Unkitschige Duftkerzen selber machen mit weihnachtlichem Winterduft

Herzlich Willkommen in der düsteren Zeit des Jahres! Ich muss ja zugeben, dass ich normalerweise alles daran setze, den November in wärmeren Gefilden zu verbringen, weil ich seinem morbiden Charme nicht besonders viel abgewinnen kann. Aber 2018 ist irgendwie alles anders. Ich befinde mich in Deutschland, weil mein jährlicher Abgang sich um 3 Monate nach hinten verschiebt, also habe ich beschlossen, dem November mit offenem Herzen zu begegnen.

Ganz konkret sieht das so aus, dass ich selbst gemachte Duftkerzen abbrenne, dabei selbst gemachten Chai schlürfe und (nicht selbst gemachten) Lebkuchen verspeise. Und weil ich finde, dass dieser Plan bisher ganz gut aufgeht, möchte ich euch heute in einer Step by Step Anleitung erklären, wie ihr Duftkerzen selber machen könnt.

Ich hab‘ dazu die beiden Düfte Wintermärchen und Winterzeit benutzt und solltet ihr das genau so nachbasteln, könnt ihr gleich noch ein paar Kerzen mehr herstellen, denn sie eignen sich auch super als DIY Weihnachtsgeschenk!

Aber Laber Rhabarber – kommen wir zu den Zutaten, die ihr dafür benötigt: Neben Gläsern, in die ihr die Kerzen reingießen könnt, braucht ihr Öko-Sojawachs, ordentliches Aromaöl, Kerzendochte und Kerzenfarbe. Darüber hinaus solltet ihr außerdem Zahnstocher, ein Teelicht und Tesa oder Masking Tape bereit halten.

Das Öko-Sojawachs hab‘ ich bei Amazon* gekauft. Ganz eventuell hab‘ ich mich da mengenmäßig ein klitzekleines bisschen verschätzt, aber was soll’s. Ich werde ab sofort einfach in jeder freien Minute Duftkerzen herstellen, denn wir haben es hierbei mit einer äußerst meditativen Angelegenheit zu tun. In Kombination mit Glühwein vielleicht sogar noch ein bisschen meditativer.

Meine Kerzendochte kommen von Etsy, sind aber aktuell nicht mehr im Shop der Verkäuferin gelistet. Daher hier* eine alternative Bezugsquelle. Die Kerzenfarbe hab‘ ich bei „Selbstjemacht“, dem Bastelladen meines Vertrauens erstanden. Ich will ja auf der einen Seite den Einzelhandel vor Ort supporten, aber auf der anderen Seite war die Farbauswahl dort auch ziemlich bescheiden. Daher werde ich beim nächsten Mal vermutlich auf diese Stifte hier* setzen, denn ihr könnt auch genauso gut Wachsmalstifte zum Färben nutzen, die keine fiesen Inhaltsstoffe enthalten. Check!

Bevor es losgeht, entzündet ihr euer Teelicht und lasst es ein paar Minuten brennen, damit das Wachs sich verflüssigt. Dann dippt ihr das Ende eures Dochts in das Teelichtwachs und fixiert ihn so mittig wie möglich am Boden eures Duftkerzenglases. Das obere Ende des Dochts wird dann über einen Zahnstocher ebenfalls so mittig wie möglich fixiert. Da wir die Kerzen im Folgenden immer mal wieder kippen, um das Muster hinzubekommen, ist diese Fixierung unabdingbar:

Und dann geht’s los! Ich habe für die „be happy“ Kerze den Duft Wintermärchen genutzt, eine warme Mixtur aus Orange, Zimt und Mandarine. Der ultimative „Schnapp‘ Dir eine Decke und kuschel‘ Dich ein“-Duft. Wie ihr ja wisst, gehöre ich nicht dem Fanclub der Vanille an und gerade in Winterdüften versteckt sich fast immer Vanille. Umso happier bin ich, dass ich zwei Düfte ausfindig gemacht habe, die ohne Vanille daherkommen und perfekt zum Winter und zu Weihnachten passen.

Ich habe das Sojawachs im Wasserbad verflüssigt und dazu ein Glas benutzt. Entgegen aller Behauptungen, die ich im Vorfeld las, habe ich das Glas auch problemlos immer wieder sauber bekommen. Zuerst gebt ihr eine ordentliche Menge Sojawachsflocken in euer Glas. Wenn das Sojawachs sich verflüssigt, schrumpft es mengentechnisch ordentlich zusammen, aber dafür haben wir ja einen 2 Kilo Sack bestellt, nicht wahr? Die Wachsfarbe ist ziemlich fest. Passt daher unbedingt auf eure Finger auf, wenn ihr sie schneidet! Mit den 3 Farben, die ihr oben auf dem Foto seht, habe ich 5 Kerzen hergestellt. Gebt also ein wenig eurer Wunschfarbe zu euren Sojawachsflocken und erwärmt den Mix so lange bis er sich ordentlich verflüssigt hat. Dann kommt das Aromaöl dazu.

Da das Wachs ziemlich schnell wieder fest wird, solltet ihr bereits im Vorfeld das Glas so positionieren, dass es geneigt stabil stehen bleibt. Und dann gießt ihr einfach eure erste Farbe rein.

Weiter geht’s mit der zweiten Farbe. Also: Sojaflocken und ein bisschen Rot im Wasserbad verflüssigen, Aromaöl dazu, das Kerzenglas in die andere Richtung neigen und die Farbe ins Glas füllen. Natürlich muss das alles immer erst fest werden, bevor ihr die Neigung des Glases verändert, aber da das Verflüssigen so seine Zeit in Anspruch nimmt, sollte das passen. Nach zwei Runden sieht das Glas dann so aus:

Last but not least wird dann nur noch die dritte Wachsladung im aufrechten Stand eingegossen. Bei der „be love“ Kerze hab‘ ich den Duft Winterzeit genommen. Hier sind unter anderem Kakao, Muskat und Tonka mit am Start. Ein Träumchen! Hier hab‘ ich auch die Reihenfolge der Farben verändert, aber schaut einfach selbst:

Und die fertige „be happy“ Kerze sieht so aus:

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich bin ziemlich verknallt in meine eigenen Kerzen. Durch das Sojawachs brennen sie eeewig und die beiden Düfte versöhnen mich definitiv mit dem deutschen November. Macht das also gerne einfach mal nach!

Duftkerzen selber machen

Und wenn ihr jetzt sagt: „Sieht ja ganz nett aus, aber nachbasteln is‘ nich“, möchte ich euch an dieser Stelle den Yogimobil Adventskalender empfehlen. Es ist zwar noch top secret, was ihr da alles so gewinnen könnt, aber ganz vielleicht sind ja zwei Duftkerzen von mir mit dabei.

Viel SPAss beim Kerzengießen, Einkuscheln, Tee trinken und Verschenken!

Jenny

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine bezahlte Zusammenarbeit. Ich freue mich, wenn ein cooles Unternehmen den Wert meiner Arbeit erkennt und mich dafür bezahlt. Nur so ist es mir möglich, I LOVE SPA in diesem Umfang zu bespielen und euch alle Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ganz unabhängig davon gilt wie immer: Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf. *Bei den Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Falls ihr etwas über so einen Link kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn.