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Self Love Sunday #35 – Sabrina

18/02/2018

Self Love Sunday SabrinaIch freue mich riesig, dass Sabrina heute ihre Geschichte mit uns teilt, denn dadurch wurde mir einmal mehr klar: ALLE struggeln (oder struggelten) mit dem selben Scheiß. Selbst Frauen mit Fitness Instagram Account, deren Körper dem gängigen Schönheitsideal entspricht. Ein wertvolles Learning, wie ich finde, das jeder Instagram User beim Scrollen im Hinterkopf behalten sollte:

„Ich folge der lieben Caro auf Instagram und bin dadurch auf den Self Love Sunday aufmerksam geworden. Ich fand – und finde – das Format so toll, dass ich direkt Jenny angeschrieben habe. Als ich mich dann motiviert an den Text gesetzt habe, ist mir jedoch klar geworden, wie schwer es für mich ist, speziell dieses Thema in Worte zu fassen…

Als Blogger schreibe ich zwar immer und ständig, doch dieses Thema ist dann wirklich ein anderes. Ich habe es dennoch probiert und ein paar Zeilen zu meiner Geschichte geschrieben:

Ich war nie dick und wurde für meine Figur schon immer eher beneidet statt gehänselt. Trotzdem habe ich irgendwann – es war ungefähr mit 12 Jahren – den Glaubenssatz in mir entwickelt, dass ich nicht mehr beliebt bin, wenn ich zunehme. Ich war der Ansicht, dass ich unbedingt dünn bleiben muss, damit alle anderen mich auch weiterhin hübsch und liebenswert finden. Ich habe immer weniger gegessen und habe immer mehr Möglichkeiten gefunden, Gewicht zu verlieren oder zu halten.

Über mehrere Jahre war ich nach außen das etwas zurückhaltende, aber glückliche Mädchen mit der guten Figur. Dieses Bild versuchte ich mit allen Mitteln zu halten und in meinem Inneren wurde ich immer trauriger und trauriger. Wie es mir wirklich ging, wussten nur zwei meiner engsten Freundinnen, die damals ebenfalls in einer Essstörung steckten. Es ging nie darum, uns gegenseitig mehr hineinzustürzen, sondern wir gaben uns gegenseitig Halt. Wir hatten ein Verständnis füreinander, das sonst keiner hatte und dennoch half es uns nicht heraus.

So ging das viele Jahre, bis meine Mutter mich mit 17 zu einer Therapeutin schleppte – die nicht grade die Beste auf ihrem Gebiet war, denn sie ließ sich mit den einfachsten Tricks belügen und somit war ich nach ziemlich kurzer Zeit „geheilt“. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt begann ich im Fitnessstudio zu arbeiten und fing mit dem Krafttraining an. Mit 19 machte ich meine Fitnesstrainer B-Lizenz und hing die Ernährungstrainer B-Lizenz direkt an.

Irgendwann wurde mir klar: Entweder, ich mache Sport und bleibe dünn oder ich mache Sport und baue Muskeln auf. Ich entschied mich dafür, dass man mein Training sehen sollte und begann einen Kampf gegen meinen Kopf. Ich war hin- und hergerissen zwischen Panik vor der Zahl auf der Waage und Freude über die Zunahme. Langsam, und verbunden mit unzähligen Rückschlägen, wurde es besser. Mein Selbstbewusstsein habe ich Stück für Stück aufgebaut. Immer wieder warf ich mich selbst ins kalte Wasser, um zu sehen, dass ich schwimmen kann.

Seit meinem Abi habe ich viele verschiedene Jobs angenommen, die mich immer wieder auf’s Neue herausfordern. Mit der Zeit habe ich gelernt, meine Gedanken auszuschalten und wurde zufriedener. Die Stärkung meines Selbstbewusstseins half mir auch, meinen Körper zu akzeptieren.“

Der Self Love Sunday soll aufzeigen, dass alle Frauen (und auch Männer) schon Erfahrungen mit Bodyshaming gesammelt haben, und zwar ganz losgelöst davon, wie sie aussehen. Er soll uns dahingehend sensibilisieren, wie wir Körper beurteilen, bewerten, mit Labels versehen und in Schubladen packen. Er soll uns aufzeigen, was wir mit diesen Beurteilungen und Bewertungen, sofern wir sie laut aussprechen, bei anderen Menschen auslösen und anrichten können und es wäre ganz cool, wenn wir durch den Self Love Sunday irgendwann kollektiv checken, wie facettenreich Schönheit ist.

„Richtig bergauf ging es, als ich mit dem Yoga begonnen habe. Zuerst habe ich es nur für mich gemacht, dann in Kursen und schließlich entschied ich mich für eine Yoga-Ausbildung. Yoga hat mir geholfen, mich selbst anzunehmen und mir – und anderen – mit Liebe zu begegnen. Ich mache damit zum ersten Mal etwas für mich – wirklich für mich!

Seit April 2017 habe ich 8kg zugenommen. Klar, ich sehe es im Spiegel, mein Freund sieht es und ich wurde darauf angesprochen. Aber es gibt auch genug Kommentare wie: „Wo hast Du die 8 kg denn hingepackt?“ Ja, von den 8 kg sind 4,5 kg Muskelmasse und mein Körperfett ist lediglich um 2 % gestiegen. Hätte mir früher jemand erzählt, dass ich von der jetzigen Zahl auf der Waage keine Nervenzusammenbrüche bekomme und mich sogar freue, hätte ich ihn vermutlich für verrückt erklärt.

Wenn ich heute zurückschaue, stelle ich fest, dass ich in meinem Leben viel zu lange viel zu traurig war. Aber vielleicht kann ich dadurch all‘ das Glück und die Liebe in meinem Leben viel mehr wertschätzen. Daher finde ich den Self Love Sunday eine so schöne Sache! Es macht mich so traurig zu sehen, wie vielen Menschen es da draußen heute noch so geht, wie mir damals. Seit ich mit mir im Einklang bin, kann ich die Menschen um mich herum ganz anders wahrnehmen – ich sehe sie wirklich wie sie sind – und das hilft in jeder menschlichen Beziehung. Sich selbst anzunehmen und festzustellen, dass man zu jedem Zeitpunkt so geliebt wird, wie man ist und man genau so perfekt ist – das ist ein wundervolles Gefühl!

Ich verabschiede mich mit den drei Dingen, die ich am liebsten an mir mag: meine Augen, meinen Mund und meinen Rücken.

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Dir – umarme Dich, Du hast nur dieses eine Leben, das leider für uns alle begrenzt ist und das solltest Du erfüllt von Liebe und Glück verbringen!“

Von Herzen Danke an Sabrina und 10 von 10 Punkten für diese entspannte Haltung zum Thema Nahrungsaufnahme als Fitness- & Ernährungstrainerin. Sowas ist heutzutage ja eher die Ausnahme als die Regel.

Wollt ihr selbst mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang.

Let’s spread some Self Love!

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