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Wir sind so viel mehr als unser physischer Körper – Let’s talk about: Gesundheit

20/06/2018

Physischer Körper GesundheitIch habe ja bereits angekündigt, dass ich mich hier zukünftig stärker mit den Wurzeln des kollektiven Selbsthasses unserer Zeit auseinandersetzen möchte, der dazu führt, dass so viele von uns sich selbst nicht annehmen. Oft sogar ablehnen. Und nicht selten sogar regelrecht bekämpfen.

Wenn man sich mal anschaut, was im Außen so abgeht, könnte man meinen, wir bestünden alle ausschließlich aus einem physischen Körper, den es in Form zu bringen gilt und zwar in DIE Form des aktuell vorherrschenden Schönheitsideals. Auch im Jahr 2018 heisst die Diät der Stunde nach wie vor „Healthy & Fit“. Klickt euch hierzu gerne auch nochmal zu den beiden Artikeln Liebe Deinen Körper und mach‘ keine Diäten, aber iss‘ gesund und mach‘ Sport und Selbstliebe ist die neue Diät rüber, bevor ihr diesen Text hier weiterlest.

Nun ist es ja so, dass es von Natur aus Menschen in allen Größen, Formen und Farben gibt und ich habe mich in den vergangenen Jahren nicht selten gefragt, warum so gut wie alle Menschen einem vemeintlichen Ideal hinterherhecheln, das sie in über 90% der Fälle sowieso nicht erreichen können und sich somit in Bezug auf ein glückliches und erfülltes Leben selbst so hart im Weg stehen und stark limitieren.

Ich habe mich gefragt, warum die Angebote der milliardenschwerden Diätindustrie, die die vermeintlichen Lösungen für all‘ unsere „Problemzonen“ bereit hält, auf so fruchtbaren Boden fallen.

Dieser „Healthy & Fit“ Hype hat als klar definiertes Ziel immer einen schlanken und trainierten Körper. Gelegentlich tauchen in den Feeds der „Experten“, die uns ihre Ernährungs- und Bewegungsprogramme für ein glücklicheres Leben verkaufen wollen, zwar auch inszenierte Meditationsfotos auf, aber unter’m Strich geht es um die „Gesundheit“ der äußeren Hülle.

Nun bin ich ja selbst Physiotherapeutin, daher ist mir unser aller Bewegungsapparat durchaus vertraut. Aber bereits im ersten Berufsjahr nach meinem Staatsexamen wurde mir zackig klar, dass so ein Mensch ein sehr viel komplexeres Geschöpf ist als ein Sammelsurium aus Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern und Organen.

Ich erwarte nicht, dass ihr im Folgenden alle mitgeht und ich bin auch vollkommen fein damit, dass es Menschen gibt, die das anders sehen als ich, aber in meiner Realität verhält es sich so, dass wir nicht Menschen sind, von denen der eine oder die andere eine spirituelle Erfahrung macht, sondern dass wir viel mehr spirituelle Wesen sind, die in einem physischen Körper unterwegs sind. Dieser spirituelle Kern ist in vielen von uns derzeit zwar zugedeckt, aber dennoch vorhanden – auch wenn keine Connection zu ihm besteht.

Für mein Verständnis besteht ein Mensch aus verschiedenen Energiekörpern und nicht nur aus dem physischen Bewegungsapparat. Einer dieser Energiekörper ist der feinstoffliche Körper, der den physischen Körper umhüllt und für die Augen unsichtbar ist. Er reicht für mein Gefühl etwa einen halben Meter um meinen physischen Körper herum. Vielleicht kennt ihr das: Ihr steht an der Supermarktkasse und die Person hinter euch rückt zu dicht auf. Im worst case spürt ihr sogar den Atem der betreffenden Person in eurem Nacken. Das ist eine Situation, die mir persönlich alles abverlangt, weil ein fremder Mensch ungefragt in meinen feinstofflichen Körper eindringt.

