Tags

(1) (1) (1) (1) (1) (1) (5) (6) (12) (10) (13) (2) (27) (1) (8) (5) (2) (4) (4) (3) (1) (25) (29) (18) (41) (41) (85) (11) (11) (59) (4) (10) (5) (5) (4) (24) (18) (4) (3) (6) (4) (8) (72) (4) (25) (4) (10) (5) (9) (6) (10) (9) (7) (5) (3) (4) (20) (3) (37) (17) (3) (52) (5) (17) (46) (7) (10) (15) (7) (15) (6) (3) (7) (12) (6) (13) (12) (4) (5) (6) (8) (6) (35) (1) (6) (4) (1) (9) (7) (19) (9) (11) (5) (23) (16) (3) (4) (3) (7) (3) (5) (9) (7) (7) (8) (4) (1) (4) (4) (2) (25) (6) (6) (17) (2) (2) (31) (1) (37) (8) (3) (10) (3) (28) (1) (3) (4) (4) (40) (1) (16) (8) (8) (19) (3) (7) (1) (4) (7) (4) (6) (79) (1) (22) (28) (5) (18) (16) (22) (9) (4) (28) (16)

Warum Instagram mir egal ist.

30/04/2018

Ich gebe zu, der heutige Post ist nicht ganz uneigennützig, denn es gibt Fragen, die immer und immer wieder an mich herangetragen werden. Sowohl von potentiellen Kooperationspartnern, als auch von Leserinnen und Lesern.

Und bei solchen Fragen hat es sich bewährt, die Antwort einmal öffentlich abzuhandeln, um dann zukünftig mit einem Link antworten zu können. Das spart nicht nur Zeit, sondern schont auch meine Nerven.

Als ich hier 2012 zum ersten Mal auf „Veröffentlichen“ geklickt habe, hatte Instagram keinerlei Relevanz. Wer damals bloggte, tat das aber auch nicht, um damit Geld zu verdienen. Es war eine herrlich unversaute Welt, in der es den Bloggern in erster Linie um ein Thema ging, das mit Leidenschaft bespielt wurde.

Als das Bloggen sich dann zunehmend kommerzialisierte und die ersten Firmen auch bereit waren, für ordentlichen Content zu bezahlen, begannen ein paar Füchse, Online Kurse an junge Menschen zu verkaufen, die an Versprechen gekoppelt waren wie „Auch DU kannst vom Bloggen leben“.

Plötzlich war nicht mehr so ganz klar, wer bloggte, weil das Thema im Fokus steht und wer bloggte, weil er ganz explizit damit Geld verdienen wollte, um „sein Leben zu rocken“. Auch in meiner Nische gab es immer mal wieder Copy Cats, die nicht nur ganze Sätze, sondern auch Bilder von mir kopierten. Allerdings hielt niemand länger als ein paar Monate durch, denn irgendwann wurde wohl jedem dieser Menschen klar, wie viel Arbeit wirklich hinter so einem bunten Onlinekonstrukt steckt und dass die Person dahinter eventuell doch nicht den ganzen Tag nur faul rumliegt und eingeölt wird.

Es gab also die eine Gruppe an Bloggern, die seit Jahren mit Herzblut ohne kommerzielle Absichten ihren Blog bespielte und plötzlich auch Geld mit ihren Inhalte verdienen konnte und dann gab es die, die sich ganz gezielt ein Thema aussuchten, das am erfolgsversprechendsten schien, um dann strategisch ein „Online Business“ aufzubauen, das möglichst schnell den Lebensunterhalt decken sollte.

Und als wäre es nicht schon tricky genug, die einen von den anderen zu unterscheiden, kamen 2016 dann auch noch die Influencer mit in’s Spiel, die sich selbst ja auch gerne mal als Blogger bezeichnen, allerdings in den meisten Fällen über keinerlei eigenen Webspace verfügen und die Firmen somit vollends verwirren. Über Influencer Marketing muss nicht mehr viel geschrieben werden. Wenn Barilla Geld ausgibt, um auf Vapiano Nudeln vertagged zu werden, ist vermutlich alles gesagt.

Instagram gewann zunehmend an Relevanz. Plötzlich bekam ich Emails, die mit „Liebe Influencer“ begannen und ich musste mich immer häufiger dafür rechtfertigen, dass mein Fokus auf meinem Blog und nicht auf Instagram liegt. (Mit dieser Haltung gehöre ich zu ein paar wenigen Nerds, denn in der Tat haben viele große Blogger, vor allem im Lifestyle Segment, ihren Fokus weg vom Blog und hin zu Instagram verlagert.) Ich schrieb in den vergangenen Jahren zahlreiche Artikel, in denen ich an „Content is King“ appellierte, auf den ganzen Fake aufmerksam machte und nahm im Herbst 2017 eine äußerst erfrischende Podcast-Episode mit Julia Keith von Beautyjagd auf:

Nichts desto trotz rechtfertige ich mich bis heute gefühlt unentwegt dafür, auch weiterhin den Fokus auf I LOVE SPA zu behalten. „Jenny, warum bist Du nicht aktiver auf Instagram?“ Im Folgenden möchte ich es euch erklären.

1) Ich schätze die Unabhängigkeit.

