Tarot selber lernen mit dem Kurs von Hexe Claire

Ich glaube, KEIN anderer Artikel wurde sehnsüchtiger von euch erwartet als der heutige. Ich hab’ die Emails und Direktnachrichten irgendwann aufgehört zu zählen, in denen ich danach gefragt wurde, wann meine Tarot Kurs Empfehlung denn nun endlich online geht.

Dass es nun zu dieser ganz besonderen Zeit “zwischen den Jahren” soweit ist, hat in erster Linie damit zu tun, dass ich mich nicht hetzen lassen wollte und die Karten, der Kurs und ich diese Zeit einfach gebraucht haben. Tarot lernen ist ja eine andere Nummer als Spanisch lernen. Neben der rationalen Zuordnung bestimmter Themen und Eigenschaften zu einzelnen Karten und Kartengruppen ist hier ja auch ganz besonders die Intuition gefragt. Und da sollte jede*r in seinem eigenen Tempo lernen.

Bezüglich des passenden Kartendecks habe ich ja vor ein paar Monaten bereits einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Daher an dieser Stelle gleich mein erster Tipp: Nehmt euch Zeit. Tarot ist sehr komplex, wenn man richtig eintaucht und es dauert einfach ein Weilchen, bis man mit dem eigenen Deck so richtig connected ist und nach und nach die Bedeutungen verinnerlicht hat.

Aber kommen wir mal zu den Fakten, auf die alle warten: Ich habe den Kurs von Claire gekauft. Ich weiss gar nicht mehr genau, wie ich auf Claire aufmerksam wurde, aber ich liebe ihre erfrischend bodenständige Art, über Magie und Rituale zu reden und mag auch ihre Bücher Magischer Hausputz* und Stadthexen* sehr gerne. Ersteres ist super für alle, die auf Space Clearing stehen und letzteres liefert unglaublich tollen Input in Sachen “Urbane Magie”.

Damit ihr einschätzen könnt, ob es euch da genauso geht, werde ich in den heutigen Artikel auch ein paar ihrer YouTube Videos mit einbinden. So dürftet ihr sehr schnell merken, ob das zwischen Claire und euch matched und ob der Kurs euch dann am Ende abholt oder eher nicht.

Claires Tarot Kurs besteht aus 5 Teilen. Jeder der Teile kann einzeln gekauft werden, beläuft sich auf 29€ (Stand: Dezember 2019) und flattert euch dann als PDF in die Inbox. Somit beläuft sich der komplette Kurs auf 145€. Check! Weil Bäume ja unsere Freunde sind, habe ich den Kurs nicht ausgedruckt, sondern in der Kindle App auf dem Tablet abgespeichert. So habe ich ihn auch immer dabei, wenn ich unterwegs bin.

Und für alle, die bei dem Begriff “Hexe” zusammenzucken: Das Hexentum ist für mich Teil unserer indigenen, europäischen Spiritualität. Wir wissen ja alle, woran es liegt, dass davon heutzutage (verglichen mit anderen Ländern und Kulturen auf diesem Planeten) kaum noch was übrig ist. Claire ist ein super Beispiel dafür, wie man mutig und unerschrocken öffentlich mit unserer europäischen Spiritualität umgeht. (Da will ich mir für die Zukunft mal ein Scheibchen von abschneiden.)

Glaubt ihr nicht? Schaut einfach selbst! Hier die Erklärungen zu zwei Tarot Karten:

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Und im folgenden Video merkt ihr vielleicht sofort, warum ich Claires Art und ihren Kurs so mag. Sie deutet mit Respekt vor den Karten, aber ohne Weltuntergangsstimmung bei Karten, die niemand gerne in der Legung hat…

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Im Folgenden möchte ich einfach nur kurz anreißen, was thematisch zu welchem Kursteil gehört, damit ihr wisst, was der Kurs alles beinhaltet. Wenn diese inhaltliche Zusammenfassung für euch passt, würde ich es last but not least aber von eurem Bauchgefühl beim Anschauen der Videos abhängig machen, ob ihr den Kurs dann letzten Endes kauft oder nicht.

