten müsst und worauf ihr vorbereitet sein solltet? Erfahrt ihr alles in dem heutigen Artikel.

Denn auch mein Sound Bath Buddy Matthias von Sense Healing darf nun endlich wieder seiner Arbeit nachgehen. Wie sich eine Massage bei Matthias anfühlt, habe ich ja hier (und später dann auch nochmal hier) ganz ausführlich beschrieben. Dass so eine Buchung sich lohnt, steht also außer Frage.

Aber was hat sich durch die aktuellen Auflagen verändert? Wie sieht Matthias’ Hygienekonzept aus und woran solltet ihr als Gast denken, wenn ihr ein Treatment im Sense Healing Space (oder auch anderswo) bucht? Ist es wirklich so schlimm, wie man sich das bei all’ den Regeln und Verboten ausmalt? Vielleicht so viel schon mal vorweg: Keineswegs.

Wenn ihr die folgenden 10 Punkte beachtet, steht einem entspannten Treatment nichts im Weg.

1. Möglichst pünktlich erscheinen!

Achtet bei einer Massagebuchung derzeit ganz besonders darauf, dass ihr möglichst pünktlich seid. Das heisst auch: Bitte kommt nicht 10 oder 15 Minuten zu früh! Sowas kann eure*n Behandler*in aktuell nämlich in Schwierigkeiten bringen, falls er noch keine Maske auf hat, der Raum noch nicht ordentlich durchgelüftet ist oder die Oberflächen noch nicht fertig desinfiziert sind.

2. Maske auf!

Sowohl Behandler*in, als auch Gast müssen bei Behandlungen während einer Pandemie eine Maske tragen, und zwar durchgehend. Setzt sie also bitte schon auf, bevor ihr klingelt und kramt sie nicht erst raus, wenn ihr euch gegenüber steht. Auch euer Gegenüber sollte euch bereits mit Maske begrüßen.

3. Keine Bewirtung!

Seid euch bitte darüber im Klaren, dass aktuell keine Bewirtung durch eure*n Behandler*in stattfinden darf. Man hat ja meistens eh eine Wasserflasche dabei. Es könnte also durchaus Sinn machen, nochmal einen Schluck Wasser zu trinken, bevor ihr eure Maske aufsetzt.

4. Handdesinfektion

Nach der Begrüßung legt ihr eure Sachen bei Matthias im Flur ab und dann desinfizieren sich sowohl Gast, als auch Behandler gemeinsam die Hände. Matthias setzt hierbei auf die WHO Rezeptur und hat einen Schuss Lavendel dazu gegeben, damit auch eine so unsexy Maßnahme wie Handdesinfektion zur Begrüßung schon mal für ein bisschen Entspannung sorgt.

5. Hände waschen!

Der vermutlich wichtigste Punkt von allen. Darüber müssen wir nicht mehr diskutieren, oder? Im Folgenden waschen sich alle Beteiligten 30 Sekunden lang gründlich mit Seife die Hände, trocknen sie anschliessend mit Einwegtüchern ab und gut ist.

6. Formular ausfüllen

Behandler*innen sind derzeit angehalten, euch ein Formular ausfüllen zu lassen, damit im Falle einer in Zukunft gemeldeten Erkrankung Infektionsketten zurückverfolgt werden können. Matthias nutzt hierzu das Formular von Thomas Schwenke.

7.  Nackenmassage in Rückenlage

Ich hatte bereits während des Shutdowns Osteopathie Behandlungen, bei denen ich 60 Minuten lang mit Maske in der Rückenlage behandelt wurde. Daher wusste ich bereits im Vorfeld: Easy. Auf dem Rücken liegend könnt ihr super atmen und entspannen, auch mit Maske. Deshalb findet die Nackenmassage bei Matthias aktuell auch in der Rückenlage statt.

Der Rücken wird in der Bauchlage massiert. Dabei könnt ihr entweder (wie ich oben im Titelbild) den Kopf zur Seite drehen, wer mag kann ihn alternativ aber auch ganz klassisch im Kopfteil positionieren. Ich persönlich finde allerdings, dass das nicht klargeht. Diese Kopfteile sorgen durch den Druck auf die Nebenhöhlen ja auch ohne Maske meistens schon dafür, dass während der Massage die Nase verstopft. Ich würde also ersticken und präferiere daher, den Kopf einfach zur Seite zu drehen. Das ist ja im Prinzip nichts anderes als bei Treatments, die auf einem Futon durchgeführt werden. Fühlt euch frei, den Kopf auch während der Rückenmassage immer mal wieder zu drehen.

Ihr gehört zu den Menschen, bei denen diese Beschreibungen Beklemmungen auslösen? Easy. Alternativ führt Matthias auch eine Rückenmassage im Sitzen durch. Für gewöhnlich dann natürlich ohne Trägertop, aber das wäre mir auf den Fotos dann doch ein bisschen too much gewesen.

8. Flächendesinfektion nach der Behandlung

Nach jeder Behandlung werden das gesamte Massage Equipment, die Türgriffe, die Armaturen am Handwaschbecken sowie die Toilette desinfiziert. Die benutzten Laken werden bei 60 Grad gewaschen.

9. Lüften der Räumlichkeiten

Zusätzlich plant Matthias aktuell zwischen den einzelnen Behandlungen sehr viel längere Pausen ein, um alle Räume gründlich zu lüften.

10. Innere Haltung

Was die Qualität eurer Massage allerdings stärker als die 9 voran gegangenen Punkte beeinflussen dürfte, ist die innere Haltung, mit der sowohl Behandler*in, als auch Gast an die ganze Nummer rangehen. Ich denke, wir haben uns 2020 alle anders vorgestellt. Ich würde jetzt auch lieber ins Wohnmobil steigen und die Sound Bath Deutschland Tour spielen, anstatt mit Maske bei meinem Osteopathen auf der Behandlungsliege abzuhängen. Und ich hätte mich zweifelsohne riesig darüber gefreut, wenn Sound & Stars wie geplant an den Start gegangen wäre.

Aber die Realität ist nunmal eine andere. Eine weltweite Pandemie fordert ihren Tribut. Lasst uns also alle das Beste aus der ganzen Sache machen und eventuell vorhandenen, inneren Widerständen gegen Maske oder Desinfektionsmittel einen gediegenen Arschtritt verpassen.

Denn wann, wenn bitte nicht nach einer so langen Zeit des “Physical Distancings” waren Behandlungen, bei denen Menschen berührt werden, wichtiger als jetzt? Eben. Wenn ihr mit einer positiven inneren Haltung an eure Massage Buchung rangeht, werdet ihr auch in Zeiten von Corona mit all’ den Benefits belohnt, die eine gute Behandlung auch sonst mitbringt.

Bitte bedenkt aber, dass derzeit viele Behandler*innen durch das lange Arbeitsverbot existentiell taumeln. Daher würde ich euch immer empfehlen, bei der Buchung den Weg über die Website eures/eurer Behandlers/Berhandlerin zu wählen und nicht direkt über Buchungssoftwares zu buchen, bei denen eure Behandler*innen nochmal saftige Gebühren abdrücken müssen.

In diesem Sinne: Habt keine Angst.

Give it a try!

Jenny

Ich wurde von Matthias eingeladen, wurde aber selbstredend nicht für diesen Artikel bezahlt. Check!