Was kann ich als Brand, Day Spa oder Wellnesshotel von einer Zusammenarbeit mit I LOVE SPA erwarten?

Nachdem ich ja vor wenigen Tagen zum 6. Geburtstag von I LOVE SPA alle relevanten Zahlen und Fakten auf den Tisch gepackt habe, möchte ich mich heute mal eines Themas annehmen, das sehr häufig für Missverständnisse sorgt, denn auch im Jahr 2018 scheint es oft noch unklar zu sein, was man von einer Online Veröffentlichung erwarten kann, darf oder sollte.

Vorweg ist es jedoch unabdingbar, grundlegend zu unterscheiden zwischen einer Promotion durch einen Influencer auf einem Social Media Kanal (in der Regel sind das Instagram und/oder YouTube), einer Veröffentlichung auf einem Blog oder in Online Magazin und einem Mix aus beidem.

Denn: Online ist nicht gleich online. Inhalte, die online publiziert werden, haben eine unterschiedlich lange Halbwertszeit. Die eines Tweets beträgt 18 Minuten, die eines Facebook Posts 5 Stunden, die eines Instagram Posts 21 Stunden, die eines YouTube Videos 20 Tage, die eines Pinterest Pins 4 Monate und die eines Blogposts 2 Jahre (Quelle: Wirtschaftswoche Blog Mai 2017).

Dass Online Marketing in Zeiten der Digitalisierung eine smarte Idee ist, sollte sich mittlerweile ja rumgesprochen haben. Die Inhalte landen nicht im Altpapier, sind dauerhaft und kostenfrei für die Allgemeinheit abruf- und im Idealfall auch auffindbar. Im heutigen Artikel möchte ich mich schwerpunktmäßig auf I LOVE SPA beziehen und versuchen, den Mehrwert einer Zusammenarbeit so herauszuarbeiten, dass am Ende keine Fragen mehr offen sind.

In meinem persönlichen Fall würde ich den Content in 3 Schubladen einsortieren. Neben Evergreen Content (ein Beispiel hierfür ist die Treatmenterklärung der Schwedischen Massage) gibt es auch saisonalen Content (Saunatipps werden im Herbst und Winter zum Beispiel stärker geklickt) und Inhalte, die dazu neigen, nach der Veröffentlichung unterzugehen. Ein Beispiel für letzteres wäre sowas hier, denn niemand googelt nach „Deko Fails im Spa“.

Um massive Streuverluste zu vermeiden, macht es immer Sinn, bei der Auswahl des Bloggers, Influencers oder Online Magazins vorab einen Zielgruppenabgleich vorzunehmen. Und dann gilt: Eine langfristige Zusammenarbeit ist immer fruchtbarer als eine einmalige Geschichte, denn Facebook, Instagram & Co. drosseln die Reichweite, was das Zeug hält und die Leser sind träge und rufen nicht 4 mal die Woche direkt die URL auf.

Bei 3 hintereinander weg veröffentlichten Sponsored Posts im Abstand von wenigen Wochen erwischt man sehr viel mehr relevante Zielgruppe als mit nur einem einzigen. Aktuell erreicht ein Facebook Post der I LOVE SPA Fanpage durchschnittlich etwa 1.5K von den 8.5K Followern, die die Fanpage geliked haben. Kennzeichne ich den Post als „Branded Content“ (was ich tun muss, wenn es sich um eine bezahlte Zusammenarbeit handelt), drosselt Facebook weiter runter und ich erreiche noch +/- 1K Menschen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Brand, das Spa oder das Wellnesshotel die Inhalte auch mit dem eigenen Account selbst nochmal teilt. Je mehr Likes, Kommentare und Shares es gibt, desto mehr Menschen erreicht der Post. Eigentlich logisch, aber dennoch bleibt dieses Teilen seitens des Auftraggebers in gut 80% der Fälle aus.

Bis ein veröffentlichter Artikel auf I LOVE SPA viele Menschen erreicht hat, vergeht unter Umständen ein bisschen Zeit. Ich habe ja in dem Artikel mit den Zahlen und Fakten bereits erwähnt, dass 45% über Google und etwa 30% über Pinterest hier landen. In beiden Fällen handelt es sich um Suchmaschinen und bis alle Pinterest Collagen online sind und Google checkt, dass ich über Produkt X oder Wellnesshotel Y geschrieben habe, vergeht einfach Zeit.

Ich drösele das an dieser Stelle so detailliert auf, damit klar wird, warum es keinen Sinn macht, mir 24 Stunden nach Veröffentlichung vorzuwerfen, dass das entsprechende Produkt im Online Shop noch nicht ausverkauft ist oder dass noch keine Buchungen in besagtem Wellnesshotel eingegangen sind.

Ich selbst bin vermutlich das Paradebeispiel meiner eigenen Zielgruppe, daher möchte ich an dieser Stelle einfach mal erklären, wie ich funktioniere: Wenn ich auf Pinterest ein besonders geiles Hotel, einen großartigen Strand oder eine Sehenswürdigkeit entdecke, die mich interessiert, pinne ich es auf ein geheimes Board. Wenn ich auf Instagram ein Produkt sehe, das ich interessant finde, speichere ich das Bild ab. Beides führt nicht zum direkten Kauf beziehungsweise zur direkten Buchung.

Wenn ich auf meiner nächsten Thailand Reise ein Hotel nachbuche, das ich auf Pinterest gespeichert habe, lässt sich dieser Kauf nicht der Person zuordnen, die den Pin erstellt hat und wenn irgendwann das Body Scrub in meiner Dusche leer ist und ich das Scrub nachkaufe, das ich auf Instagram abgespeichert habe, checkt die Brand oder der Shop ebenfalls nicht, wie dieser Kauf zustande kam und wie ich als Käuferin auf das Produkt aufmerksam wurde. Fakt ist aber: Wäre es nicht online gewesen, hätte ich es nie gesehen, nie abgespeichert und auch nie gebucht oder gekauft.

