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Self Love Sunday #58 – Deborah

05/08/2018

Self Love Sunday DeborahHeute gibt es erstmalig zwei Menschen auf einem Self Love Sunday Foto und obwohl es eigentlich nicht den Regeln des Projekts entspricht, dass ein Kindergesicht erkennbar ist, hat Deborah mich davon überzeugt, dass dieses kleine Wesen eine sehr wesentliche Rolle in der heutigen Geschichte spielt und somit auch auf’s Foto gehört:

„Mein Name ist Deborah. Ich bin 28 und Mutter von zwei kleinen Kindern. Eins davon ist an Krebs erkrankt. Dies ist eine Zeit, in der ich unwahrscheinlich viel neu lernen und alte Denkmuster überdenken darf.

Seit ich mich erinnern kann, ist die Definition von Schönheit dem Erscheinungsbild des eigenen Körpers gleichgesetzt. Schön sein und gleichzeitig äußerlich nicht perfekt zu sein war eine lange Zeit für mich undenkbar. Vor allem in der Jugend hat sich dieses Denkmuster bei mir manifestiert, als ich eine Zeit lang den äußeren Anforderungen eines perfekten Körpers relativ nahe war und die Reaktionen meines Umfeldes entsprechend anerkennend und honorierend.

Tatsächlich war dies aber eine Zeit der großen Einsamkeit und Leere, die sich in meiner Erscheinung spiegelte. Als ich wenige Jahre später an einer Schilddrüsenerkrankung litt und mein Gewicht sich somit verselbstständigte, waren die Reaktionen meines Umfeldes ähnlich – nur in genau entgegengesetzter Wirkung.

Die Jahre vergingen und die Annahme meiner Selbst in den unterschiedlichsten Situationen blieb weiterhin eine Mammutaufgabe. Ich wurde Mutter und honorierte nicht das Meisterwerk meines Körpers, sondern versuchte, schnellstmöglich meinen Körper zurück in die vorgegebene Schablone zu pressen. Mein Körper litt weiter unter Missachtung und den ständigen Vorwürfen, trotz Höchstleistungen nicht zu genügen. Mit der Geburt meiner Tochter fragte ich mich immer häufiger: Welches Selbstbild möchte ich meiner Tochter vorleben?  Welche Ideale vermittele ich ihr dadurch? Denn sie orientiert sich an meinem Verhalten und richtet ihr Leben und ihr Selbstbild danach aus.

Es gab schon viele kleinere Wendepunkte in meinem Leben. Aber der einschneidendste Wendepunkt kam mit der Krebserkrankung meiner einjährigen Tochter. Zu erkennen, dass die Gesundheit das höchste Gut und das schützenswerteste ist, was wir in unserem Leben haben, hat mir keine andere Situation deutlicher vor Augen geführt. Dass Gesundheit nichts mit den durch die Textilindustrie vorgegebenen  Bodymaßen zu tun hat. Und dass Schönheit kein Zustand des Körpers, sondern ein Zustand des Geistes ist.

Natürlich lege ich jetzt umso mehr großen Wert auf Gesundheit und ernähre mich entsprechend, aber dabei liegt der Fokus eben nicht mehr darauf, so viel wie möglich abzunehmen, sondern darauf, meine Gesundheit zu erhalten. Die Annahme des Status Quo, das ist meine Devise, das was ich von meiner Tochter lernen durfte, die Annahme dessen was ist. Und sich davon nicht blockieren zu lassen. In dieser Haltung möchte ich meinem Körper begegnen und jeden Tag (vor)leben, ohne mich blockieren zu lassen von dem vermeintlichen Ideal, das ich nicht erfülle.

Ich liebe meine klaren, blauen Augen, die oft aus einem unkonventionellen Winkel auf das Leben blicken. Ich liebe meine Weiblichkeit, meine Kurven, die von Weichheit und Güte sprechen. Und mein Achselhaar trage ich ohne Scham.

Für mich geht es um ein Leben, das in die Tiefe geht und dazu gehört auch, nicht mehr nur noch meine körperliche Oberfläche zu betrachten, sondern meine weibliche Urkraft freizusetzen, denn in ihr ist unendliche Schönheit verborgen. Auf dem Foto bin ich mit meiner Tochter abgebildet- sie ist der Inbegriff von Self Love.“

Schönheit ist kein Zustand des Körpers, sondern des Geistes. Was für ein unglaublich starkes und kraftvolles Statement! Von Herzen Danke an Dich, liebe Deborah für’s Wach- und Durchrütteln. Und alles Gute für Deine Kleine! Den Blog von Deborah und ihrer Familie findet ihr hier.

Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang!

Und hier findet ihr die Facebook Gruppe zum Projekt.

Let’s spread some Self Love!

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