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Self Love Sunday #52 – Vicky

24/06/2018

Self Love Sunday Vicky 2Ich freue mich sehr, dass heute ein weiteres Mal deutlich wird, wohin Clean Eating, der Anti Zucker Hype und alles, was an diesem dogmatischen Lifestyle dranhängt, führen kann. Daher: Vorhang auf für Vicky und ihre Geschichte!

„Hi! Ich bin die Vicky. Ich war eigentlich immer sehr schlank, ohne bewusst etwas dafür zu tun und irgendwie auch stolz darauf. Ich habe viel Süßes gegessen und keinen Sport getrieben. Ich wurde schon mit 14 oder 15 oft für meine Figur beneidet oder gelobt. Das hat mir natürlich gut getan, vor allem, weil ich mich zu dieser Zeit nicht hübsch gefühlt habe.

Als ich dann mit 16 meine Lehre begann, habe ich ca. 5 kg abgenommen, einfach so und völlig ungeplant. Wahrscheinlich, weil ich ja nun nachmittags nicht mehr zu Hause war und dadurch weniger genascht habe als zu Schulzeiten. Dafür habe ich sehr viel Anerkennung bekommen, was mich sehr gefreut hat. Dieses Gewicht (am unteren Rand vom Normalgewicht) habe ich jahrelang gehalten – wieder, ohne bewusst etwas dafür zu tun. Ich habe viel genascht, weiterhin noch keinen Sport getrieben und war irgendwie stolz darauf.

Mit Anfang 20 habe ich mir eingebildet, mein Hintern wäre nur knackig, wenn ich den „Stifttest“ bestehe, das hatte ich in einer Frauenzeitschrift gelesen. Der Stift solle herunterfallen können, wenn er parallel unter die Pobacke gelegt werde.

Ich habe zuvor schon etwas mit dem Joggen angefangen, aber nun versuchte ich es mit „FDH – Friss die Hälfte“ und hängte an meine Laufeinheiten gezielte Übungen für die Pomuskulatur an. Es hat kurzfristig funktioniert, ich nahm 2 kg ab und bekam wieder viele Komplimente.

In den nächsten Jahren pendelte sich mein Gewicht um diese +/- 2 kg ein, ich habe viel über Ernährung und Sport gelernt und einiges ausprobiert, was mir eigentlich Spaß gemacht hat, zum Beispiel Clean Eating oder Muskel-Aufbautraining. Gehungert habe ich nicht mehr.

Dann wurde es jedoch dogmatisch, zum Beispiel kein zugesetzter Zucker mehr und jeden Tag zwingend Sport. Dazu kam eine Phase, in der ich sehr viel Stress hatte und nicht wusste, damit umzugehen. Zu Beginn habe ich sehr viel Sport getrieben und hatte dann sogar „zufällig“ einen leichten Sixpack, was mir wieder viele Komplimente und Bestätigung eingebracht hat. Dann begannen die Essanfälle, sodass ich innerhalb von 4 Monaten 10 kg zunahm, obwohl ich Sport trieb.

Ich habe mich so geschämt, gedacht, ich sei nichts wert und mich sehr zurückgezogen. Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass ich der gleiche wertvolle Mensch wie vorher sei und dass sich daran nichts geändert hätte. Aber ich spürte eher Schadenfreude, dass die Vicky, die immer so schlank war und sich angeblich so gesund ernährt, jetzt auch so aus dem Leim geht (obwohl ich lediglich am oberen Rand vom sogenannten Normalgewicht war).

Jedoch durfte und darf ich dadurch selber lernen, dass mein Wert und der Wert eines jeden Menschen nicht von seinem Gewicht oder anderen Äußerlichkeiten abhängt. Ich habe zwar noch immer wieder Zweifel daran, aber ich gehe z.B. mit kurzer Hose ins Fitnessstudio oder Einkaufen, auch wenn man Cellulite sieht! Und ich möchte auch wieder abnehmen, aber nicht mit Druck und nicht, weil ich mich schäme, sondern mit Respekt für meinen Körper und vor allem auch aus praktischen Gründen, nämlich damit ich wieder in die meisten meiner Kleidungsstücke passe.

Was ich gerne an mir mag, sind meine langen Beine, meine schlanken Arme und irgendwie auch meine Füße, obwohl ich dort orthopädische Fehlstellungen habe.

Bitte seid gut zu euch! Und versteckt euch nicht zu Hause, ihr seid immer wertvoll und das sage ich aus ganzem Herzen.“

Ich möchte abschließend unbedingt noch eine Sache loswerden: Liebe Leute, hört verdammt nochmal auf, Körper zu bewerten! Jemanden für eine Gewichtsabnahme zu loben, kann genauso toxisch sein wie jemanden zu „bodyshamen“, weil er oder sie zugenommen hat. Ihr wisst de facto nie, was hinter dieser Gewichtsabnahme oder -zunahme steckt und die Welt wäre definitiv eine bessere, wenn jede(r) sich um seinen/ihren eigenen inneren Frieden kümmert. Es wäre cool, wenn auch diese Message nach dem Lesen von Vickys Geschichte hängen bleibt.

Wollt auch ihr mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang!

Und hier findet ihr die Facebook Gruppe zum Projekt.

Let’s spread some Self Love!

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