Regional räuchern mit Beifuss – Beifuss Smudge Sticks selber machen

Ich freue mich riesig, dass die DIY Smudge Stick Artikel im vergangenen Jahr so sensationell gut bei euch angekommen sind. Ich habe 2018 ja Räucherbündel zu allen Jahreszeiten gewickelt (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) und dabei ausschliesslich auf heimische Zutaten gesetzt.

Die 12 Sticks habe ich dann in den 12 Rauhnächten „zwischen den Jahren“ weggeräuchert, was ein wunderbares Ritual war, um 2018 nochmal Revue passieren zu lassen und abzuschliessen.

Das Räuchern mit heimischen Zutaten hat mich aber auch sehr sensibilisiert in Bezug auf weißen Salbei und Palo Santo. Beides nutze ich selbst auch regelmäßig zum Räuchern und gerade bei Palo Santo schwingt bei mir oft ein ähnlich ungutes Gefühl mit wie beim Kauf von Avocados. Denn da das „heilige Holz“ immer hipper wird und die Nachfrage steigt, stellt die illegale Abholzung in Ecuador, Peru und Mexiko ein immer größeres Problem dar.

Aber auch weißer Salbei legt einen weiten Weg zurück, bis er in den Regalen oder Warenkörbchen unseres favorisierten Räucherwerk-Dealers landet. Er wächst vor allem im Nordwesten von Mexiko und dem Südwesten der USA.

Dabei liegt die Lösung praktisch auf der Hand, denn es gibt auch hierzulande eine ähnlich geniale Räucherpflanze mit genauso großer Superpower. Das weiss nur kaum jemand. Die Germanen bezeichneten den Beifuß als „die mächtigste aller Pflanzen“ und auch für die Kelten gehörte er zu den wichtigsten heiligen Pflanzen. Er zählt zu den ältesten Ritualpflanzen Europas.

Da in dem Artikel über die Frühlings-Smudge Sticks im vergangenen Jahr kritisiert wurde, dass meine Sumpfdotterblumen keine Sumpfdotterblumen sind, bin ich dieses Mal mit Milena Mondtänzerin aka der Königin der Wildkräuter losgezogen. Sie hat mich an ihr geheimes Wildkräutersammelplätzchen geführt. Dass dieses Plätzchen auch weiterhin geheim bleiben wird, stellt aber kein größeres Problem dar, denn lasst euch gesagt sein: Beifuss ist nicht sonderlich schüchtern und seit ich darauf achte, begegnet er mir überall!

Alles, was ihr zum Wickeln von Beifuss Smudge Sticks benötigt, ist Beifuß und eine natürliche Schnur. Im letzten Jahr habe ich Bakers Twillgenutzt und das hat super funktioniert. Die Schnur, die ihr auf den heutigen Bildern seht, habe ich ganz normal im Laden gekauft, um den Einzelhandel am Leben zu halten. Daher habe ich zu genau dieser Schnur leider keine Bezugsquelle für euch.

Beifuß hat gezackte Blätter, ist an der Oberseite dunkelgrün und unter den Blättern silbrig-grau. Er wächst am liebsten dort, wo Hunde gerne hinpinkeln. Will heissen: An Wegesrändern und an Mauern. Aber no risk, no fun!


Stellt euch einfach vor, ihr wärt ein Hund und sammelt ihn einfach nicht dort, wo es sich attraktiv anfühlt, hinzupinkeln. Macht das Sinn? Spielplätze, auf denen ein Hundeverbot herrscht, könnten zum Beispiel eine gute Anlaufstelle sein, wenn ihr eher urban wohnt und keine weitläufigere Wiese in der Nähe habt.

Gewickelt habe ich die Sticks ganz analog zu denen im letzten Jahr. Also zuerst unten eine Schlaufe binden und das Büschel an dieser Stelle zusammenknoten und dann über Kreuz nach oben wickeln…

…bis es so aussieht:

Das ist nicht sehr komplex. Dann hängt ihr die Sticks an der Schlaufe für etwa 2 Wochen zum Trocknen auf und es kann losgehen! Beifuss wirkt stark reinigend und schützt vor negativen Energien, macht sich aber auch super in Sachen Trauerbewältigung, Loslassen und bei Übergangsritualen.

Der Duft ist krautig-warm. Ich mag ihn sehr und werde zeitnah wieder losziehen, um noch mehr Sticks zu wickeln.

Macht das gerne mal nach!

Jenny

* Bei dem Link zu dem Bakers Twill handelt es sich um einen Affiliate Link. Falls ihr den Faden über diesen Link kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn, was mir letztenendes wieder dabei hilft, I LOVE SPA in diesem Umfang hauptberuflich zu bespielen.