Self Love Sunday #81 – Bianca

Mein Herz hat voll den Purzelbaum geschlagen, als mir vorgestern Biancas Geschichte in die Inbox geflattert ist – und ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich LIEBE dieses Bild! Vorhang auf für Bianca und ihre Geschichte:

“Hi, ich bin Bianca. Mit Herzfood unterstütze ich als Coach Frauen dabei, Frieden mit ihrer Ernährung und ihrem Körper zu schließen. Das Thema “Selbstliebe” füllt also nicht nur mein Privatleben, sondern auch meinen Berufsalltag.

Ich sage immer: In uns schlägt das Herz, welches wir nähren. Manchmal fühlt es sich an, als würden zwei Herzen miteinander kämpfen. Eins voller Selbsthass, das andere will sich einfach nur wohlfühlen und glücklich sein. Ich habe diesen inneren Kampf selbst ausgetragen.

Heute schlägt in mir ein Herz, welches zwar nicht immer von purer Selbstliebe erfüllt, aber unglaublich dankbar für jede Sekunde ist. Dankbar dafür, dass ich am Leben bin, dass mein Körper so unglaublich stark ist. Wenn du mich fragst, was ich an mir liebe: Mein Lachen, meine Power, meine Ausstrahlung, meine Augen, meine Haare, mein großes Herz, meine Beine und ja, auch meine Schwächen. Ich liebe nicht alles an mir und nicht immer, aber ich weiß, dass ich ein wertvoller Mensch bin. Dass wir alle wertvolle Menschen sind.

Das war aber nicht immer so: In der Schulzeit war ich vor allem in den letzten Jahren nicht gerade schlank und sportlich und dachte immer, ich sei deswegen ein schlechterer Mensch. Einige Jahre nach dem Abi hat es auf einmal “Klick” gemacht und ich habe Vollgas gegeben, um das zu verändern. Ich habe jeden Tag 45 Minuten Spinning gemacht, nur noch 1200kcal gegessen und war super diszipliniert – bis ich schlank war. Aber glücklich war ich trotzdem nicht. Eigentlich wollte ich fit aussehen und mich vor allem so fühlen und nicht einfach nur dünn sein.

Dann kamen zwei Dinge in mein Leben, die sehr viel verändert haben: Kraftsport und Achtsamkeit (vor allem auch Meditation). Ich habe bemerkt, dass mein Körper mehr als 1200kcal braucht, um Leistung zu bringen. Dass ich nicht meine Gedanken bin und dass wir nur diesen Moment jetzt gerade sicher haben. Ich habe mich das erste Mal gefühlt, als sei ich unbesiegbar. Als Kraftdreikampf Athletin und Trainerin liebe ich es, an meine Grenzen zu gehen, meine mentale und körperliche Kraft zu stärken, aber ich handle nun nicht mehr aus Selbsthass, sondern weil ich das Beste für mich will und respektiere meinen Körper.

In meine Ernährungs-Coachings kommen Frauen, die meist noch einen viel härteren Weg hinter sich haben, sich mit unzähligen Bullshit Diäten quälen und sich über die Zahl auf der Waage definieren. Ich helfe ihnen, sich davon zu befreien und einen fundierten, nachhaltigen Weg zu gehen, der an der Ursache ansetzt und nicht nur die Symptome bekämpft.

Ich selber befinde mich übrigens auch noch auf meinem Weg. Letztes Jahr hatte ich seit 2004 das erste Mal wieder einen Bikini an – diesen hier! Letztes Jahr war ich das erste Mal in einer öffentlichen Sauna. Habe mich das erste Mal in einer Sammelumkleide nicht versucht zu verstecken. Und inzwischen ist es sogar okay für mich, mich im Internet im Bikini zu zeigen.

Zum Abschluss möchte ich noch ein Zitat teilen, welches auch für die Selbstliebe gilt:

“Bei der Meditation geht es nicht um den Versuch, irgendwo hin zu gelangen. Es geht darum, dass wir uns selbst erlauben, genau dort zu sein, wo wir sind, und genau so zu sein, wie wir sind, und desgleichen der Welt zu erlauben, genau so zu sein, wie sie in diesem Augenblick ist.”

Jon Kabat-Zinn”

BÄM! Was für ein unglaublich kraftvoller Beitrag! Von Herzen Danke an Dich, liebe Bianca für diese geballte Ladung Empowerment!

Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday und eure Geschichte teilen? Ich bin dringend auf weitere Freiwillige angewiesen, damit das Projekt weiterlaufen kann. Hier findet ihr alle Infos zur Teilnahme.

Und eine Facebook Gruppe zum Projekt gibt’s auch.

Let’s spread some Self Love!