Freundinnen Auszeit mit Yoga im Tropical Islands in Brandenburg

Berliner*innen aufgepasst! Und alle anderen am besten auch, denn meine heutige Empfehlung dürfte den einen oder die andere überraschen. Ja, ich war im Tropical Islands. Und um eines gleich vorwegzunehmen: Ich hatte eine großartige Zeit!

Für alle, die nicht wissen, was es mit Tropical Islands auf sich hat: In Brandenburg gibt es eine Cargolifter-Werfthalle, in der vor 15 Jahren ein Mix aus tropischer Badelandschaft und Freizeitpark eingezogen ist. Und da wir es hier mit der größten freitragenden Halle der Welt zu tun haben (sie ist 360m lang, 210m breit und 107m hoch), ist das eben eine verdammt große Badelandschaft.

Ich muss zugeben, dass auch ich am vergangenen Donnerstag nicht ganz vorurteilsfrei in den Regionalexpress nach Cottbus gestiegen bin, denn ich war kurz nach der Eröffnung im Jahr 2004 bereits einmal dort und damals waren die Palmen mehr oder weniger erfroren und der Sand unter meinen Füßen viel zu kalt. Aber das ist 15 Jahre her und seitdem ist viel passiert im brandenburgischen Krausnick.

Von Berlin aus fahrt ihr mit der ODEG Richtung Spreewald und steigt am Bahnhof “Brand / Tropical Islands” aus. Dort wartet dann bereits ein Bus auf euch, den ihr sofort am Design erkennt und der euch in nur wenigen Minuten zum Tropical Islands bringt.

Wie ihr euch vielleicht denken könnt, ist das Ziel meines Aufenthaltes nicht, mich in den tropischen Trubel zu stürzen. Ich bin 3 Tage hier, um ein krachneues Angebot auszuprobieren, das es in dieser Form so ab 2020 geben soll. Ganz konkret geht es dabei um eine Freundinnen Auszeit mit Yoga und in den Rollen meiner beiden Freundinnen sind hier und heute Tanja von Spaness und Katja vom WellSpa-Portal mit am Start.

Ich wohne zusammen mit den beiden auf dem Tropical Islands Campingplatz, von dem ich bis zu meiner Ankunft nicht mal wusste, dass er überhaupt existiert. Ankunft, Checkin und Bezug des Mobil Homes. Ich bin hier für die nächsten drei Tage Teil einer 7-köpfigen Teilnehmerinnen-Gruppe, von denen sich sechs Teilnehmerinnen auf drei solcher Mobil Homes verteilen. (So ein Ding inkludiert jeweils zwei eigenständige Schlafbereiche mit Bad und einen “gemeinsamen” Mittelteil mit Küche und Wohnbereich.) Zwischen unseren Unterkünften: Wiese. Und um uns herum: Ziemlich viele Bäume. Man könnte also auch sagen, wir sind mitten in der Natur.

Ganz losgelöst von dem Angebot, das ich euch in diesem Artikel vorstellen möchte, findet ihr auf dem hiesigen Campingplatz aber auch Optionen von Luxus-Zelten à la Glamping bis hin zu eher einfach ausgestatteten Tipis:

Tropical Islands Berlin Ferienhaus

Und schwupps gehts auch schon los mit einem Begrüßungs-Smoothie und einer ersten Yogaeinheit, bei der alle Teilnehmer*innen auf der Wiese zwischen den Unterkünften zusammen kommen. Unsere Yogalehrerin Evi stellt sich vor, schüttelt mal eben die perfekte Yogaklasse zum Ankommen aus dem Ärmel und holt jede von uns genau dort ab, wo sie steht. Ich bin schon jetzt positiv überrascht. Zum einen von dem Wald, der uns umgibt (das Wort “Campingplatz” weckte bei mir definitiv andere Assoziationen) und zum anderen von der qualitativ sehr hochwertigen Yogastunde.

Nach einer kühlen Dusche (weil draußen heiss) nehmen wir unsere Fahrräder in Empfang, mit denen wir uns ganz entspannt auf dem gesamten Gelände bewegen können, ohne auf den Bus angewiesen zu sein. Wenn ihr entspannt radelt, dauert die Strecke vom Campingplatz zum Dome (also der Halle) nicht mal 10 Minuten. Wir essen zu Abend im Tropical Garden und während es draussen langsam dunkel wird und ein heftiges Sommergewitter tobt, spazieren Tanja, Katja und ich nach dem Essen durch den größten Indoor Regenwald der Welt.

