Tarot Deck kaufen – So findet ihr das für euch richtige Deck

Liebe Leute, seid ihr bereit für den ersten Artikel der Tarot Reihe? Ich weiss nicht, ob ich jemals irgendetwas ähnlich halbherzig angeteasert habe und immer wieder so viele Rückfragen erhalten habe, wann es denn nun endlich soweit ist, dass der Tarot Content online geht. Mir war ehrlich gesagt nicht klar, dass Tarot so ein großes Thema ist!?

Ich gehöre leider nicht zu den Menschen, denen von ihrer Mutter oder Großmutter ein zerfleddertes Deck samt der dazugehörigen Skills vermacht wurde. Ich habe, was dieses ganze Spiri-Thema angeht, eher in eine Familie inkarniert, in der ich der Oberfreak bin. Aber das hält mich natürlich trotzdem nicht davon ab, dem über Jahre immer stärker spürbar gewordenen Drang, mehr über Tarot zu lernen, einfach nachzugeben. Also habe ich einen Online Kurs gekauft (und auch durchgearbeitet).

Ich weiss, dass euch dieser Kurs und meine Rezension dazu brennend interessiert, aber bevor wir über den Kurs reden, müssen wir uns erstmal mit der stabilen Basis beschäftigen, die meiner Meinung nach schon stehen sollte, bevor ihr in einen Kurs investiert: Ein zu euch passendes Deck!

Wer ein Tarot Deck kaufen will, hat in den Weiten des World Wide Web ja ungefähr drölfzigtausend Möglichkeiten. Ziel des heutigen Artikels ist es, mit euch zu teilen, wie ich mein Deck gefunden habe, mit dem ich dann auch in den Kurs gestartet bin. Denn machen wir uns nichts vor: Tarot ist eine äußerst komplexe Sache. Das lernt man nicht mal eben so an einem Wochenende. Da braucht es schon eine ordentliche Portion Neugier und Ausdauer und mit dem richtigen Kartendeck haltet ihr viel eher durch, als wenn es bereits an der Basis hakt.

Ich fürchte allerdings, mit Tarot Decks verhält es sich wie mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Ob es wirklich passt, merkt ihr erst, wenn ihr bereits eine Weile damit zu tun habt. Bei meinem ersten Kauf habe ich mich einzig und alleine von der Schönheit der Karten leiten lassen (such a libra), durfte dann aber sehr schnell feststellen, dass schöne Bildchen alleine eine ziemlich beschissene Basis bilden, wenn man gerade erst anfängt, sich mit der ganzen Materie zu beschäftigen. Also haben sich die Wege von mir und dem Starchild Tarot dann auch zügig wieder getrennt. Nichts desto trotz zielt mein erster Tipp auf der Suche nach dem passenden Deck auf die Optik der Karten ab!

1. Ihr solltet euch sofort in die Bildsprache verknallen

Das Starchild Tarot und ich, wir waren zwar verknallt, aber es war nicht von Dauer, weil die Bildsprache sich hier in keinster Weise an gängigen Tarot Decks orientiert. Die zwei gängigsten, die es an dieser Stelle zu nennen gilt, sind einmal das Rider Waite Tarot* und das Aleister Crowley Tarot*. Da mich persönlich Rider Waite stärker angesprochen hat als Aleister Crowley, ist dann im zweiten Versuch das Radiant Rider-Waite in a Tin* bei mir eingezogen. Zweifelsohne ein stabiler Kompromiss aus “nicht ultrahässlich” und “klar erkennbarer, ursprünglicher Bildsprache”. Und so sieht das dann aus:

2. Das Deck sollte die ursprüngliche Bedeutung der Karten wiedergeben

Auch wenn die Nummer zwischen dem kleinen Rider Waite und mir jetzt nicht die Big Love Story war, hat es mir dennoch sehr geholfen, mich mit den ursprünglichen Bebilderungen und den dazugehörigen Bedeutungen vertraut zu machen. Es war super zum Reinkommen und als ich die Bilder aller 78 Karten verinnerlicht hatte (ich habe zu diesem Zweck auch über lange Zeit sehr viele YouTube Videos angeschaut, bei denen mit dem Waite Deck gearbeitet wurde), durfte es gehen und einem Deck Platz machen, das zu diesem Zeitpunkt schon 2 Jahre in meinem Etsy Warenkorb lag.

