Spirituelles Tattoo Ritual mit Sarah Helfen von Tattoo Rituals in Saarbrücken

Seid ihr bereit für einen ganz besonderen Erfahrungsbericht? Heute möchte ich euch nämlich mitnehmen zum Tätowieren! Und für alle, die jetzt denken: “WTF? Wie passt das thematisch bitte hier rein?” – Und wie das passt! Da die DIY Mondrituale so super bei euch ankamen, dachte ich mir, ein spirituelles Tattoo Ritual könnte euch auch interessieren. Also habe ich Sarah von Tattoo Rituals in Saarbrücken besucht.

Und damit ihr euch gleich zu Beginn ein Bild von Sarah und ihrer Art zu arbeiten machen könnt, hier ein brandaktuelles Video:

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Auf Sarahs Website heisst das Ritual, von dem ich euch heute berichten werde “the HIEROPHANT” und besteht aus “Tarot Card Reading, Intention Setting, Sage Cleansing, Handpoked Tattoo & Reiki Healing”. Wenn ihr ein “Tattoo Ritual” anfragt, sollte aber auch klar sein, was ihr wollt. Check!

Ich muss gestehen, dass mir im Vorfeld ganz schön mulmig zumute war. Es gibt ja sehr viele Menschen, die sowas sagen wie “Ich hätte gerne ein Tattoo, aber ich weiss nicht, was” und genau solche Aussagen waren mir in der Vergangenheit ja immer zutiefst suspekt. Ich habe selbst bereits 12 Tattoos und die sind immer irgendwie “zu mir gekommen”. Jedes der Motive verbinde ich mit einem ganz bestimmten Lebensabschnitt oder Ereignis und demzufolge lief das jedes Mal so, dass es da zuerst ein Motiv gab und im zweiten Step dann erst den Wunsch, es tätowieren zu lassen.

Einen Tattoo Termin auszumachen, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, was da am Ende bei rumkommt, hat mich über alle Maßen gechallenged. Da ich aber über die wunderbare Danielle vom Auszeitkalender auf Sarah und ihre Tattoo Rituale aufmerksam wurde und ein Gefühl dafür bekam, wie sowas am Ende aussehen kann, versuchte ich, mich locker zu machen. Und auch Sarah beruhigte mich, als ich sie fragte: “Was, wenn da am Ende sowas wie der Turm (aus dem Tarot) auf der Wade bei rumkommt???” Sie erklärte mir, dass ich selbstredend ein Vetorecht habe, was das Motiv angeht und rückblickend ist diese Angst auch vollkommen absurd, weil das Motiv für mich nicht stimmiger sein könnte und weil ich so involviert war in den Prozess des Entstehens, dass es gar nicht “nicht passen” konnte.

Aber mal von Anfang an! Es ist nämlich genau eine Woche her, dass ich mich zusammen mit Danielle nach dem Aufnehmen einer neuen Podcastfolge auf den Weg mache zu “Tante Guerilla” in die Eisenbahnstraße 27. Und dort wartet Sarah dann auch schon auf mich. Wir unterhalten uns noch ein bisschen zu dritt, bevor sich Danielle verabschiedet. Aber auch dann geht’s noch nicht gleich los. Ich hab’ das Gefühl, ich könnte mich noch Stunden mit Sarah austauschen, weil es irgendwie sofort klickt (nicht aus Angst vor dem Turm auf der Wade).

Der Übergang von unserem Gespräch in das Ritual gestaltet sich dann eher fließend und bevor es an die Tarot Karten geht, darf ich eine Karte aus dem Göttinnen Orakel ziehen. Ich habe ja eine eher ablehnende Haltung der Kirche gegenüber, daher zucke ich kurz, aber die Message ist natürlich erste Sahne.

Als nächstes kommt ein bisschen Numerologie mit ins Spiel. Sarah erfragt erstmal mein Geburtsdatum, die dazugehörige Uhrzeit und stellt mir dann die beiden dazu passenden Tarot Karten vor. Das mit dem Eremiten wusste ich (und ja, sehr wahr). Die Kraft ist mir in diesem Kontext allerdings neu und ich sauge gespannt alles auf, was Sarah über diesen Kartenmix berichtet.

Dann folgt eine richtige Legung. Ich mische, fächere die Karten vor mir auf und Sarah sagt Karte für Karte an, wofür sie steht, bevor ich sie ziehe. So entsteht Step by Step die Legeform des keltischen Kreuzes. Bei der Hauptenergie Königin der Kelche + Herrscherin muss ich erstmal schlucken, weil BOOM und so. Aber viel grandioser könnten wir wohl nicht starten. Ich will euch an dieser Stelle gar nicht groß langweilen mit meinem Kartenblatt, aber vielleicht so viel: Es liefert mir unglaublich wertvolle Impulse und lenkt uns wie von Zauberhand genau in die Richtung, die für das Tattoo relevant ist.

