100 Folgen Self Love Sunday – Stell‘ Dir vor, es gibt ein Meetup und keiner geht hin!

Naja – fast keiner, denn ich bin unendlich happy, dass Melanie vergangenen Sonntag zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt aufgeschlagen ist. Ich möchte euch vorwarnen. Das wird hier heute ein sehr persönlicher Text, aber da müsst ihr jetzt mal durch.

Vielleicht habt ihr durch meine drölfzigtausend verzweifelten Shoutouts ja immer mal wieder mitbekommen, wie viel Kraft und Energie ich in dieses Projekt investiere, damit es weiterläuft. Denn das ist alles nicht so easy, wie es oberflächlich betrachtet von außen aussieht.

Wir leben in einer Welt, in der ein Foto in Badesachen im Internet für die meisten Menschen den totalen Supergau darstellt. Ich persönlich finde es ja sehr viel krasser, seine Kinder im World Wide Web zu zeigen als den eigenen Körper in Badezeug, aber vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass ich während meiner Physio-Ausbildung jegliches Schamgefühl abgelegt habe.

Ich versuche also, zu verstehen, warum das Interesse an diesem Projekt auf der einen Seite so unglaublich gross ist, dass jede Geschichte am Sonntag ihrer Veröffentlichung (und der Self Love Sunday kennt kein Sommerloch) mehr als 1.000 mal gelesen wird und dass es mir auf der anderen Seite dennoch kaum möglich ist, immer wieder neue Teilnehmer*innen zu finden.

Ich war auf der einen Seite der glücklichste Mensch auf diesem Planeten, als wir die 100 Folgen voll gemacht haben und auf der anderen Seite hätte ich heulen können, als außer Melli letzten Sonntag niemand zum Gruppenfoto kam.

Da kommen ungemütliche Gefühle hoch, das sag‘ ich euch. Traurigkeit, Scham, das Gefühl, voll versagt und es gediegen verkackt zu haben und all‘ sowas. Nachdem ich mir nun aber eine Woche lang Zeit genommen habe, um meine Wunden zu lecken, bin ich bereit, die nächsten 100 Folgen zu erquengeln und euch ab sofort wieder mit nervigen Shoutouts in den Wahnsinn zu treiben.

Fangen wir doch gleich mal an:

Ich habe es mir mit dem Self Love Sunday zur Aufgabe gemacht, reale Körper sichtbar zu machen und würde mich riesig freuen, wenn ihr mir dabei helft und Teil des Projekts werdet. Ihr könnt euch das Schild gerne auch vor’s Gesicht halten, wenn ihr nicht erkannt werden wollt. Hier findet ihr alle Infos zur Teilnahme. Und falls ihr Fragen habt: Schreibt mir!

Falls ihr selbst nicht mitmachen möchtet, aber jemanden kennt, dem oder der ihr die Teilnahme zutraut, würde es mir die Welt bedeuten, wenn ihr der betreffenden Person den Link zu diesem Artikel schickt. Darüber hinaus würde es mir auch sehr helfen, wenn ihr dieses Shoutout auf Facebook liked, kommentiert und/oder teilt. So steigt die Reichweite und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir potentielle Teilnehmer*innen erreichen.

Ich finde ja, Melli und ich haben dieses traurige Meetup und das „Gruppen“-Foto künstlerisch sehr wertvoll und durch das Miteinbeziehen dieser Skulpturen zudem auch noch äußerst gesellschaftskritisch umgesetzt.

Self Love Sunday Meetup Berlin

Und abschließend möchte ich euch nochmal mit Nachdruck zu verstehen geben, dass ihr gut und richtig seid, genau so wie ihr seid. Und euer Körper ist es auch. Schenkt ihm heute einfach mal selbst eine Umarmung. Und falls euch das Projekt genauso sehr am Herzen liegt wie mir, manifestiert gerne mit mir zusammen die nächsten 100 Folgen! Denn je länger es weitergeht, umso mehr Menschen werden wir erreichen und umso mehr können wir bewegen.

Ich danke euch von Herzen.

Jenny