Ich kenne Menschen, die das als Bullshit abtun und die Augen verdrehen, wenn ich von Energien rede. Dennoch bin ich mir sicher, dass jeder von uns schon mal die Erfahrung gemacht hat, auf einen Menschen zu treffen, der so destruktiv unterwegs ist, dass wir uns im Anschluss wie ausgekotzt fühlen. Ich weiss nicht, wer von euch früher auch Regina Regenbogen geschaut hat, aber dort gab es „Grummel Griesgram“, der (wo auch immer er mit seinem Auto lang fuhr) eine graue Wolke hinterlassen hat und somit dafür sorgte, dass alles weniger bunt war. So fühlt es sich für mich an, wenn ich auf einen Menschen treffe, der mich energetisch anzapft. Im Volksmund werden solche Grummel Griesgrams auch gerne als „Energievampire“ bezeichnet.

Wenn wir also jetzt einfach mal davon ausgehen, dass ein Mensch aus mehr als nur dem physischen Körper besteht, stellt sich die Frage: Warum zur Hölle ist die Mehrzahl von uns so stark auf diese äußere Hülle fixiert? Warum sind fast alle so stark damit beschäftigt, diese äußere Hülle in die Form zu bringen, die dem aktuell vorherrschenden Ideal entspricht? Meiner Meinung nach liegt die Ursache dafür in einem Mangel auf einer anderen Ebene. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Schauen wir uns an dieser Stelle doch einfach mal die Definition von „Gesundheit“ an, wie sie die WHO (also die Weltgesundheitsorganisation) formuliert: „Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“ Zu deutsch: „Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht bloß das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Lasst euch das bitte mal einen Moment lang auf der Zunge zergehen.

Was uns derzeit als „healthy“ verkauft wird, hat in vielen Fällen nichts mit geistiger Gesundheit und sozialem Wohlbefinden zu tun. Wenn ich mich mit Freunden nicht mehr beim Lieblingsitaliener treffen kann, weil Pizza und Pasta „böse“ sind (weil nicht „clean“), ist das also kein sonderlich „gesundes“ Verhalten Und wenn ich mich nach 3 Kugeln Eis schlecht fühle, dann ist das auf der mentalen Ebene latent problematisch, womit es ebenfalls nicht als „gesund“ bezeichnet werden dürfte.

All‘ die Ernährungsverbote, Essensregeln und Fitnessprogramme, die die ganzen hippen Influencer, selbsternannten Ernährungsexperten und die Diätindustrie uns als „healthy“ verkaufen, sind in den meisten Fällen alles andere als gesund für uns. Und selbst auf der physischen Ebene sind viele Influencer, die uns Gesundheit verkaufen wollen, selbst nicht wirklich stabil und struggeln mit Essstörungen. Ich möchte nicht wissen, wie es um die Speiseröhre oder die Zähne der ein oder anderen YouTuberin oder Instagrammerin bestellt ist, deren Werbeanzeige mir in den Feed gespült wird und die mir ein glückliches Leben verspricht, wenn ich doch nur ihren „healthy“ Onlinekurs erwerbe.

Ich fasse also nochmal eben zusammen. Nicht jeder dicke Körper ist krank und nicht jeder dünne Körper ist gesund. Außerdem besteht ein jede(r) von uns aus sehr viel mehr als aus dem physischen Körper und ein schlanker und trainierter physischer Körper ist kein Synonym für Gesundheit.

Ich will da noch viel tiefer mit euch reingehen, habe aber beschlossen, euch diese Thematik häppchenweise zu servieren, damit die einzelnen Häppchen sacken können. Im nächsten Artikel soll es um den inneren Mangel gehen, den fast alle von uns mit den absurdesten Strategien zu deckeln versuchen und der der Diätindustrie stark in die Karten spielt.

Stay tuned!

