LIVINYOU Buchtipp – Spas im Wandel der Zeit & die Behandler(-innen) der Zukunft

Erinnert ihr euch an das Interview mit Sandra über LIVINYOU und Spas im Wandel? Falls ihr das Interview noch nicht gelesen habt, klickt euch gerne nochmal rüber, denn heute möchte ich euch von zwei LIVINYOU Büchern berichten und thematisch an das Interview anknüpfen!

Die beiden Bücher gehören zur LIVINTALK Kategorie des LIVINYOU Universums und hören auf den Namen „Spas im Wandel der Zeit“ und „Reise in Dein Herz“.

Spas im Wandel der Zeit* bekommt ihr auch bei Amazon. Es ist vergleichsweise „handfest“ und sollte als innovativer Lichtblick von allen Behandler(-innen), Spa Manager(-innen) und Hoteliers gelesen werden. „Reise in Dein Herz“ hingegen könnte viele Menschen verstören, die mit Spiritualität nicht wirklich viel anfangen können, den Unterschied zwischen Anfassen und Berühren nicht verstehen, sich ausschließlich auf Zahlen berufen und noch nie im Akkord Menschen behandeln mussten. Ich werde heute beide Bücher rezensieren, weil ich selbst fürSpiritualität im Spa Kontext offen bin.

Spas im Wandel der Zeit

Mit „Spas im Wandel der Zeit“ spricht Sandra mir aus der Seele. Und da wären wir dann auch schon beim Thema. Denn die zentrale Frage, um die es hier geht, ist: Was ist unsere Seele überhaupt, was nährt sie und wie kommen wir wieder mit ihr in Kontakt? Spa Bereiche könnten zukünftig genau dafür das Setting bieten. Im Spa der Zukunft geht es um Rückzug. Um einen Ort der Stille. Es geht nicht darum, ein Treatment zu buchen und danach ein paar Saunagänge zu machen. Es geht darum, wieder vom Tun in’s Sein zu kommen. Sich selbst auszuhalten.

Der Großteil von uns ist nach wie vor davon überzeugt, dass wir hart arbeiten müssen, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Viele arbeiten bis zum Umfallen, kaufen Dinge, die sie nicht brauchen und sind unter’m Strich dennoch nicht glücklich. Sandra sagt: „Wohlstand und Fülle des eigenen Seins hat nichts mit harter Arbeit zu tun.“ Und wo sie recht hat, hat sie recht.

Im Spa der Zukunft spielen die Behandler(-innen) eine zentrale Rolle, denn sie begegnen den Gästen nachhaltig. Einölungen und Knetungen im Akkord werden den Gästen in der Zukunft nicht mehr ausreichen. Wer in den Rückzug geht, sucht auch nach einem Sinn. Will wieder mit sich selbst in Kontakt kommen. Sich selbst wieder fühlen.

Im Broschüren-Geschwurbel der Gegenwart reden ja sogar alle von der Seele. Slogans wie „Lassen Sie die Seele baumeln“ finden sich in jedem zweiten Spa Menü. Aber in welchem Spa beschäftigt man sich wirklich mit der Seele?

Sandra schreibt, dass Behandler(-innen) eine hohe Sensibilität für den menschlichen Energiekörper aufweisen. Dass so ein Körper nicht nur aus Knochen, Muskeln und Organen besteht – darüber müssen wir an dieser Stelle ja eigentlich nicht mehr wirklich diskutieren, oder? Behandler(-innen) im Spa arbeiten direkt im Energiefeld der Gäste. Sobald ein(e) Behandler(-in) die Hände auf den Körper des Gastes auflegt, tritt er oder sie in dessen Energiefeld und somit in dessen System ein. Mit diesen Energien gilt es achtsam umzugehen, denn, so Sandra: „Dort sind Information des Körpers und der Seele gespeichert“. Durch die Berührung zwischen Behandler(-in) und Gast und die Arbeit im Energiefeld werden Informationen hin- und hergeschoben, Emotionen ausgelöst

Im Spa der Zukunft liegt der Fokus also nicht auf dem luxuriösen Fußboden oder der Kaviar Gesichtscreme, sondern auf Rückzug und nachhaltiger Begegnung. Und die beginnt bereits am Telefon oder beim Betreten der Spa Rezeption. Das Spa Personal der Zukunft schenkt dem Gast für die gebuchte Zeit seine volle Aufmerksamkeit und behandelt ihn mit Respekt und Achtsamkeit. Dazu gehören auch Treatment Standards. Sandra geht sogar soweit und sagt, dass die Behandler(-innen) der Zukunft auch Coaches sind. Und dass die Branche nicht umhin kommen wird, sich dem Thema „Spiritualität“ zu öffnen. Das sehe ich im Übrigen ganz genauso. Denn Spiritualität ist kein Hokuspokus, sondern die Basis für echte Begegnung.