Lektion 1: “Vor dem Start”

Der gesamte Kurs mit seinen 5 Lektionen verteilt sich auf insgesamt 168 Seiten. Der erste Teil erstreckt sich über 21 Seiten und liefert neben dem Intro zum “richtigen Deck” auch interessanten Input über die Ursprünge des Tarot und erste Übungen.

Schon hier bin ich wirklich ewig “hängen geblieben”, weil ich mir wirklich sehr viel Zeit genommen habe, um Tag für Tag eine Karte zu ziehen und meine Intuition deuten zu lassen. Dadurch haben mein Deck und ich uns aber auch richtig gut kennen gelernt.

Mit dem Tarot Steno zum schnellen Notieren der Elemente, Zahlen- und Hofkarten konnte ich persönlich nicht so viel anfangen. Ich bin da eher digital unterwegs, fotografiere Karten schnell ab und packe sie in die entsprechende Cloud, aber das handhabt ja vermutlich jede*r unterschiedlich.

Last but not least beantwortet Claire hier noch 14 wichtige Fragen zum Einstieg, die ich allesamt sehr wertvoll und gelungen finde. Und Claires Kurs liest sich by the way genauso fluffig wie ihre Bücher!

Lektion 2: Tarot Wissen

Der zweite Kursteil beginnt mit der Reise durch den Lebensbaum, erklärt die Bedeutungen der 10 Sphären, die Pfade und die großen Arkana. (Da war ich mal kurz raus, weil sehr komplex). Die astrologische Zuordnung der großen Arkana zu Elementen und Tierkreiszeichen in einer Tabelle finde ich persönlich aber sehr hilfreich.

Ab Seite 12 folgen dann die Infos, die alle vermutlich am meisten interessieren. Hier deutet Claire kurz und knackig alle Karten vom Narren bis zur Welt und im Anschluss dann auch noch nochmal die komplette kleine Arkana.

Tarot Online Kurs Claire

Diese Deutungen sind im Kurs stichwortartig aufgelistet und ich habe sie mir in meinen eigenen Worten in eine iPhone Notiz übertragen. Aber das ist einfach nur mein Weg, mir das alles einprägen zu können. Fühlt euch frei, das so zu handhaben, wie es sich für euch stimmig anfühlt.

Ich liebe den letzten Absatz des zweiten Kursteils, den ich an dieser Stelle einfach mal zitieren möchte: “Die Intuition ist bis zu einem gewissen Grad mit einem Muskel vergleichbar: Anfangs ist man nach dem “Sport” noch ziemlich aus der Puste, aber mit der Zeit wird man immer besser und schafft irgendwann spielend leicht, was einem zuvor als unerreichbar oder “nur für Profis machbar” erschien.

Lektion 3: Tarot Praxis

Nach so viel Theorie geht es dann im 3. Kursteil praktisch zur Sache. Wie gehe ich mit “doppelten” beziehungsweise “hüpfenden” Karten um, wie verhält es sich mit Zeitangaben und Altersbestimmungen und was hat es mit “den umliegenden Karten” auf sich?

Nachdem diese Fragen geklärt wurden, geht es an die handfesten Legemuster. Vom Ziehen einer einzigen Karte über “Die Basis 3”, “Die 4” und “Die 7” über “Zuckertüte” und “Abzählen” bis hin zu Klassikern wie beispielsweise dem “Keltischen Kreuz” erklärt Claire hier ganz genau, welche Position welche Bedeutung hat.

