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Self Love Sunday #54 – Sandra

08/07/2018

Self Love Sunday SandraLiebe Leute, heute möchte ich voller Stolz Sandra aka Die Checkerin aka Frau Achtsamkeit (ja, Sandra ist die Frau hinter ZWEI Blogs) den rosa Teppich ausrollen.

Nachdem wir im Laufe des Projektes schon vor einigen Monaten in Kontakt standen, könnt ihr euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich über ihre heutige Teilnahme und ihre Geschichte freue!

„Hi, ich heiße Sandra, bin 32 Jahre alt und bin die letzten Wochen, durch den Anstoß des Self Love Sundays, über mich hinaus gewachsen. Das letzte halbe Jahr hat mich der Self Love Sunday getriggert.

Ich habe all die bisherigen Teilnehmer für ihren Mut bewundert und mich gleichzeitig darüber geärgert, dass ich etwas völlig Normales „mutig“ finde. Denn es sollte kein Mut dazu gehören und ich sollte auch nicht annehmen, dass jemand Mut benötigt, um seinen Körper zu zeigen.

Damit habe ich mir meine eigene Aufgabe bereits gegeben: Mein Verhältnis zu nackten Körpern, mein Verhältnis zu MEINEM (nackten) Körper wieder zu normalisieren. Denn es ist mein Körper, der mich seit 32 Jahren begleitet, mit mir wächst und sich verändert. Das ist normal und natürlich. Ich sollte nicht mir oder anderen Respekt zollen dafür, dass sie ihren Körper zeigen. Ich sollte meinen Körper respektieren.

Im Zuge der Beschäftigung mit dem Thema ist mir aufgefallen, dass ich es durchaus auch unbehaglich empfand, dass mein fast nackter Körper für alle Ewigkeit im Internet sichtbar sein würde. Was sollen meine Geschäftspartner denken? Meine Leser? Meine Familie? Ja, was denn eigentlich? Dass es unerhört ist, einen Bikini zu tragen und davon ein Foto zu machen?

Nachdem ich mich in den letzten Monaten ganz, ganz intensiv mit mir und der Selbstliebe beschäftigt habe, bin ich heute Morgen aufgestanden, hab mich in meinen Bikini geschmissen und endlich den Entschluss gefasst: Du machst das jetzt. Nicht für andere, sondern für DICH. Als Mahnmal für deinen neuen Weg. Seitdem bekomme ich die Gänsehaut und das Dauergrinsen nicht weg. Es fühlt sich grandios an!

Dass es in Sachen „mein Selbst“, also Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein aber auch Selbstfindung, viel für mich zu entdecken gibt, ist mir schon lange klar. Fast mein Leben lang lag der Fokus auf anderen. Nicht nur darauf, wie es ihnen geht, sondern auch was sie sagen, meinen, fühlen und denken. Genau das hat mein Leben bestimmt. Fand mich jemand doof, fand ich mich automatisch auch doof. Ging es jemandem schlecht, ging es mir schlecht usw.

Unwohl gefühlt in meinem Körper habe ich mich seit ich denken kann. Früher allerdings war ich rank und schlank, fühlte mich aber hässlich und dick. In meiner Jugend, aber auch als junge Erwachsene, wurde ich, insbesondere in meiner Familie, von Sätzen begleitet wie „Du musst aufpassen, kriegst sonst noch ’nen dicken Hintern“, „Iss nicht so viel, Du wirst immer moppeliger“, „Hast Du wieder zugenommen?“, „Die Jeans geht nicht, da haste ’nen dicken Hintern drin“, „Ui, Du bist aber was dicker geworden.“

Lange war mir gar nicht bewusst, dass all diese Beurteilungen mir massiv geschadet haben. Im Gegenteil habe ich sie für richtig und wichtig gehalten. Wenn ich heute Fotos aus meiner Jugend anschaue, bin ich entsetzt darüber, wie wunderschön ich war (ich bin es immer noch, die Vergangenheit nur der korrekten Form halber) und wie überhaupt jemand sagen konnte, dass ich auf irgendwas Acht geben muss.

