Self Love Sunday #84 – Claudia

Erinnert ihr euch an meinen Besuch bei Claudia im Aloharaum Hamburg? Falls dem nicht so ist, solltet ihr euch unbedingt nochmal rüberklicken, denn die 3-stündigen Ho’oponopono Massagerituale, die Claudia gibt, sind der Oberknaller! Ihre heutige Geschichte zum Self Love Sunday hat es aber ebenfalls in sich, denn es ist höchste Zeit, dass wir hier auch mal über „Anti Aging“ reden. Vorhang auf für die „Queen of #pleasurechakra“:

„Bevor ich anfange, etwas über das von mir gewählte Thema zu schreiben, möchte ich mich bei Jenny bedanken, dass sie dieses Projekt ins Leben gerufen hat und alles drum herum organisiert. Bravo, denn SELBSTLIEBE ist ein großes und wichtiges Thema. Immer schon, aber vielleicht heute mehr denn je.

Mein Name ist Claudia, ich bin 51 Jahre alt. Und da bin ich auch direkt bei meinem Thema. Das Älterwerden, das Faltenkriegen und Faltenhaben und der damit verbundene Wahnsinn. Ich fühle mich in der Lebensmitte sehr wohl, angekommen und an manchen Tagen sogar jünger als noch vor 10 Jahren. Das Älterwerden ist nicht das Problem, aber wie die Gesellschaft damit umgeht schon. Warum heißt es immer noch „Anti Aging“ – warum nicht „Happy Aging“ oder „Pro Aging“? Den natürlichen Prozess positiv benennen wäre doch genau richtig. Wenn man 50 Jahre oder länger gelebt hat, dann zeigen das Gesicht und der Körper die Geschichten, die man erlebt und durchlebt hat.

Selbstliebe heißt für mich, „sich selbst zu lieben“ aber es bedeutet auch, sich so sehr zu lieben, dass man sich an die erste Stelle der wichtigsten Menschen in seinem Leben stellt. Dass man sich wertschätzt, sich viel Gutes gönnt (so wie der allerbesten Freundin und wie Deinen Kindern), dass es ok ist, einen schlechten Tag zu haben oder drei hintereinander oder eine falsche Entscheidung getroffen zu haben (wenn es so etwas überhaupt gibt). Oder wenn man schon wieder anstatt zum grünen Smoothie zur Pizza und zum Aperol Spritz gegriffen hat. OMG, in der heutigen Zeit ist das auf manchen Kanälen ja schon fast eine Sünde und schon wieder fühlt man sich schlecht und irgendwie so, als hätte man es wieder falsch gemacht. Dabei bedeutet sich selbst zu lieben auch, dass Du Deine Schwächen liebst und Deine Falten und den Tempel, in dem Deine Seele wohnt. In good and in bad times.

Ich hörte mich an meinem 50. Geburtstag häufig sagen: „Dieser Club ist der beste Club“ wenn mir zum hundertsten Male (oder zum drölfzigtausendsten, wie Jenny sagen würde) – bestimmt sehr lieb gemeint – wieder jemand ein „Willkommen im Club“ zurief. Der Türsteher vor diesem Club ist nur Dein Ego. Entscheide selber, wie sehr Du Dich lieben kannst.

Ich muss mich auch bewusst jeden Tag daran erinnern und daran arbeiten, mich und meinen Körper im Prozess des Älterwerdens liebevoll anzunehmen. Dinge verändern sich. Die Haut wird anders, der Zyklus ist eine Achterbahnfahrt, ich muss noch mehr aufpassen, wer und was mir gut tut, denn ich spüre es irgendwie intensiver, wenn ich nicht auf mich achte. Der Körper gibt deutlichere Signale und ich muss mich erstmal daran gewöhnen.

Ich wünsche uns allen, dass wir uns jeden Tag ein bisschen mehr lieben, uns nicht zu sehr geißeln, sondern auch ab und zu an unser #pleasurechakra denken, wenn alles in uns nach Pizza ruft. Alles im Leben ist Balance und ich bewege mich irgendwie zwischen Selleriesaft und Rotwein.

Ich hoffe, ich habe nicht das Thema verfehlt, aber Happy Aging und Self Love gehören doch irgendwie untrennbar zusammen. In diesem Sinne: Willkommen im Club! Sei Dein bester Türsteher. Fill your cup first, so you can give to the ones you love.

Claudia“

Das war wohl alles andere als das Thema verfehlt. BÄM! Ihr findet Claudia auch auf Facebook und Instagram. Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday und eure Geschichte teilen? Ich bin dringend auf weitere Freiwillige angewiesen, damit das Projekt weiterlaufen kann. Hier findet ihr alle Infos zur Teilnahme.

Und eine Facebook Gruppe zum Projekt gibt’s auch.

Let’s spread some Self Love!