Hawaiianischer Kurzurlaub im Badezimmer Potsdam

Ich weiss selbst nicht so genau, wie das passieren konnte, aber ich habe in den letzten 7,5 Jahren keine(!) einzige(!) Potsdam Empfehlung mit euch geteilt. Aber damit ist heute Schluss! Seid ihr bereit? Heute nehme ich euch mit ins Badezimmer Potsdam, das sich unterm Strich für mich allerdings viel mehr wie ein Kurztrip nach Hawaii angefühlt hat. Dazu aber später mehr. (Die Website ist gerade offline, aber ich werde den Artikel editieren und mit Links versehen, sobald sie wieder erreichbar ist!)

Ich weiss nicht, wie es denjenigen unter euch mit Potsdam geht, die (wie ich) in Berlin leben. Für mich fühlt sich Potsdam immer ein bisschen nach Truman Show an. So als müsse ich aufpassen, nichts schmutzig zu machen. Aber dadurch fühlt es sich natürlich gleichzeitig auch immer an wie so ein richtiger Ausflug, auch wenn die S-Bahn vom Westkreuz aus gerade mal 20 Minuten braucht, bis sie einen in dieser pittoresken Kulisse wieder ausspuckt. Wenn ihr (wie ich) auf Spaziergänge steht, dauert der Walk in die Gutenbergstraße 18 dann nochmal weitere 20 Minuten. Das Badezimmer ist nur einen Steinwurf vom Holländischen Viertel entfernt.

Und das folgende Bild lässt es vielleicht schon erahnen: Wir haben es hierbei keineswegs mit einer “klassischen Beauty Location” zu tun, in der ihr “einfach nur Facials” bekommt, sondern viel mehr mit einem Beauty Concept Store, in dem ihr außerdem auch Facials mit besonderen Brands buchen könnt. Check!

Am Tag meines Besuchs werde ich von Barbara bereits erwartet. Erstmal große Wiedersehensfreude, weil kleine Welt. (Barbara und ich haben vor einigen Jahren für eine Weile zusammen im selben Spa gearbeitet.) Aber dann gehts auch schon los mit einer ganz privaten Führung durch den kleinen Concept Store. Neben ein paar wenigen bekannten Marken entdecke ich dabei sehr viele neue Brands, die mir bisher noch nirgendwo begegnet sind.

Falls ihr auf Düfte steht, ist ein Besuch im Badezimmer im Übrigen ein absolutes Muss! Meine Expertise in diesem Bereich ist de facto ja nicht vorhanden (ich benutze kein Parfum, also wirklich nie), aber das Erschnuppern der unterschiedlichen Düfte und die Geschichten dahinter haben selbst mich neugierig gemacht und sehr fasziniert.

Der heutige Artikel soll sich aber nur dahingehend um Duft drehen, als dass er in Kombination mit hawaiianischer Naturkosmetik um die Ecke kommt! Ganz konkret handelt es sich dabei um die Marke Leahlani und das Badezimmer Potsdam ist der einzige Ort in ganz Deutschland, an dem ihr Facials mit dieser großartigen Brand buchen könnt!

Der Name setzt sich zusammen aus Leah (= Vorname der Gründerin) und Lani (= hawaiianisch für “Himmel” oder “Firmament”). Alle Produkte werden auf Kauai von Hand hergestellt und mit “Aloha” angereichert. So die Philosophie.

Da ich selbst eine Weile lang mit einer “karibischen” Spa Brand gearbeitet habe, bin ich sehr empfindlich, was starke, “tropisch anmutende” Düfte angeht und entsprechend gespannt, ob Leahlani und ich hier und heute matchen werden. (Vielleicht ist es aber auch nur der güldene Deckel, der diese olfaktorischen Bedenken in mir wachkitzelt.)

Auf jeden Fall erwartet mich im Folgenden ein Leahlani Facial und das verspricht einen Glow, der sich gewaschen hat! Bevor ich euch mitnehme in den Treatmentraum, hier aber nochmal ein paar Produktbilder aus dem Store, damit ihr schon mal ein Gefühl für die Marke bekommt.

Ihr könnt die Sachen natürlich auch alle im Badezimmer kaufen und müsst sie nicht zwingend über ein Facial kennen lernen.

Aber nach so viel Input fürs Köpfchen geht es nun vorbei an den bereits erwähnten Düften (links im Regal) in den Treatmentraum!

Es gibt nur einen einzigen Treatmentraum im Badezimmer, den ihr ja auch oben im Titelbild seht, und demzufolge kein Riesenteam an Kosmetiker*innen. Will heissen: Barbara ist nicht nur vorne im Verkauf unterwegs, sondern auch die Zauberfee für ordentlich Glow! Und auch hier merkt man, dass sie aus der 5 Sterne Hotellerie kommt, denn vom Setup bis zum Ablauf kann das Badezimmer locker mit Spas in diesem Bereich mithalten.

Und natürlich sitzt bei jemandem wie Barbara auch jeder Handgriff. Es wäre nahezu anmaßend, die Treatmentqualität infrage zu stellen. Aber obwohl wir uns nett unterhalten, kann ich euch versichern, dass ich mit meiner Aufmerksamkeit auch bei jedem einzelnen Griff bin und dass hier alles passt.

Ich werde euch jetzt also nicht den drölfzigtausendsten Facial Ablauf nacherzählen von Hautanalyse bis Abschlusspflege, sondern den Fokus viel mehr auf diese besondere Brand richten, mit der deutschlandweit nur hier gearbeitet wird.

Denn entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen sind die Düfte der Produkte absolut himmlisch! Sie katapultieren mich innerlich aus dem grauen, deutschen Herbst geradewegs in sonnigere Gefilde. Ich kann die Röcke der Hula Tänzerinnen fast schon rascheln hören! Und die Texturen sind so grandios, dass ich einem der Produkte demnächst auch nochmal einen eigenen Artikel widmen werde.

Die Stunde vergeht wie im Flug. Nichts juckt, bizzelt oder brennt. Wir haben es hier, was die Texturen angeht, mit einem meiner geschmeidigsten Facials ever zu tun! Zusammen mit Barbaras “handwerklichen” Superskills und den Düften eine mehr als runde Sache.

Meine Haut fühlt sich im Anschluss nicht nur super genährt und bereit an, einem weiteren kalten Herbsttag gegenüber zu trotzen, sondern ich verlasse das Badezimmer in der Tat mit einem deutlich sichtbaren Glow. Also: Das ist keineswegs ein leeres Produktversprechen!

Ein 60-minütiges Leahlani Facial kostet 85€ (Stand: November 2019) und ich editiere euch das Spa Menü hier nochmal rein, sobald die Website wieder online ist.

Ich fasse also nochmal eben zusammen: Potsdam ist nicht nur wegen Sanssouci eine Reise wert! Schaut bei eurem nächsten Potsdam Besuch unbedingt mal im Badezimmer vorbei und falls kein Ausflug nach Potsdam geplant ist, fahrt gerne auch extra deswegen hin! Ihr werdet es nicht bereuen.

Super Facial, Knaller Brand, Mega Glow!

Jenny

Ich wurde vom Badezimmer eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas und Behandler*innen, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.