Ich kann Fragen stellen, zu denen Sarah dann weitere Karten zieht und am Ende landen wir bei “meinem” Satz, der da lautet: “Ich bin sicher.” Dieser Satz ist untrennbar mit dem nun folgenden Tattoo verknüpft. Dafür sorgt nicht zuletzt das sehr kraftvolle Aufsagen für mich in der Stille. 27 mal mache ich das. Dann folgt 27 mal mein Name und last but not least erneut 27 mal “Ich bin sicher”.

Dann bittet Sarah mich in die Rückenlage und was dann folgt, fühlt sich für mich an wie ein “Energy Screening”. Sie versucht, herauszufinden, wo das Tattoo hingehört und ganz losgelöst voneinander sind wir beide der Meinung: “Auf jeden Fall auf der rechten Seite”. Während sie sich in meine rechte Körperhälfte reinfühlt, beginnt mein rechtes Ohr zu glühen. Sie fragt mich, ob es sich an der Hand oder im Schulterbereich stimmiger anfühlt und ich kann mich nicht so recht entscheiden. Wir sind uns jedoch beide einig, dass es nichts großes werden darf, weil mein ganzes System schon jetzt stark flirrt.

Sarah malt zwei Punkte auf meinem rechten Zeigefinger (der für das Ego steht), die sich sofort maximal stimmig für mich anfühlen, allerdings noch nicht “fertig”. Rund wird es an der Hand erst, nachdem der dritte Punkt am Ringfinger noch dazukommt. Ein weiterer, vierter Punkt landet im Schulter-Nacken-Bereich, und zwar genau dort, wo sich das Epizentrum meiner Schulter-Symptomatik durch den Motorradunfall in Indien befindet. Und während ich darüber nachdenke, ob das Tätowieren genau dieses Punktes mich eventuell umbringen wird, bereitet Sarah schon mal alles vor.

Alle meine bisherigen Tattoos wurden ganz klassisch mit der Maschine gestochen und ich habe diesem Handpoke Trend bisher ja immer eher den Hipster Stempel aufgedrückt. Hinzu kommt, dass sich Handpoke in meiner Vorstellung immer sehr viel schmerzhafter getaltete als Tattoos, die mit der Maschine gestochen werden, aber ich muss an dieser Stelle einräumen, dass Handpoke sich bei so einem Ritual sehr stimmig anfühlt.

Bevor es losgeht, sagt Sarah noch “Nur Punkte ist ja eigentlich Cheaten”, aber ich feiere hier und heute sehr gerne Cheat Day, denn gleich zu Beginn am Zeigefinger gestaltet sich der ganze SPAss noch viel schmerzhafter als in meiner Vorstellung. Sarah sagte ja, dass in diesem Finger das Ego sitzt und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es im Rahmen dieses Rituals getötet hat.

Am Ringfinger und im Nacken fühlt es sich dann absurderweise “nur noch” an wie “normales” Tätowieren. Aber der Zeigefinger war wirklich heftig. Während des Stechens wiederhole ich für mich immer wieder den Satz “Ich bin sicher” (auch wenn das bei dem Gewinsel in meinen Insta Stories vielleicht nicht so rüberkam). Und obwohl wir es hierbei mit dem kleinsten und unscheinbarsten all’ meiner Tattoos zu tun haben, ist es kraftvoller als alle anderen zusammen.

Nach dem Stechen gibt Sarah noch Reiki drauf und ich weiss nicht, ob es daran liegt – oder an der Tatsache, dass es händisch gestochen wurde – aber es tut einfach null weh im Anschluss. Es suppt auch nicht (was natürlich auch daran liegen kann, dass es nur kleine Punkte sind), aber keines meiner Tattoos ist bisher so geschmeidig verheilt!

Um ehrlich zu sein weiss ich nicht, ob ich mich jetzt, wo ich erfahren habe, wie kraftvoll ein Tattoo sein kann, wenn es im Rahmen eines solchen Rituals gestochen wird, zukünftig nochmal anders tätowieren lassen kann. Auf der anderen Seite war mein letztes Tattoo (das Waage Sternbild zum Waage Vollmond im März) ja auch bereits ein von mir selbst kreiertes Ritual.

Sarah sticht btw auch Wunschmotive und sie macht auch nicht nur Handpoke. Meine heutige Empfehlung gilt aber ganz klar ihrem Tattoo Ritual, aus dem ihr nicht nur mit einem Symbol rausgehen werdet, das euch für den Rest eures Lebens stärkt und empowert, sondern bei dem ihr auch unglaublich wertvolle Impulse für die Themen bekommt, die bei euch gerade so anstehen. Und für alle, die sich schon immer ein Tattoo gewünscht haben, aber nie wussten, was es werden soll, ist Sarah ja sowieso sowas wie der Jackpot. Preislich variiert so ein Tattoo Ritual natürlich je nach Größe des Motivs, das am Ende dabei rumkommt. Damit ihr einen Anhaltspunkt habt, könnt ihr aber mit +/- 150€ rechnen (Stand: August 2019).

Also, ihr merkt schon, ich bin mehr als begeistert!

Daher: Sowas von Herzensempfehlung!

Jenny

Wir wurden von Sarah eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe hier nur über Spas, Behandler*innen und Treatments, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.