Auch wenn es verlockend klingt, in Zeiten der DSGVO über keinerlei eigenen Webspace zu verfügen und diese „Verantwortung“ an Instagram bzw. Facebook abzugeben, so schätze ich es doch sehr, dass mir kein Algorithmus vorgibt, wie viele beziehungsweise wie wenige Menschen ich erreiche. Ich schätze es, dass ihr alle wisst, wo ihr mich findet und dass ich hier nicht unentwegt zum Zahlen aufgefordert werde, um euch zu erreichen. Unabhängigkeit ist ein großer Wert für mich und aus diesem Grund möchte ich mich mit meiner Existenz nicht in die Abhängigkeit von Facebook begeben.

2) Ich finde den Fake unerträglich.

Ich hab‘ das ja unter anderem in dem Artikel Woran ihr gekaufte Instagram Follower und User, die Bots schalten, erkennt bereits ausführlich erläutert. Es geht mir einfach hart auf die Ketten, dass für wenig Geld Follower gekauft werden und dass es den meisten Firmen augenscheinlich egal ist. Denn Instagram ist nach wie vor der heisse Scheiss, in dem die Budgets versenkt werden müssen. Egal wie. Egal wo.

3) Selbstdarstellung liegt mir nicht.

Instagram Profile ohne Selbstdarstellung funktionieren nicht. Mein eigenes ist das beste Beispiel. Wenn ihr mein Gesicht seht, dann immer nur in Kombination mit irgendeinem Produkt. Oder ihr seht mich in einem ganz bestimmten Pool oder Spa. Es gibt kein einziges Bild von mir, auf dem ich pose. Keine Selfies, auf denen ich verträumt in die Ferne schaue und die ich mit einem abgedroschenen Zitat garniere. Ich finde mein Thema einfach so viel relevanter als meine Person. Im ersten Jahr, also bis zum Sommer 2013, gab es nirgendwo ein Foto von mir. Mittlerweile hab‘ ich zwar gecheckt, dass es Sinn macht, wenn ihr wisst, wie ich aussehe und mit wem ihr es hier zu tun habt, aber im Fokus steht nach wie vor mein Thema.

Und aus diesen 3 Gründen verbringe ich so gut wie keine Zeit auf Instagram. Ich kenne die Zahl meiner Follower nicht auswendig und logge mich manchmal 4-5 Tage am Stück nicht ein. (Falls ihr mich kontaktieren wollt, ist es also immer sehr viel klüger, das per Email zu tun. Check!) Ich nutze Instagram vorzugsweise auf Reisen, indem ich mir anschaue, welche Orte vielversprechend aussehen, aber ich habe nicht mal privates Profil, weil die App mich einfach nicht catched.

In den vergangenen 6 Jahren ist viel passiert. Ich mach‘ das hier mittlerweile hauptberuflich und auch, wenn es als Blog angefangen hat, fühlt es sich mittlerweile nicht mehr nach Blog an. Ich schätze es sehr, selbstbestimmt publizieren zu können, ohne dass irgendjemand anders mir reinredet. Es fühlt sich mittlerweile mehr nach einem Online Magazin für Entspannung an mit den Unterthemen Spa & Wellness, Home Spa, Yoga & Achtsamkeit, Körperakzeptanz und Intuitives Essen.

Der Großteil der Leserinnen und Leser landet über Suchmaschinen auf I LOVE SPA und trifft hier seine Kaufentscheidung. Euer Feedback aus Spas oder Wellnesshotels lässt mein Herz regelmäßig schmelzen. Wenn ihr mir Bilder schickt von Büchern oder Produkten, die ihr nachgekauft habt, bekomme ich blinkende Herzchen in die Augen. Ich weiss, dass ich über diese Seite viele Menschen erreiche und möchte diese Reichweite nicht gegen einen Instagram Algorithmus eintauschen. That’s it.

Ein Hoch auf die Unabhängigkeit!

Jenny

6 Kommentare

Kommentar von Mari Ella am 30/04/2018 bei 07:10   

Super klasse der Beitrag liebe Jenny. Mir hilft er bei meiner Entscheidung: Ich wurde als Yoga-Lehrerin zuletzt häufiger gefragt, ob ich nicht auch bei Instagram zu finden sei, was ich immer verneinen musste. Diese Selbstdarstellung - auch in meiner Branche - geht mir sowas von auf den Keks und ich habe keine Lust mich ständig abzulichten und zu posen... Davon gibt es schon genug und das ist nicht die Botschaft, die ich im Zusammenhang mit Yoga vermitteln möchte! Und so wie du schreibt macht Instagram auch gar keinen Sinn, wenn man eben genau dies nicht tut. Also rücke ich gerade von meiner Überlegung mich doch bei Instagram anzumelden wieder ab... ;) Beste Grüße

Kommentar von Vreni am 30/04/2018 bei 07:40   

So so wahre Worte!! Mein Fokus wird auch immer der Blog sein. ❤️

Kommentar von I LOVE SPA am 30/04/2018 bei 08:04   

@Mari Ella: Hör' Dir unbedingt auch mal den Podcast mit Julia an, den ich eingebunden hab :) Julia ist so tiefenentspannt, was Instagram angeht. Das hat mir letztes Jahr auch selbst sehr geholfen, mich in dieser Richtung locker zu machen :)

Kommentar von I LOVE SPA am 30/04/2018 bei 08:04   

@Vreni: Genau so :)

Kommentar von Marie Ella am 01/05/2018 bei 07:45   

Ja, stimmt. Ich habe die Gunst der Morgenstunde genutzt, um mir das Podcast anzuhören. Ich werde schon lockerer... ;)

Kommentar von I LOVE SPA am 01/05/2018 bei 15:44   

Haha, sehr gut ;)

kommentieren

(*) Erforderlich

/*=========FACEBOOK======*/ /*===========FB=====*/