Gerade in Spas oder bei Behandlern sagen die Leute bei der Buchung in der Regel auch nicht sowas wie „Ich hab‘ euch übrigens über I LOVE SPA gefunden, super Seite“, sondern buchen einfach. Im ganz konkreten Fall von I LOVE SPA halte ich den Umsatz, der aus meinen Veröffentlichungen resultiert, für nicht wirklicht messbar.

Wenn Bibi auf YouTube ein Einhorn Duschgel launched, kaufen die jungen Mädchen, die ihr folgen, dieses Duschgel nach, weil sie Fans von Bibi sind. I LOVE SPA funktioniert anders. Die Leserinnen und Leser googeln nach einem Spa oder einem Wellnesshotel an einem ganz bestimmten Ort und landen so häufig hier, ohne I LOVE SPA vorher überhaupt gekannt zu haben. Sie klicken sich durch meine Übersichten, lesen meine Erfahrungsberichte und treffen so ihre Kaufentscheidung. Leserinnen und Leser, die I LOVE SPA bereits kennen und einen Wellnessurlaub oder Day Spa planen, rufen hingegen direkt die Seite auf und nutzen die Suchfunktion. In beiden Fällen steht die Kaufentscheidung aber nicht primär in Zusammenhang mit meiner Person.

Wenn es also darum geht, innerhalb von 24 Stunden einen maximalen Abverkauf eines ganz bestimmten Produktes zu erzielen, ist I LOVE SPA nicht das passende Medium. In solch‘ einem Fall macht ein Instagram Influencer mit einer kompatiblen Zielgruppe, die aus echten Followern besteht, ganz klar mehr Sinn. Wie man Fake Follower und User, die Bots schalten erkennt, hatte ich hier schon mal erklärt.

Aber kommen wir zu den Gründen, die für eine Veröffentlichung auf I LOVE SPA sprechen:

1) Als Spa oder Wellnesshotel macht es Sinn, mindestens einmal aufzutauchen!

Ich bekomme nahezu täglich Emails mit Fragen wie „Du sag‘ mal, ich würde gerne Spa X besuchen. Warst Du da einfach nur noch nicht oder war es so scheisse, dass es nirgendwo auftaucht?“ Mir ist kein Medium im deutschsprachigen Raum bekannt, bei dem der Endverbraucher sich online durch so viele unabhängige Empfehlungen klicken kann. Demzufolge passiert das halt verdammt oft. Die Leute wollen vorher abgleichen, ob ich den Ort, an dem sie sich entspannen wollen, schon empfohlen habe und werden unsicher, wenn er nirgendwo auftaucht.

2) Im Gegensatz zum Print geht der Content nicht unter!

Wer einmal auf einer der Subpages gelistet ist, wird regelmäßig geklickt. Das gilt in erster Linie für Spas in Berlin, Brandenburg, Hamburg, München und Frankfurt am Main. Bezüglich der Spa Brands sorgt Pinterest dafür, dass der Content nicht untergeht. Hier ein Beispiel für einen dermalogica Post, den ich kürzlich veröffentlicht habe:

Reichweite Pinterest

Das ist jetzt nur einer von 5 Pins zu diesem Produkt und ein Beispiel für die Beauty Pinnwand. Die Wellnesshotel Pinnwand funktioniert aber nach dem selben Prinzip. Sicherlich wird es ein paar Leserinnen geben, die sich das Produkt nach meiner Veröffentlichung auch gekauft haben, da es sich aber um ein frisch gelaunchtes Produkt handelt, hat dermalogica hier alles richtig gemacht, denn es wurde bisher verdammt vielen Menschen angezeigt.

Die Platzierung eines Produktes auf I LOVE SPA entspricht also eher einer Anzeige im Print (will heissen: es wird vielen Menschen angezeigt) als einer Platzierung auf Instagram, bei der es um einen größtmöglichen Abverkauf in möglichst kurzer Zeit geht. Allerdings mit einem klitzekleinen Unterschied: Der Content wird nie im Altpapier landen. Check!

3) Die perfekte Zielgruppe

Die Leserinnen und Leser von I LOVE SPA sind erwachsene und reflektierte Menschen, denen Qualität sehr wichtig ist. Wir haben es hier nicht mit leicht manipulierbaren Teenagern zu tun, sondern mit schwerpunktmäßig 25 bis 44-jährigen spa-affinen Menschen. Man möge mich an dieser Stelle korrigieren, wenn es ein Medium gibt, mit dem man mehr spa-affine Endverbraucher im deutschsprachigen Raum erreicht. Mir ist zumindest keines bekannt. Sofern es sich um die Promotion eines Spas oder Wellnesshotels handelt, haben wir es hier also mit einem geradezu lächerlich geringen Streuverlust zu tun.

Diese 3 Punkte sind meiner Meinung die ausschlaggebendsten, wenn es darum geht, abzuwägen, ob eine Zusammenarbeit mit I LOVE SPA Sinn macht oder nicht.

Ich gebe zu, dieser Artikel richtet sich eher an potentielle Kooperationspartner und er ist auch dahingehend nicht ganz uneigennützig, als dass ich ihn in mein Media Kit einbinden werde, aber vielleicht ist es ja auch für euch Endverbraucher(-innen) mal interessant, sowas zu lesen.

Wer jetzt Lust auf eine Zusammenarbeit bekommen hat, kann gerne hier mein Media Kit anfordern.

Ich freu‘ mich!

Jenny