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Kleine, geile Yogastudios in Berlin: Yoga-Institut Berlin in Kreuzberg

19/02/2018

Kleine, geile Yogastudios in Berlin - Yoga-Institut BerlinLiebe Berliner, macht euch bereit für meine zweite Empfehlung in Sachen „Kleine, geile Yogastudios“, denn ich habe vergangene Woche im Yoga-Institut Kreuzberg vorbeigeschaut!

Bevor es losgeht, möchte ich mich aber nochmal bei Floria für diesen ganz konkreten Tipp und bei allen anderen für euer überaus umwerfendes Feedback und die ganzen Empfehlungen via Email bedanken. Ihr seid echt der Knaller!

Als ich mich erstmalig durch die Website des Yoga-Instituts klickte und sah, dass Eva auch einen physiotherapeutischen Background mitbringt, war mir umgehend klar, dass ich als nächstes im Yoga-Institut meine Matte ausrollen werde. Ich nahm mit Eva Kontakt auf und freute mich über ihre Rückmeldung und dass ihr Studio zu meinem neuen Vorhaben passt.

Nach dem sympathischen Email-Wechsel war ich fest entschlossen, auch eine von Evas Klassen zu besuchen, aber dann kam mir beim ersten Versuch eine fette Erkältung und beim zweiten Versuch ein Zahnarzttermin wegen entzündeter Nebenhöhlen dazwischen. Nicht ganz so cool, aber mein Wille war ungebrochen. Und so landete ich vor 8 Tagen am Sonntag Abend in einer Klasse von Bettina.

Ihr findet das Yoga-Institut in der Bergmannstraße 91 in Kreuzberg, gerade mal 5 Minuten Fußweg vom U-Bahnhof Gneisenaustraße entfernt. Bei meiner Ankunft ist schon richtig was los. Bettina begrüßt mich und bittet mich nach dem Umziehen, mir eine Matte und zwei Decken zu schnappen und mir ein Plätzchen an der Wand zu suchen. Der Umkleidebereich ist auch hier gemixt, aber ich habe das Gefühl, dass die meisten schon in Yogasachen herkommen und sich in der Umkleide nur aus ihren dicken Jacken und Schals schälen.

Als ich mir mein Plätzchen an der Wand suche, ist es schon erstaunlich voll. Das Publikum ist hier heute Abend ziemlich jung und besteht zu gut einem Viertel aus Männern. Drei junge Mädchen sind schon eher hipsterig gekleidet und gackern auch ziemlich viel rum, aber die Mehrheit rollt eher tiefenentspannt und in unhipsterigen Klamotten die Matte aus. (Wie ich später erfahren habe, sind die Teilnehmer bei Yogaklassen, die auch für Urban Sports Club Mitglieder offen sind, tendenziell jünger. Check!)

Den Raum des Yoga-Instituts seht ihr oben. Nachdem alle Teilnehmer sich mit ihrer Matte in Wandnähe positioniert haben, dimmt Bettina minimal das Licht und es geht los. Es gibt kein Om, keinen Buddha, keinen Gong und keine Räucherstäbchen. Und obwohl der Einstieg sich dadurch etwas weniger spirituell gestaltet als in anderen Studios, fühlt sich meine darauf folgende Praxis trotzdem nach Yoga und nicht nach Turnen an! Bettina führt uns ruhig, aber bestimmt durch die Asanas. Nicht zu fließend und nicht zu statisch.

Für meinen persönlichen Geschmack trifft sie das perfekte Maß dazwischen. Und beweist dabei, dass sie ziemlich starke Nerven hat, denn die 3 Mädels, die ich bereits erwähnte, kommunizieren unentwegt untereinander und gackern und hampeln rum, was das Zeug hält. Bettina ermahnt sie zwei Mal zur Stille und lässt sich von diesem wilden Grüppchen in keinster Form aus dem Konzept bringen. Ich bin beeindruckt.

Die Praxis tut mir sehr gut. Da ich nach meiner Erkältung noch nicht wieder so voll und ganz auf der Höhe bin, spielt das Anfängerlevel mir heute ziemlich in die Karten. Aber Anfängerlevel hin oder her – solltet ihr noch nie Yoga gemacht haben, würde euch diese Klasse höchstwahrscheinlich dennoch frustrieren, denn die Basics werden vorausgesetzt. Falls ihr aber schon wisst, was ein Sonnengruß ist und die einzelnen Positionen versteht, wenn sie auf Sanskrit angesagt werden, solltet ihr hier große Freude haben.

Die 90 Minuten vergehen wie im Flug. Im letzten Drittel der Klasse geht’s etwas ruhiger zu. Zum Savasana packt Bettina jedem von uns ein Lavendelsäckchen auf die Augen und führt uns mit einer Körperreise durch Savasana. Das ist ja auch eher ungewöhnlich und will daher an dieser Stelle erwähnt werden. Auch zum Abschluss wird kein Om gesungen. All‘ diejenigen, die zwar auf Yoga stehen, denen der hier und da gerne mal überzogen praktizierte Esozirkus jedoch zuwider ist, dürften sich im Yoga-Institut also sehr wohlfühlen.

Alles in allem war das eine sehr pure Angelegenheit. Auf’s Wesentliche reduziert, ohne dass das Gefühl entstanden wäre, dass irgendwas fehlt. Das Publikum war, bis auf die 3 Mädels, tiefenentspannt und sehr bei sich. (Die 3 Mädels hätte ich zugegebenermaßen liebend gerne an die Wand geklatscht. Aber an diesem Punkt fängt Yoga ja eigentlich erst an, nicht wahr?)

Abschließend ist vielleicht noch ganz wichtig zu erwähnen, dass die einzelnen Klassen sich je nach Lehrer bzw. Lehrerin unterscheiden. Den Stundenplan findet ihr hier. Die Klassen bei Eva sollen brechend voll sein. Hier könnte es also Sinn machen, nicht auf den letzten Drücker zu kommen. Außerdem dürften sich hier all‘ diejenigen besonders gut aufgehoben fühlen, die eine Symptomatik oder Beschwerden mitbringen. Evas Art zu unterrichten wird auf der Website nämlich folgendermaßen beschrieben:

„Sie berücksichtigt Kenntnisse der Physiotherapie, Physiologie und funktionelle Anatomie sowie Wissen aus ihren Fortbildungen in Manueller Therapie, Rückenschule, Osteopathie und Faszien-Yoga und setzt Techniken aus Weiterbildungen in verschiedenen Yogastil-Richtungen (Iyengar, Vinyasa Flow, Jivamukti und Ashtanga Yoga) ein.“

Mein Fazit? Erfrischend pur und auf’s Wesentliche reduziert. Yoga mit klarem Fokus, aber dafür ohne Eso-Schnickschnack und je nach Lehrer schon eher „medical“ ausgerichtet. 

Falls euch diese Beschreibung anmacht, rollt unbedingt mal selbst in Kreuzberg eure Matte aus!

Viel SPAss und Namasté

Jenny

Ich wurde vom Yoga-Institut eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich empfehle euch hier nur Studios, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.

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