Self Love Sunday #72 – Matthias

Als ich vor drei Tagen erstmalig bereit war, den Self Love Sunday in Ermangelung an Teilnehmer*innen loszulassen, hatte ich die Rechnung ohne Matthias gemacht. Nur wenige Stunden nach meinem Social Media Shoutout hatte ich seine Geschichte samt Foto in der Inbox und wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, freu‘ ich mich wie blöd, dass dadurch heute eine weitere Folge online geht!

Den Namen und das Gesicht von Matthias könnt ihr euch by the way schon mal merken, denn wie der Zufall es will, passt er auch in die I LOVE SPA Star Schublade und wird hier zeitnah nochmal mit einem eigenen Feature auftauchen. Also: Stay tuned! Aber erstmal Vorhang auf für seine Geschichte zum Self Love Sunday:

„Ich heisse Matthias Schmidt und bin 35 Jahre jung. Seit März 2016 hat mich Berlin fest in ihren Händen. Nach sechs Umzügen innerhalb Berlins habe ich im Prenzlauer Berg meinen neue Heimat gefunden.

Ursprünglich stamme ich aus München, Anfang 2016 habe ich der großen BMW den Rücken gekehrt, um meiner eigentlichen Berufung nachzukommen. Hier in Berlin war ich Seminarleiter bei einer Bildungsinitiative Namens „Mehr als Lernen“ und anschließend bei drei internationalen Start-ups im Bereich Sales tätig. Nebenbei baute ich meine Selbstständigkeit auf, für die ich mich jetzt voll und ganz entschieden habe.

Ich kann mich erinnern, dass in meiner Familie Scham über den eigenen Körper nur selten ein Thema war. Mein Vater und mein Onkel sind selbstbewusst mit ihrem Körpergefühl umgegangen. Bewegung in der Natur war meinen Eltern sehr wichtig. Dadurch spürte ich früh, wie es ist, zum Beispiel seinen Körper einen Berg auf Skiern runter zu manövrieren oder eine mehrtägige Fahrradtour zu erleben. Meiner Mutter merkte ich ihre Unsicherheit am Strand oder im Schwimmbad oft an. Ich bin sehr dankbar, dass ich in einer gesunden körperlichen Umwelt groß geworden bin.

In der Pubertät gab es dann viele Momente, in denen Körper bewertet wurden und auch wenn ich keine bleibenden Schäden erlitt, so denke ich, dass die Chance eines Traumas während dieser Zeit sehr hoch ist. Ich hatte immer eine „normale“ Figur und fiel deswegen nicht sonderlich auf.

Ich führte nie Krieg gegen meinen Körper, aber ich lebte und liebte ihn nie bewusst. Das änderte sich als ich 2012 begann, für einen Triathlon am Tegernsee (Olympische Distanz, Zielzeit 3 Stunden) zu trainieren. Die Entscheidung fiel spontan und intuitiv wußte ich, wo ich die Informationen erhalte, um bewusst und nachhaltig meinen Körper für den Wettkampftag vorzubereiten. In einem Jahr lernte ich meinen Herzschlag, meine Muskeln und meine mentale Kraft erst wahrzunehmen. Diese Erfahrung begleitet mich bis zum heutigen Tag. Auch wenn ich nie wieder einen Triathlon absolviert habe, und auch nicht absolvieren werde, so trage ich die Erfahrung weiter. Ich erkannte meine Schwachstellen, meine Stärken und kann gezielt, mal mehr, mal weniger daran arbeiten.

Ich mag meine Arme (von der Schulter bis zum Unterarm), beide Oberschenkel und meine Hände und mir wäre wichtig, zum Abschluss noch Folgendes zu teilen: Finde einen Zugang zur Sprache Deines Körpers. So einige Erkenntnisse stehen bereit und Dein Körper kann dir jede Menge über Dich erzählen. Erst wenn wir hinhören, können wir eine Einheit zwischen Körper, Geist und Seele bilden.

„Tu Deinem Leib etwas Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Teresa von Ávila“

Von Herzen Danke an Matthias für diesen wertvollen Input. Mehr zu Matthias und seiner Arbeit folgt ganz bald!

Wollt ihr selbst mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang!

Und hier findet ihr die Facebook Gruppe zum Projekt.

Let’s spread some Self Love!