In „Spas im Wandel der Zeit“ wird auch der perfekte Treatmentraum der Zukunft beschrieben. Wie er im Idealfall aussieht und wie der Gast ihn einnimmt. Meine Gedanken beim Lesen (auch wenn ich Sandra in allen Punkten zustimme): Wenn ein Behandler ein Coach sein soll, muss man für so ein Treatment sehr viel mehr Zeit einplanen.

Denn es geht nicht nur um den physischen Körper, der 60 oder 90 Minuten lang eingeölt wird. Es geht um einen Menschen, seine Thematik und die Gefühle, die er mitbringt. Nachhaltige Berührung findet nicht auf der physischen Ebene statt. Behandler(-innen) der Zukunft müssen fit sein, was Chakren, Organe, Meridiane, das Energiefeld und die Aura betrifft. Sie müssen in der Lage sein, den Gast ganzheitlich zu sehen. Das kann alles geschult und trainiert werden und ist kein Hokuspokus.

Sandra bietet entsprechende Coachings an und ihr könnt sie auch für Mitarbeiter Trainings und Schulungen buchen!

In einem Punkt muss ich dem Buch leider widersprechen, denn es heisst, dass Ausbildungen in Deutschland fundiert sind und eine gewisse Länge sowie einen ganz bestimmten Lehrplan voraussetzen. Leider haben wir hierzulande zum Großteil mit Quereinsteigern Body Workern zu tun, die es über einen Wochenendkurs nicht hinaus geschafft haben. Es ist also keineswegs der Fall, dass alle Behandler(-innen) in Deutschland über ein fundiertes Wissen verfügen. Viele Behandler(-innen) haben keinerlei Anatomie Kenntnisse. Aber das ist ein trauriges Thema, dem ich schon genug Artikel gewidmet habe. Fokussieren wir uns wieder auf das Spa der Zukunft und reden über die Arbeitsbedingungen!

Hier hat mich Sandras Ansatz an Philip Siefer, einen der Gründer von „Einhorn Kondome“ erinnert (Folge 49). Im Spa der Zukunft gehören tiefe Hierarchien nämlich der Vergangenheit an. Die Behandler(-innen) der Zukunft arbeiten keine 40-50 Stunden mehr und dürfen frei entscheiden, wann sie arbeiten wollen und wann nicht. (Sandra betreibt ja selbst ein Spa und handhabt das bereits sehr erfolgreich so.) Also: Behandler(-innen) der Zukunft arbeiten selbstbestimmt. Check!

Aber kommen wir zu meinem persönlichen Erleuchtungsmoment beim Lesen. Ich wünschte, das hätte mir jemand genau so mitgeteilt, bevor ich vor 16 Jahren angefangen habe, beruflich Menschen anzufassen. Es geht ganz konkret darum, dass viele Behandler(-innen) äußern, dass sie nach der Arbeit energetisch erschöpft sind – und ja, auch ich kannte dieses Gefühl sehr gut und hab‘ diese Erschöpfung über klare Ansagen in Bezug auf mein Arbeitspensum reguliert. (Sowas geht natürlich nur als Freiberufler.) Aber jetzt haltet euch fest: Sandra sagt, dass man lernen kann, diese Erschöpfung zu verhindern!

Ganz konkret verhält es sich so, dass der/die Behandler(-in) eine Hilfestellung für den Kunden darstellt. Die Energien, die durch die Behandlung gelöst werden und dem Gast nicht länger dienen, werden durch den/die Behandler(-in) ausgeleitet. Sie fließen durch die Hände und den Körper und werden über die Füße in die Erde abgeleitet. Soweit war mir das immer klar und aus diesem Grund habe ich auch oft barfuß gearbeitet. Aber jetzt Achtung, meine Erleuchtung: Gleichzeitig empfängt der Therapeut von oben universelle Energie (reine weiße Energie), die unterstützend wirkt. BÄM!

