Vollmond Ritual selber machen – ein Ritual für Fülle & Dankbarkeit

In 3 Tagen ist Vollmond in der Waage! Und nachdem ich euch im vergangenen Jahr ja bereits erklärt habe, wie ein Neumond Ritual zum Loslassen und Manifestieren bei mir so aussieht, soll es heute um das Gegenstück dazu gehen. Ich möchte euch im Folgenden also erklären, wie ihr ein Vollmond Ritual selber machen könnt.

Es ist dem Neumond Ritual in seinem grundlegenden Aufbau nicht unähnlich, unterscheidet sich von diesem jedoch in der Intention, denn während ich den Neumond zum Loslassen und Manifestieren nutze, steht der Vollmond bei mir immer ganz im Zeichen der Fülle und Dankbarkeit. Es ist der Peak des Mondzyklus, der Himmel ist (je nach Witterung) hell erleuchtet und ich finde, da darf es auch ritualmäßig sehr viel weniger düster zugehen als beim Neumond. Daher sind bei mir zum Vollmond immer frische Blumen am Start:

Und auch beim Räucherwerk darf es gerne krachen. Mein Motto hier: Mehr ist mehr. Deshalb greift die feine Dame zum Vollmond gerne mal zum Pharmos Weihrauch aus dem Oman oder einem individuell für sie angemixten Fülle Räucherwerk. (Letzteres hab’ ich bei Practical Magic anfertigen lassen).

Was natürlich auch auf keinen Fall fehlen darf: Die Mondphasenkarten von The Moon Journal! Und das Sheet zum Ausmalen, das ihr in der rechten, unteren Bildecke seht, gehört zu dem Bundle, das ich ja bereits zum Neumond Ritual genutzt habe. Kaufen könnt ihr es hier.

Die Kerze auf dem folgenden Bild habe ich selbst gegossen. Sie beinhaltet – ganz im Zeichen der Fülle – einen Citrin und eine entsprechende Zitrusnote. Ich hab’ sie in ein kleines Glas mit Schraubdeckel gegossen, damit ich sie auch unterwegs nutzen kann. Das ausführliche DIY zu den Edelstein Duftkerzen findet ihr hier.

Last but not least darf natürlich auch das Vessel Deck nicht fehlen. Denn ein Mond Ritual ohne Orakelkarten macht in meiner Welt irgendwie keinen Sinn.

Erinnert ihr euch an die Wünsche, die ich zum letzten Neumond in der Waage aufgeschrieben und in ein Glas gepackt habe? Here we go:

Aber kommen wir zum Ablauf. Im Gegensatz zu den Fotos finden meine Mondrituale immer im Dunklen statt, und zwar am späten Abend, bevor der Neu- oder Vollmond exakt wird. Dann fühlt es sich für mich so rein energetisch nach dem Peak an, aber auch hier und heute gilt: Wichtig ist, dass es sich am Ende für euch stimmig anfühlt.

Ich suche mir ein Plätzchen, an dem ich ungestört bin und richte all’ die Dinge, die ich euch nun ja bereits aufgelistet habe, hübsch an. Zuerst entzünde ich die Räucherkohle und während sie durchglüht, nehme ich auf meinem Meditationskissen Platz, zünde auch die Kerzen an, schließe die Augen und atme ein paar Mal tief ein und wieder aus.

Dann fange ich an, mich zu bedanken, und zwar für so ziemlich alles, was gerade rund läuft. Aber auch für die oft so selbstverständlichen Dinge. Dafür, dass ich gesund bin, dafür, dass ich von wunderbaren Menschen umgeben bin, für meinen vollen Kühlschrank. Ich komme da gerne vom Hundertsten in’s Tausendstel, aber das gehört auch genau so zu meinem Ritual. Wenn ich alleine bin, spreche ich das alles laut aus. Falls irgendwer anders in der Nähe ist, bedanke ich mich im Stillen.

Diese exzessive Dankbarkeitspraxis dauert gerne mal 10-15 Minuten. Ich hab’ die Zeit noch nie gestoppt, aber die Kohle ist auf jeden Fall immer durchgeglüht, wenn ich die Augen wieder öffne. Dann gebe ich etwas von meinem Weihrauch auf die Kohle, schnapp’ mir das Vessel Deck, bitte um einen Impuls und mische die Karten. Der Impuls springt dann in der Regel von alleine raus und ich nehme mir einen Moment Zeit, um über ihn nachzudenken.

Gelegentlich schnapp’ ich mir auch noch mein Tarot und mache (wenn ich schon mal so gut angebunden bin) noch eine 9-er Legung. Währenddessen räuchere ich und versprühe mit meinen Gedanken vermutlich Dankbarkeitsfunken wie eine Wunderkerze.

Last but not least schnapp’ ich mir das Glas mit den Neumondwünschen, öffne es, zünde einen Wunsch nach dem anderen an einer Kerze an und (jetzt bitte nicht hyperventilieren, Papa) verbrenne ihn in meinem Räucherschälchen. Damit übergebe ich die Wünsche an die geistige Welt und lasse sie während des Verbrennens ganz bewusst los.

Während ich beim Neumond sehr auf Schüttelmeditationen stehe, setz’ ich beim Vollmond ganz gerne auf Lakshmi Mantren. Hier mein Favorit. Ihr könnt auch tanzen und singen, wenn es sich für euch stimmig anfühlt. Unter’m Strich geht es einfach um Fülle und Dankbarkeit und darum, das Leben zu feiern.

In diesem Sinne: Happy Full Moon!

Jenny