Self Love Sunday #95 – Stefanie 2.0

Ihr Lieben, pünktlich zum Muttertag freue ich mich riesig, dass Stefanie ihr Selbstliebe Update mit uns teilt! Sie hat zwischenzeitlich nämlich ihr Kind zur Welt gebracht und einige neue Erkenntnisse gewonnen, aber lest einfach selbst:

„So, es ist fast ein Jahr her, dass ich meine Geschichte beim Self Love Sunday geteilt habe. Damals war ich schwanger und hatte einen riesigen Schritt zu einer ganz neuen Self Love Erfahrung gemacht. Mittlerweile liegen aber eine Geburt und fast schon 9 Monate Mamasein dazwischen und es hat sich viel verändert, sodass ich Jenny einfach nochmal schreiben musste, um Euch an meinem zweiten, ungeplanten Seelenstriptease teilhaben zu lassen.

Ich kenne eigentlich nur Frauen, die nach Schwangerschaft und Geburt unzufriedener sind mit ihrem Körper. Als ich in den letzten Schwangerschaftswochen auf einmal dicke, blaue Flecken an meinem Bauch entdeckt habe und wusste, „so jetzt ist mein Bauch wohl gerissen“, hatte ich auch schon Angst, dass es mir so ergehen würde. Auf Schwangerschaftsrisse am Bauch hat wahrscheinlich niemand wirklich Lust. Ich war zwar etwas beunruhigt, aber auch einfach zu viel mit meinem kleinen Menschlein im Bauch beschäftigt und wollte mir auch einfach noch gar keine Gedanken darüber machen.

Die Geburt von meinem kleinen Söhnchen war das wunderschönste, unglaublichste und herausforderndste Ereignis, das ich bisher erleben durfte. Nach fast drei Tagen Wehen und einer sehr langen Geburtsphase war es dann endlich da, unser kleines Wunder, und lag atmend auf meinem Bauch. Bis heute ist es unvorstellbar für mich, dass mein Baby in meinem Bauch herangewachsen ist und dass wir beide die Geburt gemeinsam geschafft haben.

So ein 4kg-Neugeborenes sieht nämlich wirklich nicht aus, als ob eine natürliche Geburt möglich wäre. Und dieser Moment war und ist einfach ein unglaublicher Wendepunkt für mich gewesen. Ich war und bin unendlich dankbar und stolz auf meinen Körper, dass er das geleistet hat. Und verrückterweise freue ich mich über meine Risse am Bauch, weil mein kleines Wunder sie beim Wachsen auf meinen Bauch gezaubert hat und er sich somit für immer an meinem Bauch verewigt hat. Und weil es ein Andenken ist an unsere gemeinsame Zeit in meinem Körper während der Schwangerschaft.

Durch das Mamasein hat sich mein Körper weiter verändert: Meine Brüste haben sich auf ein vorher ungekanntes Level vergrößert und wechseln Form und Größe je nach letzter Stillmahlzeit. Mein Körper ist immer noch sehr viel weicher, mein Bauch war sehr lange noch sehr groß (was total normal ist, was man aber kaum sieht, weil die meisten Nach-Schwangerschaftsbäuche glaube ich versteckt werden) und jetzt ist er natürlich immer noch sehr stark überdehnt. Meine Arme sind sehr viel stärker geworden vom vielen Tragen und meine ersten grauen Haare sind angekommen.

Aber tatsächlich war ich nie so entspannt und angekommen in mir, wie ich es jetzt bin. Meine zwar eh schon immer viel zu großen Brüste sind zwar noch viel größer als vorher, aber endlich haben sie einen Sinn. Mein Söhnchen ist nur durch sie alleine über 7kg gewachsen von 4 auf 11kg. Unfassbar. Meinen Bauch mag ich lieber denn je, obwohl er nie weniger unserem Schönheitsideal entsprochen hat als heute.
Er war das Zuhause für unser kleines Wunder und dafür werde ich ihm immer sehr dankbar sein. Und die grauen Haare stören mich irgendwie einfach nicht, schließlich sind sie kleine Zeitzeugen meines Lebens.

Daher kann ich heute meinen Bauch und meine Brüste zu den Dingen, die ich an meinem Körper liebe, hinzufügen und meine Arme (die ich auch irgendwie nie wirklich schön fand). Ich hätte nicht gedacht, dass das jemals passieren wird. Ich bin so dankbar für mein und unser Leben und dass es meiner kleinen Familie so gut geht.

An alle Mamas und auch Papas und Nicht-Eltern da draußen: Seid stolz auf eure Körper! Sie leisten so unglaublich viel und tragen uns durch unser Leben, durch die guten und schlechten Tage und durch Leid und Glück. Und gerade die Spuren des Lebens und die Unvollkommenheiten machen unsere Körper wirklich schön.“

Was für ein wundervoller Beitrag zum Muttertag! Von Herzen Danke dafür an Dich, liebe Stefanie. Ich bin mir sicher, Du hast damit nicht nur Müttern ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert.

Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday und eure Geschichte teilen? Ich bin auch weiterhin auf Freiwillige angewiesen, damit das Projekt weiterlaufen kann. Hier findet ihr alle Infos zur Teilnahme.

Und eine Facebook Gruppe zum Projekt gibt’s auch.

Let’s spread some Self Love!