Klangtrance bei Urte Reich in Berlin

Freunde der Entspannung, heute wird’s melodisch! Wenn ihr meine Rezension zu Kays GongklangbadAndreas‘ Piano Konzerts im Liegen oder Haukes Obertonmassage gefeiert habt, dann dürfte meine heutige Empfehlung euch ebenfalls entzücken, denn ich habe Urte zur Klangtrance besucht und ein Instrument kennengelernt, das für Geborgenheit, Harmonie, Weite und Liebe sorgt!

Die oben verlinkten Artikel haben allesamt eines gemeinsam: Alles, was ihr hierbei tun müsst, ist euch hinlegen und chillen. Und weil ich das ganz besonders gut kann, bin ich randvoll mit Vorfreude, als ich mich auf den Weg nach Weißensee mache, um Urte dort zu meiner ersten Klangtrance zu treffen. Ich sause also mit der M12 bis zum Antonplatz und nach einem ca. 5-minütigen Fußweg stehe ich auch schon vor dem Europäischen Shiatsu Institut Berlin, das sich in der Bizetstr. 41 im obersten Geschoss der Volkshochschule versteckt.

Von außen sieht das alles schon sehr nach VHS aus, aber das sollte euch nicht abschrecken. Wenn ihr erstmal im 4. Obergeschoss aus dem Aufzug steigt, wird es sehr hell, freundlich und lichtvoll! Urte begrüßt mich herzlich und wir schlürfen erstmal zusammen einen Tee. Nun erfahre ich, dass ihre Klangtrance (genau genommen heisst es KlangBilderReise und ist ein Mix aus Klangtrance und Autogenem Training) hier im Europäischen Shiatsu Institut krachneu im Angebot ist und dass sie den ganzen SPAss auch im tomatenklang im Prenzlauer Berg anbietet. Hier findet ihr alle Infos zu den beiden Standorten.

Urte hat nach einem Musikstudium einige Jahre als freischaffende Musikerin gearbeitet und dann noch ein Musiktherapie Studium absolviert. Daher ist sie nun als Musiktherapeutin tätig und die KlangBilderReise, um die es hier und heute gehen soll, könnt ihr entweder im Rahmen eines Gruppenkurses buchen (mit 6-8 Teilnehmer*innen und 10 Terminen à 60 Minuten) oder wie ich als Einzelsession.

Urte hat schon alles vorbereitet. Will heissen: Zwei Matten, Decken und Kissen. Also lasse ich mich auch gleich auf meine Matte fallen, Urte erklärt mir grob den Ablauf, schlägt dann zum Opening einmal die Klangschale an und dann darf auch ich sie einmal anschlagen und berichten, was bei mir gerade so los ist und wie es mir geht. Ich fühle mich aktuell ein bisschen verpeilt und matschig im Kopf, weil ich in der Woche zuvor von einer Nasennebenhöhlenentzündung heimgesucht wurde. Irgendwie bin ich noch immer nicht wieder so richtig fit, aber abgesehen davon bin ich ziemlich in meiner Mitte und fühle mich auch nicht sonderlich gestresst.

Dann bittet Urte mich in die Rückenlage. Ich soll mich zudecken und mich so positionieren, dass ich bequem liege. Was nun folgt ist ein geführtes Intro, das mich zweifelsohne innerhalb kürzester Zeit in eine Tiefenentspannung schubst, die sich gewaschen hat. Ich habe kaum Erfahrung mit Autogenem Training, aber die Monotonie des Gesprächsflusses, mit dem Urte mich innerhalb weniger Minuten sediert, beeindruckt mich nachhaltig.

Nach dem autogenen Intro kommt ein Instrument zum Einsatz, das auf dem Namen „Tambura“ hört. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher nicht mal von der Existenz dieses Instrumentes wusste, dabei steht es für Geborgenheit, Harmonie, Weite und Liebe! Und so sieht es aus:

Hier und heute kommt nur die Tambura zum Einsatz. Wenn ihr an einem von Urtes Gruppenkursen teilnehmt, lernt ihr aber auch noch die Ocean Drum kennen (die für Grenzen und Veränderung steht), die Schamanentrommel (wird mit Identität, Kraft und Bedingungslosigkeit assoziiert), Klangschalen (die für Hingabe stehen) und die Shruti-Box (Heimat & Verbundenheit). Und weil ihr euch jetzt sicherlich alle fragt, wie so eine Tambura klingt – tadaaa:

Im Folgenden verliere ich jegliches Gefühl für Zeit und Raum und als das Instrument irgendwann verstummt, kann ich in keinster Weise einschätzen, wie lange ich hier rumgelegen und den Klängen gelauscht habe. Ich hätte auch schwören können, dass Urte gesungen hat. Hat sie aber nicht. Crazy. Ich war ziemlich weit weg.

Nachdem ich mich wieder aufgerichtet habe, unterhalten wir uns noch ein bisschen und Urte will wissen, wie es mir geht. Ich lag mit meiner rechten Seite zum Instrument, was dafür gesorgt hat, dass sich meine rechte Seite nun irgendwie weiter und größer anfühlt. Beim nächsten Mal würde ich mich zentrierter ausrichten, also entweder mit den Füßen oder mit dem Kopf zum Instrument hin. Aber davon mal ganz abgesehen war das der absolute Oberknaller! Ich könnte nicht entspannter sein. Und fühle mich eingewickelt in weichen Klang – es fühlt sich ein bisschen an wie eine Kuscheldecke aus warmen Tönen.

Auch auf dem Heimweg schwebe ich gefühlt noch in ganz anderen Sphären und der Nieselregen, der graue Berliner Winterhimmel und die übervolle Tram können mir so rein gar nichts anhaben.

Daher: Wenn ihr in Berlin lebt und genauso gerne faul rumliegt wie ich, dann solltet ihr das unbedingt selbst mal ausprobieren! Der 10-teilige Gruppenkurs beläuft sich auf 150 Euro und eine Einzelsession auf 30-50€ (Stand: Februar 2019).

Ich finde ja, wir sollten uns alle mehr entspannen. Deshalb: Alle hin da!

Happy Relaxation!

Jenny

Ich wurde von Urte eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas und Behandler, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.