Warum erklärt man Behandler(-innen) nicht, dass sie sowohl nach oben, als auch nach unten energetisch angebunden sein sollten? Warum gehört sowas nicht zu den Grundlagen jeder Ausbildung? Ich für meinen Teil hatte in meiner Physio Ausbildung nur gelernt, immer den Kontakt mit den Fußsohlen auf der Erde zu halten, um das, was ich aufnehme, gut ableiten zu können und ich schnappte einmal in einem Nebensatz auf, dass es wohl ganz clever ist, sich im Anschluss an eine Behandlung mit kaltem Wasser die Hände zu waschen, weil das energetisch wohl auch besser ableitet als warmes Wasser.

Und nun sitz‘ ich hier und frage mich ernsthaft: Warum hat mir nie jemand was von der Anbindung nach oben erzählt? Warum dachte ich immer, ich muss das alles aus mir selbst schöpfen (was ja zwangsläufig zur „Er-Schöpfung“ führt) und warum habe ich diese Anbindung nach oben (die ich ja vom Meditieren, Yoga usw. kannte) nie von mir aus in Behandlungen genutzt und eingesetzt? Sandra sagt: Behandler(-innen) müssen angebunden sein (und zwar nach unten UND nach oben) bevor sie sich auf der feinstofflichen Ebene mit dem Gast verbinden. Wer aus der Anbindung heraus berührt, der berührt nachhaltig und kämpft am Ende nicht mit der Erschöpfung. Das lassen alle Behandler(-innen) da draußen jetzt vielleicht mal sacken.

Im folgenden geht Sandra dann nochmal darauf ein, dass Behandler(-innen) sehr sensibel und hochschwingend sind und dass sie aus diesem Grund ausreichend Rückzug und Ruhephasen benötigen. Sie erklärt ganz konkret, wie das sich auch für Hoteliers und bei Saisonverträgen umsetzen lässt. Die Unternehmen sind angehalten, die Bedürfnisse der Behandler(-innen) zu decken und ihnen mit Achtung und Respekt zu begegnen. Das liest sich sehr paradiesisch, denn ich habe ausnahmslos immer das Gegenteil erlebt, aber ich will daran glauben, dass es genau so kommen wird, denn alles andere macht keinen Sinn und führt langfristig ja nirgendwo hin.

2 Reise in Dein Herz

Kommen wir zum zweiten Buch, dessen Rezension auch etwas knackiger ausfallen wird, weil es nicht direkt mit Spas zu tun hat. Sandra ist nämlich nicht nur Founder & CEO von LIVINYOU, sondern auch ein Medium. Das heisst, sie steht in Kontakt mit der geistigen Welt.

„Reise in Dein Herz“ lohnt sich für all‘ diejenigen unter euch, die für das Thema Reinkarnation offen sind. Das Buch zu lesen fühlt sich an, wie 3 große Schritte zurückzutreten von unserem irdischen Zirkus auf diesem Planeten und etwa 50 Seiten lang mal einen Blick auf das große Ganze zu werfen.

Es geht um das innere Kind, um unsere Seele, um den Seelenplan und darum, was passiert, wenn der Reinkarnationszyklus irgendwann abgeschlossen ist. Dass wir unser Licht und unsere Schöpferkraft wieder entdecken sollen und dass es ganz smart wäre, wenn wir uns wieder energetisch an die Erde und den Kosmos anbinden.

Ich gebe ganz offen und ehrlich zu, dass auch mein Verstand an der ein oder anderen Stelle beim Lesen ein wenig rebelliert hat, aber ich musste auch schmunzeln, dass gerade jetzt so ein Buch in mein Leben flattert, nachdem ich mich endlich zu einer Podcastfolge über Reinkarnation durchgerungen habe. (Kommt noch diesen Herbst!)

Okay, das ist der längste Artikel, den ich je veröffentlicht habe, daher fasse ich jetzt nochmal ganz knackig zusammen: Es geht darum, uns vom Ego loszulösen, unsere Glaubenssätze aufzulösen und unsere Herzensenergie zu leben.

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich finde, das klingt nach einem ziemlich smarten Plan.

Jenny

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine bezahlte Zusammenarbeit. Ich freue mich, wenn ein cooles Unternehmen den Wert meiner Arbeit erkennt und mich dafür bezahlt. Nur so ist es mir möglich, I LOVE SPA in diesem Umfang zu bespielen und euch alle Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ganz unabhängig davon gilt wie immer: Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf. *Bei dem Amazon Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Falls das Buch über diesen Link kauft, ist es für euch nicht teurer – Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn.