Self Love Sunday #76 – Anke Suraya

Gleich vorweg: Ich bekomme ab und zu Nacktfotos zugesendet, bei denen jemand mit dem Self Love Sunday Schild lediglich seine/ihre Genitalien bedeckt. Mir ist ganz wichtig, dass die Fotos, die im Rahmen dieses Projektes veröffentlicht werden, nicht sexuell konnotiert sind. (Und das ist bei Nacktfotos leider häufig der Fall.) In der heutigen Geschichte von Anke Suraya passt das Bild ohne Bikini-Oberteil jedoch sehr gut zur Geschichte, da es um das Thema Brustvergrößerung geht. Falls ihr selbst beim Self Love Sunday mitmachen wollt, gilt aber nach wie vor: Bitte schickt mir keine Nacktfotos!

Okay, aber nun Vorhang auf für Anke Suraya und ihre wertvolle Message:

“Hola, ich bin Anke Suraya. Derzeit lebe ich in Spanien, geboren bin ich in Karlsruhe und 31 Jahre jung!

Hier ein Teil meiner Geschichte: Meinen Fokus lege ich auf meine Brüste, denn diese habe ich mir vor ca. vier Jahren operieren lassen. Aus einem Schönheitsideal heraus. Ich hatte immer “sehr kleine” Brüste und verglich mich sehr früh schon mit anderen Mädels in der Schule. Ich glaubte “große Brust” = Frau sein. Ich war zudem der festen Überzeugung, dass meine Proportionen, vor allem mein gut ausgebauter Hintern, meine weiblichen Hüften und, wie ich es früher ausdrückte, “fetten Schenkel” zu meinen kleinen Brüsten absolut nicht passen. Kurz: Ich hasste meinen Körper so wie er war.

Ich wurde sehr lange auch in der Schule gemobbt mit Sprüchen wie “Rollmops” oder “Fett-Arsch”. Lange verdeckte ich meinen Po mit Jacken, verweigerte das Schwimmbad über die Pubertät hinaus, da ich schon immer recht weiblich und groß und nach der Trennung meiner Eltern (im Alter von 6 Jahren) sehr mollig war. Meine innere Leere füllte ich unter anderem mit Essen.

Puh, wenn ich dies schreibe, schmerzt mir mein Herz, denn ich war ständig in einem Selbstzerstörungsprogramm! Ständige Vergleiche, Konkurrenz und weit entfernt von meiner Liebe zu mir selbst!

Teilweise schlief ich mit BH. Sex ohne BH war ein Tabu bis ich wirklich Vertrauen zu meinem Gegenüber fand. Ich war permanent dabei, jegliche Diäten zu machen bis hin zu Schlankheitspillen, Friss die Hälfte, “Healthy” Produkte, Vegane Supplemets, Fasten, tägliches Fitnessstudio u.v.m.

Doch war all’ dies ein Teil meiner Reise zurück zu mir, die mit dem Höhepunkt einer Darmkrebszellbildung begann. Heute bin ich für diese “Krankheit” (ich nenne es Schrei meiner Seele) sehr dankbar, doch ist dies eine andere Geschichte.

Meine Brust-Op hat auch beide Seiten: Sie sehen wunderschön aus, doch habe ich eines abgetrennt – meine Sensitivität, mein natürliches Gefühl beim Berühren meiner Brüste – sie sind fast taub. Zudem fassen Männer meine Brüste jetzt kaum an. Sie sehen einfach nur “geil” aus! Um dieses einfach mal oberflächlich zu bewerten. Das, was ich glaubte zu gewinnen, verlor ich – meine natürliche Weiblichkeit auf der Körperebene! Im Hier und Jetzt meines Bewusstseins würde ich meine Brüste nicht mehr operieren. Doch ist es, wie es ist.

Heute schaue ich mich an und ich übe immer wieder aufs Neue, mich und meinen Körper vollständig zu lieben. Ich liebe meine zärtlichen Hände, meine ausdruckstarken Augen und meine weiche Haut.

Was ich dir mitgeben kann ist: L(i)ebe DICH, denn ALLES ist ein Teil DEINER Reise – zurück zu dir!

LOVE”

Von Herzen Danke an Dich, liebe Anke Suraya für diesen wertvollen Beitrag zum Self Love Sunday. Auf dass Deine Message viele Frauen erreicht, die sich gerade mit der Idee einer Brustvergrößerung beschäftigen!

Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday? Es gibt aktuell leider keine Teilnehmer*innen mehr und ich bin dringend auf Freiwillige angewiesen, damit das Projekt weiterlaufen kann. Hier findet ihr alle Infos zur Teilnahme.

Und eine Facebook Gruppe zum Projekt gibt’s auch noch.

Let’s spread some Self Love!