Ganz besonders wertvoll finde ich Claires Worte unter “Magische Helfer” zum Thema Steine & Kristalle. Ich möchte sie an dieser Stelle zitieren, weil ich hoffe, dass sie viele Menschen zum Nachdenken anregen:

“Helfende Steine sind zuerst einmal selbst gefundene Steine, die man liebt. es gibt wirklich nichts besseres, nichts persönlicheres, nichts magischeres -- zumindest für mich […] Gefundene Steine wollten freiwillig zu uns kommen, was man von heraus gebrochenen, oftmals geschliffenen und unter menschenunwürdigen Bedingungen geförderten und manchmal auch schlichtweg gefälschten (Halb-)Edelsteinen nicht gerade behaupten kann. Auch ich habe übrigens solche Kristalle und geschliffene Steine. Es ist wichtig, dass man kleine Versöhnungsrituale entwickelt, wenn man sie benutzt.”

Wenn euch Claires Haltung gefällt und ihr mehr über sie erfahren wollt, finde ich dieses Video hier auch noch ziemlich sehenswert:

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Der dritte Kursteil schließt mit “Magie mit der großen Arkana”, was ich ebenfalls sehr gelungen finde.

Lektion 4: Kartenlegen für andere

Falls ihr mit dem Gedanken spielt, für andere Menschen Karten zu legen oder den ganzen SPAss vielleicht auch beruflich zu betreiben, wird euch der vierte Kursteil wertvollen Input liefern. Hier teilt Claire nämlich Tipps aus erster Hand. Da dieses Thema für mich aber nicht wirklich relevant ist, habe ich den Teil nur überflogen.

Tarot Online Kurs

Lektion 5: Übungen & Auflösungen der Übungen

Die letzte Lektion teilt sich auf in 5/1 mit 14 Seiten und 5/2 mit 18 Seiten. In 5/1 geht es um ganz konkrete Übungen, die in 5/2 aufgelöst werden. Hier greift am Ende alles ineinander und ihr checkt, ob ihr verstanden habt, wo das Tarot Häschen lang hoppelt.

Ich arbeite nach wie vor schwerpunktmäßig mit dem zweiten und dem dritten Kursteil und fast immer mit dem Keltischen Kreuz. Einfach, weil sich genau das für mich am stimmigsten anfühlt. Es geht bei Claires Kurs also keineswegs darum, Wissen stur auswendig zu lernen und den Kurs rational durchzuackern.

Viel mehr solltet ihr euch rauspicken, was mit euch so richtig stark in Resonanz geht und über beständiges Üben eure ganz eigene Art der Deutung entwickeln. Ich selbst bin mit dem Kurs noch keineswegs “fertig”. Ich öffne ihn nach wie vor immer wieder und er hält für mich im Hinblick auf die Kartendeutung immer wieder neuen Input bereit. Vielleicht bin ich einfach superlangsam, was Tarot lernen angeht, vielleicht wird man aber auch einfach nie fertig mit sowas. Daher ist es für mich super wertvoll, dass es sich nicht um einen klassischen Online Kurs mit x Teilnehmer*innen handelt, durch den man in einem vorgegebenen Tempo durchgepeitscht wird.

Claires Kurs ist viel mehr eine stabile Basis mit handfesten Deutungsoptionen. Ein Kurs, den ihr in eurem ganz individuellen Tempo in euch aufsaugen und immer wieder zur Hand nehmen könnt. Letzten Endes wird sich so mit der Zeit ein immer sichereres Gefühl mit den Karten einstellen. So ist es zumindest bei mir.

Aber seid da wirklich nicht zu streng mit euch. Das braucht seine Zeit. Genau wie der heutige Artikel. Lasst euch also bitte nicht stressen oder hetzen.

Mein Fazit? Ganz klare Kaufempfehlung von mir an euch!

Jenny

Ich habe den Kurs selbst gekauft. *Bei den Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Falls ihr eines der Decks über so einen Link kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn, was mir letztenendes wieder dabei hilft, I LOVE SPA in diesem Umfang hauptberuflich zu bespielen.