Auch meine Gefühle in dieser Zeit, die mir heute noch sehr präsent sind, schockieren mich. All das, was mir von anderen gesagt wurde, habe ich in mich aufgesaugt und zu meiner Wahrheit werden lassen. Ich fand mich unglaublich dick und fühlte mich die meiste Zeit unwohl.

Ich erinnere mich an eine Situation, in der ich mit meinen damaligen Freundinnen vor dem Spiegel stand. Wir hatten uns, im Zuge geistiger Umnachtung, dasselbe Tattoo am Bauch stechen lassen. Als ich uns im Spiegel sah, fühlte ich mich so unendlich hässlich. Ich war der festen Überzeugung viel dick zu sein. Wenn ich das Foto heute sehe und mit meinem Selbstbild zur damaligen Zeit vergleiche, bin ich schockiert. Die Bilder von damals sind noch in meinem Kopf, sie entsprechen aber zu 0% der Realität. Es macht mich sprachlos, wie sehr die Meinung anderer mich beeinflusst hat und weiterhin beeinflusst.

Letzten Endes habe ich alles, das dazu hätte führen können, dass ich dünn bleibe, vehement vermieden. Manchmal glaube ich, dass mein Verhalten ein Stück weit eine „Trotzreaktion“ war. Heißhungerattacken, ein generell sehr unausgewogenes Essverhalten und ein Minimum an Bewegung prägten die letzten 12 Jahre, in denen ich mein Gewicht nahezu verdoppelt habe. Mich im Badeanzug oder Bikini zu zeigen kam für mich, ebenso wenig wie Sport zu treiben, nicht in Frage. Zu groß waren meine Scham und die Angst vor Ablehnung.

Mein Selbstbild ist heute deutlich realistischer als in meiner Jugend und im Vergleich zu damals ist auch meine Selbstliebe viel größer. Mir diese Selbstliebe auch im Außen zu genehmigen und dazu zu stehen, scheint dabei meine größte Herausforderung zu sein. Die letzten zwei Jahre bin ich auf einer Art „Selbstfindungs-Trip“, in dem ich Schritt für Schritt daran arbeite, zu verstehen und vor allem zu fühlen, dass ICH zähle.

Ich schaufel‘ gerade den strahlenden Kern in mir frei und befreie mich von all dem alten Ballast. Ich fange an, Selbstliebe nicht nur zu spüren, sondern sie zaghaft zu leben. Das Leben ist viel zu kurz, um es damit zu verschwenden, darüber nachzudenken, ob ich für jemand anderen nicht gut oder schön genug bin.

Ich liebe mich. Meine wunderschönen Brüste, meine strahlenden Augen, meinen weichen Bauch, mein Lächeln. Wenn ich mich heute im Spiegel betrachte, sehe ich MICH.

Eine wunderschöne Frau, die von oben bis unten strahlt und die Ihr Licht vorsichtig anfängt in die Welt zu tragen.

Der erste Lichtfunken ist heute raus gegangen.“

Dem habe ich heute nichts, aber auch wirklich rein gar nichts mehr hinzuzufügen. Also wische ich mir zwei Freudentränchen aus dem Augenwinkel und rühre nochmal die Werbetrommel für weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Denn es ist wieder mal soweit, Ich habe keine Freiwilligen mehr!

Wollt ihr mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang!

Und hier findet ihr die Facebook Gruppe zum Projekt.

Let’s spread some Self Love!

4 Kommentare

Kommentar von Trienchen am 08/07/2018 bei 15:26   

Ganz toll! Sandra und der Self Love Sunday! 💕

Kommentar von Sandra am 08/07/2018 bei 18:45   

Ich freu mich, dass Du Dich so freust. Danke auch hier nochmal, für deine schöne Idee <3

Kommentar von @Frau.kakao.macht.tv am 09/07/2018 bei 14:43   

Sandra ich find's großartig. Und ich fühle mit dir. Zum Kotzen, dass einen die bösen Kommentare so nachhaltig verletzen können und dass man sie so lange mit sich herumschleppt mit einem absurd verzerrten Selbstbild. Dein Mut ist eine große, große Inspiration.

Kommentar von Sandra am 15/07/2018 bei 10:34   

Danke, für Eure lieben Kommentare! <3

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