EmotionalKörper-Therapie mit Antje Hanke in Berlin

Liebe Leute, wir müssen über Gefühle reden. Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, aber es gibt da was, was mir persönlich ganz schön auf die Ketten geht. Wenn ich mich so im Netz bewege (und ich bewege mich ziemlich viel im Netz), werden mir unentwegt auf so ziemlich allen Kanälen Angebote dargeboten, die mir das ultimative Lebensglück versprechen.

Kauf’ diesen Online Kurs und du wirst für immer glücklich sein. Mach’ diese Meditation und Dir scheint die Sonne aus dem Arsch, und zwar für immer. Wenn Du mein Ebook kaufst, wird alles gut. Nicht selten sind diese “Coaches”, die mir erklären wollen, wie das Leben funktioniert, gerade mal Anfang 20. Und ich will ganz ehrlich sein: Ich habe mit diesen Angeboten ein großes Problem. Denn wir leben in einer dualen Welt. Kein Liebeskummer ohne Liebe, kein Licht ohne Dunkelheit – ihr wisst schon.

Innerhalb dieser Dualität haben wir einige Gefühle als “unsexy” deklariert. Hierzu gehören unter anderem Neid, Gier, Zorn, Hass oder Traurigkeit, wohingegen wir Gefühle wie Liebe oder Glück härtestens feiern. Schaut euch einfach mal in euren Social Media Feeds um! Unterm Strich geht es immer um Glück. Warum wollen Menschen beispielsweise dem gängigen Schönheitsideal entsprechen? Weil sie denken, dass sie dann ein glückliches Leben führen.

In meiner Welt verhält es sich so, dass jede*r von uns all’ diese Gefühle in sich hat. Die von der Gesellschaft als “ungemütlich” deklarierten abzulehnen, macht euch unterm Strich keineswegs entspannter oder glücklicher. Glaubt diesen shiny, happy People auf Instagram kein Wort! Wir alle bekommen vom Leben dann und wann die Fresse poliert. That’s part of the game. Und weil Weglächeln und Positives Denken da meiner Meinung nach keinen Sinn macht, freute ich mich riesig, als mich die Email von Antje Hanke erreichte, in der sie mich zu einer emotionalkörper-therapeutischen Session (auch “EKT”) einlud.

Ich gebe zu, ich musste das erstmal googeln, aber als ich dann las, dass wir es hierbei mit einem Zustand tiefer Entspannung zu tun haben, der es uns erlaubt, mit unserer inneren Quelle und somit auch mit all’ unseren Gefühlen in Kontakt zu treten, war ich angefixt und Antje und ich hatten ein Date.

Am Tag unserer Verabredung mache ich mich auf den Weg zum Werner-Voß-Damm 46, das ist nur 5 Minuten Fußweg vom Südkreuz entfernt. Antje erwartet mich bereits. Was mir im Vorfeld jedoch nicht klar war: Sie ist nicht alleine. Mimi, eines der niedlichsten Kätzchen der Welt, ist ebenfalls bei jeder EKT mit am Start. Dazu aber später mehr. sagt “Hi” zu Mimi:

Zuerst unterhalten Antje und ich uns ein wenig und sie erklärt mir, dass wir es hier mit einer Selbstheilungsmethode zu tun haben, bei der es um das liebevolle Annehmen von
Gefühlen, Problemen und Zuständen geht. Wenn wir annehmen, und nicht wie üblich verdrängen, werden Türen geöffnet und unsere innere Weisheit kommuniziert mit uns. So ist es möglich, ureigene Lösungen, Wege oder Impulse zu finden, ohne danach zu suchen. So kommt blockierte Energie wieder in den Flow und der ganze SPAss wirkt sich positiv auf alle Ebenen der Gesundheit, auf die Kreativität und auch auf die Weiterentwicklung aus. Bäm!

Bei dem Begriff “Persönlichkeitsentwicklung” zucke ich ja immer ein bisschen zusammen (das liegt an den ganzen Coaches in den 20ern, die mir ihr Zeug verkaufen wollen), aber mir gefällt sehr, wie Antje den Begriff nutzt – nämlich im Sinne von Ent-Wicklung.

Ich bin also vollkommen bereit, mich hier und heute zu ent-wickeln, als Antje mich nach einem Thema fragt und ich von einer ganz bestimmten Verletzung auf emotionaler Ebene berichte. Hier lesen mittlerweile ja verdammt viele Menschen mit. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, wenn ich das aus diesem Grund jetzt einfach mal so stehen lasse und nicht weiter ausführe.

Dann geht’s los und Antje bittet mich, mich in der Rückenlage auf dem roten Sofa niederzulassen und mich zuzudecken. Und kaum startet sie mit einer geführten Entspannung, betritt Mimi die Szenerie. Sie springt auf das Sofa und lässt sich auf meinen Beinen nieder. Wir haben es hier mit einem sehr empfindsamen Kätzchen zu tun, das immer dabei sein will, wenn Antje EKT gibt und auch aktiv mitarbeitet. Nur für den Fall, dass ihr Katzen hasst oder allergisch seid. Antje und Mimi gibts nur im Doppelpack.

Aber kommen wir zu meinem heutigen Seelenstriptease. Antje bittet mich, mich innerlich mit etwas zu verbinden, was mir Kraft gibt und fordert mich im Anschluss auf, einen Satz zu wiederholen, in dem ich um höhere Führung und Unterstützung bitte.

Dann fühle ich hin und beobachte, was sich zeigt. Das erste, was ich spüre, sind Kopfschmerzen. Einen  Druck am Hinterkopf. Im Großen und Ganzen wiederholen sich bei allen Empfindungen und Gefühlen, die während so einer EKT nach und nach auftreten, die vier immer gleichen Sätze beziehungsweise Fragen. Am Beispiel der Kopfschmerzen sieht das folgendermaßen aus:

1) Meine Kopfschmerzen, ich fühle euch.

2) Meine Kopfschmerzen, ich danke euch.

3) Meine Kopfschmerzen, ich liebe euch.

4) Meine Kopfschmerzen, was kann ich für euch tun?

Ihr müsst euch diese Fragen nicht merken. Antje spricht sie immer vor und ihr müsst sie dann lediglich wiederholen. Ihr könnt euch also voll und ganz aufs Fühlen konzentrieren.

Es folgt ein Kältegefühl in den Füßen, eine Beklemmung im Herzbereich, ein Ziehen im Herzbereich, eine Verwundung im Herzbereich. Auf die Frage “Mein Herz, was kann ich für Dich tun?” bekomme ich intuitiv die Antwort “Hinatmen” und im Anschluss entspannt mein Herz sich spürbar.

Aber eine Empfindung reiht sich an die nächste. Kaum hat das Herz sich entspannt, verspüre ich einen erhöhten Muskeltonus im ganzen Körper. Exakt wie zum Zeitpunkt der Verletzung. Es fühlt sich an wie ein Schock. Dann folgt Übelkeit. Anschließend entspannt sich alles wieder und ich fühle mich sehr müde.

Die Müdigkeit wird abgelöst von einem schwammigen Körpergefühl und als ich dieses Körpergefühl frage, was ich für es tun kann, kommt die Antwort “Loslassen.” Es folgt ein extrem sonderbares Gefühl – als würde mein ganzer Körper sich ausdehnen und wieder zusammenziehen. Danach stellt sich Frieden ein und Antje verlässt nochmal den Raum, während ich noch eine Weile mit Mimi liegen bleibe und sehr bewusst atme. Was ich an dieser Stelle so knackig zusammenfasse, erstreckt sich locker über 60-90 Minuten.

Ihr merkt schon, EmotionalKörper-Therapie ist eher Deep Shit, aber da ich schon eher zu den mutigen Menschen gehöre und keine Angst vor meinen Gefühlen habe, hat die Session mich einerseits geflashed. Andererseits hat sich im Anschluss aber auch eine tiefe Entspannung eingestellt. Ein Gefühlsmix, mit dem ich mehr als zufrieden bin.

Ob ihr das nun ausprobieren solltet oder nicht, wisst ihr, nachdem ihr den ganzen Text gelesen habt, nun ja sowieso schon von selbst, denn entweder schreit euer Bauch “Jajaja” oder ihr zieht skeptisch eine Augenbraue hoch. Für alle, bei denen ersteres der Fall ist: Ihr könnt Antje über ihre Website kontaktieren. Wenn ihr ganz nach unten scrollt, findet ihr ein Kontaktformular. 60 Minuten belaufen sich auf 60€ und 90 Minuten entsprechend auf 90€. (Stand: Dezember 2018).

Ich finde ja, der Welt wäre geholfen, wenn wir alle unsere Gefühle bejahend fühlen und die vermeintlich “schlechten” Gefühle nicht länger verdrängen würden. Bevor ihr euch das nächste Mal in eine übervolle Yogaklasse quetscht oder ein neues Meditationsfoto für Instagram inszeniert: Geht doch mal zu Antje! Ich gebe zu, EKT wirkt erstmal nicht so hip wie ein fancy Yogastudio in Mitte, aber diese Methode hat es in sich. Trust me!

Und probiert es einfach mal aus!

Jenny

Ich wurde von Antje eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Behandler und Treatments, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.