3. Die Karten sollten euch keine Angst machen

Die meisten Tarot Decks sind für meinen Geschmack verdammt gruselig illustriert und bereiten mir bereits beim Betrachten ungute Gefühle. Ihr solltet also unbedingt darauf achten, dass euer Deck das nicht tut und dass ihr nicht bei einer oder mehreren Karten zusammenzuckt. Es entsteht ja (genau wie bei einem guten Orakelkarten Deck) über die Zeit eine richtige Connection zwischen euch und den Karten und das kann meiner Meinung nach nicht so richtig funktionieren, wenn das Deck Motive enthält, vor denen ihr euch gruselt.

Bevor ihr ein Deck kauft, würde ich insbesondere diese Karten hier online gegenchecken und schauen, was sie in euch auslösen:

Crystal Unicorn Tarot Deck kaufen online

4. Achtet auf die Illustrierung der Kleinen Arkana

Wenn ihr Punkt 2 berücksichtigt und euch für ein Deck entscheidet, dass sich an Waite orientiert, sollte euch das zwar nicht passieren, aber es kann dennoch nicht schaden, darauf zu achten, dass auch die Karten der Kleinen Arkana eine Bildsprache mitbringen, mit der ihr was anfangen könnt. Es gibt nämlich auch Decks, auf denen dann einfach 6 Stäbe oder 4 Münzen auf der entsprechenden Karte abgebildet sind. Das macht es meiner Meinung nach (vor allem am Anfang) unnötig schwer.

Wenn ich mein Crystal Unicorn Tarot nun betrachte, habe ich immer automatisch auch die ursprüngliche Waite Karte vor meinem inneren Auge. Und dadurch, dass das Crystal Unicorn Tarot an das Rider Waite Tarot angelehnt ist, fällt mir das auch nicht sonderlich schwer.

5. Achtet auf die Sprache

Für mich persönlich macht es zwar keinen großen Unterschied, ob meine Karten englischsprachig sind oder deutsch daherkommen, aber wenn ihr ein englisches Tarot Deck habt und einen deutschen Online Kurs macht, müsst ihr neben dem ganzen Input immer auch noch hin- und herswitchen zwischen den englischen und den deutschsprachigen Namen. Falls euch das stresst, achtet einfach schon beim Kauf darauf, dass ihr euch für eine einheitliche Sprache entscheidet. (Meine Verlinkungen in diesem Artikel sind allesamt englischsprachig.)

Crystal Unicorn Tarot Deck kaufen

Ich denke, es dauert einfach ein Weilchen, bis man “das richtige” Kartendeck für sich gefunden hat. Gebt nicht auf, wenn das erste oder zweite nicht direkt matched. Ich habe meine ersten beiden einfach wieder weiterverkauft und bin jetzt nur noch mit dem Crystal Unicorn Tarot unterwegs. Meiner Meinung nach lohnt es sich total, dran zu bleiben bis ihr dann irgendwann “euer Deck” in den Händen haltet.

Wenn ihr nach Inspiration sucht, was coole Decks angeht, finde ich neben Etsy auch Little Red Tarot noch ziemlich empfehlenswert. Ich bin ja ein großer Spiritspeak Fan und liebe mein Vessel Deck heiss und innig, aber auch das Divina Tarot ist sehr künstlerisch und viel zu weit weg von der ursprünglichen Bedeutung der Karten. Ähnlich verhält es sich mit dem Tiny Tarot Deck von The Moon Journal. Wenn ihr die totalen Tarot Pros seid, sind solche künstlerischen Decks vielleicht auch sehr reizvoll, aber ich gehe jetzt einfach mal nicht davon aus, dass ihr als Pro diesen Artikel hier gar nicht erst gelesen hättet.

Also: Nehmt euch die Zeit, ein Deck zu finden, das so richtig matched. Und dann gehts los mit dem Online Kurs.

Stay tuned!

Jenny

Ich habe alle Decks selbst gekauft. *Bei den Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Falls ihr eines der Decks über so einen Link kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn, was mir letztenendes wieder dabei hilft, I LOVE SPA in diesem Umfang hauptberuflich zu bespielen.