Jenny

6 Kommentare

Kommentar von Carolin am 20/06/2018 bei 09:16   

Wieder einmal ein großartiger Artikel zu einem sehr wichtigen Thema. Auch wenn ich, glücklicherweise, noch nie Probleme mit meinem Körper oder der Nahrung, die ich zu mir nehme, hatte, fällt es mir immer mehr auf, wie Körper fixiert viele in meinem Umfeld sind. Auch dass man Sport treibt, weil es schlicht Spaß macht oder einem gut tut, ist nicht mehr angesagt. Stattdessen muss Sport einem schön und schlank oder zumindest fit machen, sonst kann man sich den Schweiß gleich sparen. Meiner Ansicht nach purer Blödsinn und deshalb Daumen hoch für dein Engagement und die Arbeit zu diesem Thema. Und die Energiefresser kenne ich nur zu gut. Erst am Wochenende war so einer bei mir zu Besuch (Freund meines Partners). Danach habe ich die ganze Wohnung geputzt und den Diffuser angeschmissen, damit ich mit der „Luft“ wieder klar kam (ich bin Ingenieurin und selbst ich als kopf- und logiklastiger Mensch kann gewisse Energiegeschichten nicht leugnen). Mach weiter so! Liebe Grüße, Carolin

Kommentar von I LOVE SPA am 20/06/2018 bei 09:29   

Wow, danke Dir :) Ich hab' aber auch das Gefühl, dass diesbezüglich in der Wissenschaft (Quantenphysik) immer mehr passiert. Ich lese gerade das Buch "Kinder erinnern sich" und es verlangt meinem Verstand alles ab ;)

Kommentar von Stadtkoenigin am 21/06/2018 bei 08:07   

Hallo Jenny, danke für den Artikel. Es ist schon heftig, wie viel von so etwas im Netz umgeht. Manchmal finde ich, dass dieser health-Wahn Luxusprobleme sind. Aber nicht als Vorwurf, denn es scheint mir fürchterlich schwierig für Menschen, die darin gefangen sind und vielleicht nicht lernen durften, anders damit umzugehen. Ich selber habe das Problem an der Front nicht, dafür aber sicher an anderen Stellen. Vielleicht hilft der Artikel ein wenig, dass die Gesellschaft mehr zusammenrückt und hilft statt fertig zu machen. Leider wollen, und müssen, solche Anbieter eben verkaufen. Und manchen ist jedes Mittel recht. Liebe Grüße Tina

Kommentar von I LOVE SPA am 21/06/2018 bei 13:17   

Lieben Dank für Dein Feedback. Und ja, da hast Du wohl recht :/ Aber wenn ich nur ein oder zwei Menschen mit jedem dieser Artikel dazu bewegen kann, sich dem Gedanken zu öffnen, dass sie voll okay sind und dass nichts weiter zu tun ist, dann war es das am Ende schon wert :)

Kommentar von Ulrike am 21/06/2018 bei 15:07   

Hallo Jenny, vielleicht geht es auch so viel um Oberflächlichkeiten, weil auch immer weniger physische zwischenmenschliche Interaktion stattfindet. Zum Schnuppern und Energie-Gespüre kommt es gar nicht mehr, weil ohnehin vieles digital stattfindet. Da möchte der eine oder andere dann trotzdem einen guten (sprich fitten und gesunden) Eindruck machen, also schlank sein. Viele lernen andere online kennen, folgen ihren Youtubern und chatten mit ihren Freundinnen. Sicher nicht alle. Aber es gibt diesen Trend hin zur digitalen Vernetzung. Vielleicht auch das ein Symptom? Ich merke nur wie mir das alles immer mehr auf die Nerven geht. Als ob ich nicht in diese Zeit passe (und ich bin noch gar nicht sooo alt) ;) LG, Ulrike

Kommentar von I LOVE SPA am 21/06/2018 bei 23:38   

Interessanter Punkt. Wobei ich ja noch heranwachsend war ohne Handy und Internet und damals ging es schon auch um Äußerlichkeiten. Es gab auch 2 magersüchtige Mädchen in meiner Klasse, aber wie es sich wohl anfühlen muss, mit Instagram, YouTube & Co. erwachsen zu werden (und sich unentwegt zu vergleichen) möchte ich mir gar nicht vorstellen :/

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