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Self Love Sunday #36 – Sarah

25/02/2018

Self Love Sunday SarahVergangene Woche sah ich mich erstmals mit dem Feedback konfrontiert, dass sich Leserinnen durch die Konfrontation mit „normalen“ Körpern stärker unter Druck gesetzt fühlen als durch die Konfrontation mit retuschierten Körpern oder Models. Darüber muss ich nachdenken, möchte mich währenddessen aber vor Sarah verneigen, die heute ihre Geschichte mit uns teilt:

„Ich bin Sarah, werde im März 27 Jahre und bin über die liebe Maike auf das tolle Projekt „Selflove Sunday“ aufmerksam geworden. Ich war schon immer etwas kernig gebaut, obwohl ich mein gefühltes ganzes Leben schon immer recht viel Sport getrieben habe.

Durch meine Eltern – beide wahnsinnig sportbegeistert – hatte ich als Kind eigentlich gar keine andere Chance. Die Familienurlaube waren immer regelrechte „Aktivurlaube“, bei denen Wanderungen, Fahrradtouren oder im Winter Skitouren/ Skifahrten an erster Stelle standen. Das schöne dabei war, dass ich so den „Sport“ als einen großen Spaßfaktor empfand und auch kennen lernte.

Wenn es mal Stress daheim gab oder ich mich selbst nicht leiden konnte, bekam ich eigentlich nie Ärger, sondern meine Mutter stellte mir einfach meine Laufschuhe vor meine Zimmertür. Danach sah die Welt tatsächlich schon wieder viel besser aus.  Für mich war und ist Sport schon immer in erster Linie ein Ausgleich zum „Kopf- frei- kriegen“, zum Auspowern und macht mich wirklich sehr glücklich!

Trotzdem gab es Phasen, in denen ich meinen Körper nicht leiden konnte, dachte dass ich viel zu viel auf den Rippen habe. Ich habe es dann damals mit Almased und sonstigen Diäten probiert, weil ich dachte, dass Sport alleine nicht reicht um eine *schlanke Figur* zu bekommen, habe aber (Gott sei Dank) festgestellt: Alles totaler Scheiss!!! Ich bin einfach nicht für Diäten gemacht, dafür liebe ich gutes Essen und Kochen viel zu sehr!

Die Kilos wurden zwar weniger, aber meiner guten Laune ging es dafür wesentlich schlechter und wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich ein total positiver Sonnenschein bin. Das raubte mir einfach total meine Lebensqualität. Als ich dann im Januar 2016 einen schweren Unfall beim Wandern hatte und ca. 100 Meter abgestürzt bin, hat sich meine Einstellung zu mir und meinem Körper grundlegend verändert. Nach einigen Wochen Intensivstation/Krankenhaus und Anschluss Reha war ich so unendlich froh, dass ich am Leben war und dazu noch keinerlei Folgeschäden hatte (lediglich etliche Prellungen und Brüche am Rücken, den Rippen und im Gesicht) und somit in Zukunft nach meiner Genesung weiter meine Hobbys (Volleyball/ Snowboarden/ Klettern/ Joggen/ Surfen) ausüben kann.

Ab diesem Moment konnte ich alles so viel mehr wertschätzen. Ich fühl‘ mich fit und wohl und liebe meinen Körper mit allem was dazu gehört, denn ich weiß, was mein Körper alles kann und aushält. Eigentlich traurig, dass ich für diese Einsicht erst eine Klippe abstürzen muss!“

Der Self Love Sunday soll aufzeigen, dass alle Frauen (und auch Männer) schon Erfahrungen mit Bodyshaming gesammelt haben, und zwar ganz losgelöst davon, wie sie aussehen. Er soll uns dahingehend sensibilisieren, wie wir Körper beurteilen, bewerten, mit Labels versehen und in Schubladen packen. Er soll uns aufzeigen, was wir mit diesen Beurteilungen und Bewertungen, sofern wir sie laut aussprechen, bei anderen Menschen auslösen und anrichten können und es wäre ganz cool, wenn wir durch den Self Love Sunday irgendwann kollektiv checken, wie facettenreich Schönheit ist.

„So, und nun zu den 3 Körperteilen, die ich an mir besonders gern hab‘:

1.) Die Narbe von meinem Unfall über dem rechten Augenlid (die Augenhöhle war zertrümmert und ich hatte einen tiefen Cut). Ich liebe sie und möchte sie nicht mehr missen. Sie macht mich irgendwie einzigartig und erinnert mich jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue, an eine harte, aber auch wahnsinnig wertvolle Zeit!

2.) Meine großen Füße (Schuhgröße 41/42). Sie haben mich schon so oft an einen Gipfel getragen, mir den Weg gezeigt und vor allem mein kleiner „Shreddi“ (Tattoo auf dem rechten Fuß vom Tattoo-Wichteln mit Freunden) lächelt mich so schön an!

3.) Meine Brüste! Die mag ich wirklich sehr gerne!! Sie haben die perfekte Größe für mich und mit Ihnen fühle ich mich einfach sehr weiblich!“

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber mir wurde beim Lesen ein weiteres Mal klar, wie sehr ein Schicksalsschlag in Form eines Unfalls oder einer Krankheit den Blick auf die Dinge verändern kann. Daher: Von Herzen Danke an Dich, liebe Sarah, für das Teilen Deiner Geschichte!

Wollt ihr selbst mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang.

Let’s spread some Self Love!

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