Vegane Tattoo Pflege selber machen

Tattoo Creme selber machenIhr Lieben, ich freu‘ mich, dass meine Review über den Konjac Tattoo Sponge so gut bei euch ankam. Damit hatte ich, ehrlich gesagt, gar nicht gerechnet, aber Tattoos und Tattoopflege sind wohl doch sehr viel weniger „Randgruppenthema“ als ich dachte.

Da passt es umso besser, dass ich heute ein äußerst simples Rezept mit euch teilen möchte, über das sich all‘ diejenigen freuen dürften, die sich schon immer gefragt haben, wie man Tattoo Creme selber machen kann.

Es handelt sich hierbei (wie ihr ja bereits auf dem Titelbild seht) um feste Sternchen, aber wenn ihr sie in diesem Jahrhundertsommer nicht im Kühlschrank aufbewahrt, werden sie ganz automatisch zur Creme. Check!

Mein letztes Tattoo war nicht geplant und entstand ziemlich spontan. Besonders klug ist es sicherlich nicht, sich mitten im Hochsommer tätowieren zu lassen – aber hätte hätte Fahrradkette. Jetzt ist es nunmal da und im Juli und August ist die richtige Pflege meines Erachtens noch viel wichtiger als im Herbst oder im Winter.

Ich habe also akribisch darauf geachtet, es nicht der Sonne auszusetzen und sehr konsequent mehrfach täglich TattooMed aufgetragen bis der Schorf runter war. Über die Inhaltsstoffe „professioneller“ Tattoo Pflege lässt sich sicherlich streiten, aber mir persönlich ist der medizinische Aspekt während der Heilungsphase einfach wichtiger als dass es sich hierbei um Naturkosmetik handelt.

Wie ich ja bereits in dem Artikel über den Tattoo Sponge erwähnte, wechsle ich im Anschluss allerdings zu selbstgemachter Tattoo Pflege und das folgende Bild mit den Zutaten zeigt bereits auf, wie simpel mein Rezept in dieser Sache ist. Ihr braucht nämlich lediglich Kokosöl, Kakaobutter und eine Eiswürfelform.

Tattoo Creme selber machen Naturkosmetik

Ich bin normalerweise ja ein großer Fan von Aromaölen, aber ich finde, dass sie in diesem Produkt nichts zu suchen haben. Hier ist mir wichtig, dass das fertige Produkt so pur, so pflegend und so reizarm wie möglich daherkommt.

Ich habe das Kokosöl und die Kakaobutter im Biomarkt gekauft und im Verhältnis 1:1 reingegeben. Das könnt ihr natürlich individuell anpassen – je nachdem, ob die fertigen Sternchen fester sein sollen oder ob ihr am Ende eine geschmeidige Creme in einem Tiegel haben wollt. Ganz allgemein gilt: Je höher der Kokosöl-Anteil, umso weicher und je höher der Kakaobutter-Anteil, umso fester.

Um meine Sternchenform einmalig bis zum Rand zu befüllen, habe ich 55g Kokosöl und 24 Drops Kakaobutter (was ebenfalls 55g entspricht) abgemessen:

Naturkosmetik Tattoo Creme selber machen

Dann stellt ihr den Mix in die Sonne, auf die Heizung oder verflüssigt ihn im warmen Wasserbad:

Tattoo Creme selber machen mit Kokosöl

Einmal ordentlich umrühren und dann könnt ihr die Form auch schon damit befüllen:

Tattoo Creme selber machen aus natürlichen Zutaten

Ab in den Kühlschrank damit und wenige Stunden später sind eure Sternchen dann auch schon einsatzbereit.

DIY Tattoo Creme selber machen

Ich hab‘ sie in ein Glas gefüllt und bewahre sie im Kühlschrank auf. Im Herbst oder Winter könnte ich das Glas aber auch einfach in’s Bad stellen.

Tattoo Creme selber machen DIY

Die Anwendung erklärt sich ja im Prinzip von selbst. Einfach nach dem Duschen ein Sternchen schnappen, einmal über das tätowierte Areal gleiten und fertig.

Vegane Tattoo Creme selber machen

Kokosöl wirkt antibakteriell und bietet somit Schutz vor Keimen, Bakterien und Pilzen. Neben seiner feuchtigkeitsspendenen Funktion reguliert es außerdem aktiv den Säure Basen Haushalt der Haut und kann so den Heilungsprozess beschleunigen. Kakaobutter schmilzt zackig auf der Haut, wirkt sehr nährend, spendet Feuchtigkeit und hält eure frisch tätowierte Haut somit schön elastisch und geschmeidig. Die Sternchen pflegen, ohne durch irgendwelche Duft- oder Zusatzstoffe zu irritieren.

Falls ihr mit sehr empfindlicher Haut unterwegs seid und auf konventionelle Cremes oder Lotions eher ungut reagiert, könnt ihr die Sternchen natürlich auch als „ganz normale“ Körperpflege nutzen und darüber hinaus eignen sie sich auch ganz wunderbar als Massagepralinen.

Ganz egal also, ob ihr frisch tätowiert seid oder nicht:

Macht das gerne mal nach!

Jenny