Natürlich ist es nachts auch im Dome dunkel. Die Regenwald Fotos habe ich tagsüber gemacht, damit ihr auch sehen könnt, was ich beschreibe. Der Regenwald beheimatet über 50.000 Pflanzen und ist für mich ganz klar das Highlight der gesamten Anlage.

Wenn ihr es zeitlich einrichten könnt, lauft gerne mal sowohl im Dunklen, als auch im Hellen durch. Ich finde, es lohnt sich beides gleichermaßen!

Auch innerhalb des Domes gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Hier seht ihr die günstigste, das Safari-Zelt:

Nachdem wir versucht haben, uns einen ersten Gesamtüberblick zu verschaffen, ist es allerdings schon fast Mitternacht. Also schwingen wir uns auf unsere Fahrräder, radeln zurück zum Campingplatz und fallen ins Bett.

Am darauf folgenden Morgen findet um 6:30 eine Yogaklasse statt. Vor 10 Jahren hätte ich mich noch hingeschleppt. Mittlerweile bin ich alt genug, um zu checken, dass ich danach den ganzen Tag hart neben der Spur bin und Schwierigkeiten habe, beruflich zu performen. (In dieser Podcastfolge hier erkläre ich die Sache mit der Morgenroutine auch nochmal etwas ausführlicher.) Also klingelt mein Wecker um 7 und ich stoße um 8 Uhr zum Frühstück zur Gruppe.

Nach dem Frühstück nutzen wir die Lage des Tropical Islands mal so richtig aus, denn der Spreewald ist viel zu schön, als dass man ihn ignorieren sollte! Also gehts wieder aufs Rad und über einen Wald-Radweg nach Schlepzig. Das sind 10-12 Kilometer und der ganze SPAss dauert ungefähr 45 Minuten.

Wir sausen durch duftige Kiefernwälder, die durchzogen sind von superweichen Moosflächen und an deren Rand sogar Heidekraut wächst.

Angekommen in Schlepzig tun wir das, was jeder im Spreewald tun sollte: Paddeln. Also klettern wir in ein Kanu und gleiten durch die Fließe.

Und so sieht das dann schätzungsweise zwei Stunden lang für mich aus. Vor mir Tanja (wir beide sollen der Motor sein, sagt man uns beim Einstieg) und hinter mir ist Katja für die Richtung verantwortlich.

Es tut mir unglaublich gut, draußen zu sein. Seit meinen Reiki Einweihungen verbringe ich sowieso mehr Zeit in der Natur (und vor allem auch im Wald) als vorher, daher spielt mir dieser Ausflug voll in die Karten.

Nach dem Paddeln radeln wir wieder zurück durch den Wald und weil das alles irgendwie länger gedauert hat als geplant, fällt die Faszienyoga Stunde auf unserer Wiese heute aus. Ich vergiesse innerlich ein Tränchen, mache mich dann aber gleich nach der Rückkehr zusammen mit den anderen wieder auf den Weg Richtung Dome. Denn hier wartet bereits eine Körperpackung auf uns!

Vorher möchte ich euch aber noch die zwei größten Wasserareale innerhalb des Domes zeigen. Da gibt es nämlich einmal die Südsee, ein 200m langer Sandstrand mit einem über die Gesamtlänge angrenzenden, 28°C warmem Becken:

Tropical Islands Berlin

Hier nur ein Ausschnitt (da Tropical Islands rund um die Uhr geöffnet hat, war es sehr tricky für mich, Fotos ohne Menschen zu machen):

Tropical Islands Berlin Südsee

Und neben der Südsee gibt es noch die Lagune, die auf 32°C temperiert ist.

Tropical Islands Lagune

Hier noch ein zweiter Schnappschuss. (Ich habe immer so lange fotografiert, bis möglichst niemand mehr frontal in die Kamera geschaut hat. Aus diesem Grund gibt es auch keine Bilder aus dem Kinderbereich. Es fühlt sich für mich superschräg an, Kinder zu fotografieren und die Bilder anschließend ins Netz zu stellen. Ich hoffe da auf euer Verständnis.)

Seht ihr die Hütten am oberen Bildrand? Direkt über dem Wasserfall?

Tropical Islands Berlin Lagune

Die hören auf den Namen “Junior Suite im Regenwald”, sehen so von vorne aus und können ebenfalls zum Übernachten innerhalb des Domes gebucht werden:

Tropical Islands Ferienhaus Regenwald

So, aber jetzt zum Saunabereich!

Der wartet im Tropical Islands nämlich mit 10.000m² und mit insgesamt sieben Saunen auf: Der Palaneri Lehmhütte (einem Warmluftbad), dem Alcantara Canyon (einer Salzgrotte), dem Vishnu Saunatempel und der Salasaca Baumsauna (beides finnische Saunen), der Inipi Kräuter Schwitzhütte (einer Bio-Kräutersauna) und Campur Campur (dazu gleich mehr).

Wie es sich für einen ordentlichen Saunabereich gehört, gibt es auch Kaltwasserbecken, Sprudelbecken und Liegeflächen.

Und letztere sogar zum Schaukeln:

Aber zurück zu unserer Anwendung und Campur Campur! Hierbei handelt es sich um ein “Heilerdedampfbad”, vergleichbar mit Rhassoul. Da wir den ganzen Tag draussen und in der Sonne unterwegs waren, entscheide ich mich für die Balinesische Aloe Vera Packung. Der Ablauf in der Campur Campur Sauna entspricht bei allen buchbaren Heilerden und Packungen grob meiner verlinkten Rhassoul Treatmentbeschreibung.

Im Anschluss schauen wir uns mit babypopoweicher Haut noch den riesigen Außenbereich an, wo auch das Titelbild für diesen Artikel entsteht, bevor wir dann auch schon wieder unter die Dusche hüpfen, um uns erneut im Tropical Garden zum Abendessen zu versammeln.

Am nächsten Tag schwänze ich erneut die Yogastunde um 6:30, aber auch heute klingelt mein Wecker um 7, damit ich mich nach einem schnellen Kaffee auf den Weg in den leeren Saunabereich zum Fotografieren machen kann. In diesem Timeslot entstehen dann auch die meisten Bilder dieses Artikels, bevor ich mich wieder auf mein Rad schwinge, um pünktlich zur Geh-Meditation mit Evi wieder zurück zu sein. Hier seht ihr Evi im Übrigen rechts im Bildrand:

Evi lässt uns achtsam über verschiedene Untergründe schreiten und sorgt dafür, dass wir unsere Füße auf unterschiedlichste Art belasten. Ich mag ihre Art, zu unterrichten sehr. Die anschließende DIY Fußbehandlung rundet die Geh-Meditation perfekt ab.

Nun neigt sich unsere Freundinnen Yoga Auszeit auch schon dem Ende zu. Als “Finale” kochen wir alle zusammen unter Evis Anleitung. Und zwar “Spreewald Ayurveda”. Hierbei handelt es sich um klassisches Ayurveda (was die Regeln usw. betrifft), allerdings setzt Evi ausnahmslos auf regionale und saisonale Bio-Zutaten aus dem Spreewald.

Als Vorspeise gibt es eine kalte Gurkensuppe, dann Brokkoli-Salat mit Kürbiskernen auf roter Beete, als Hauptspeise gebackenes Gemüse an gegartem Dinkel und als Dessert “verwöhnte Birnen”. Alle Gänge sind vegan und unglaublich lecker. Wir bekommen die Rezepte sogar in ausgedruckter Form, damit wir das alles genau so zuhause nachkochen können. Zweifelsohne ein grandioser Abschluss dieser 3 Tage.

Wenn ihr die 10.000 Zeichen bis hierher gelesen habt, habt ihr vielleicht schon selbst gemerkt, dass ein Aufenthalt im Tropical Islands nicht zwingend so aussehen muss, dass man 24 Stunden am Tag im Dome verbringt. Die Zeit in der Natur (sowohl das Wohnen, Yoga und Geh-Meditation, aber auch die Radtour und das Paddeln) haben mich stark geerdet und die doch eher kurzen Ausflüge in den Dome fand ich ziemlich spannend. Ich mochte den Regenwald sehr, aber auch der Saunabereich ist wirklich nett gemacht und auf jeden Fall mal einen Abstecher wert.

Man könnte also sagen, ich bin unterm Strich sehr positiv überrascht und hatte eine tolle Zeit. Das lag zum einen natürlich an dem sehr stimmigen Package, zum anderen aber auch an Katja und Tanja. Es war so wunderbar, euch endlich mal wieder zu sehen und gemeinsam drei Tage zu verbringen. Das sollten wir definitiv öfter machen!

Aber vielleicht hat mein Artikel den einen oder die andere von euch ja auch zu einem Kurztrip im Luxuszelt inspiriert mit abendlichem Spaziergang durch den Regenwald. Mein Fazit? Klar könnt ihr eine wilde Zeit haben im Tropical Islands. Es geht aber auch anders.

Und falls ihr jetzt noch immer skeptisch eine Augenbraue hochzieht, hier nochmal ein paar Impressionen von Katja in Videoform:

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Give it a try!

Jenny

Ich wurde vom Tropical Islands eingeladen. Um den Blog als Full Time Job bespielen zu können, arbeite ich mit einem Tagessatz. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig von meinem Tagessatz. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.