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Self Love Sunday #31 – Marion

21/01/2018

Self Love Sunday MarionIhr Lieben, ich danke euch von Herzen für das Teilen meines Facebook Aufrufs! Der Self Love Sunday kann weitergehen, weil sich so umwerfende Frauen wie Marion auf meinen Post hin gemeldet haben! Mein Herz tanzt! Vorhang auf für Marion:

„Ich verfolge den Selflove Sunday seit der ersten Ausgabe und dachte immer: wow, da will ich auch mitmachen! Ich will zeigen, dass auch meine Körperform eine der vielen ist, die da draußen herumlaufen, dass auch ich ganz normal bin und nichts, was man auf der Straße anstarren muss.

Gezögert habe ich nicht nur, weil es ja doch ein großer Schritt ist, sich so im World Wide Web zu präsentieren, sondern auch, weil ich finde, dass ich im Gegensatz zu all‘ den anderen Frauen und Männern, die sich bereits getraut haben, keine wahnsinnig inspirierende Persönlichkeit bin.

Ich bin kein Yoga-Guru (in der Tat habe ich erst einmal in meinem Leben eine Yogaklasse besucht), ich bin keine Künstlerin, ich habe abgesehen vom frühen Tod meiner Mutter vor 10 Jahren keine herben Schicksalsschläge erlebt, die mich aus der Bahn geworfen hätten, und auch Bodyshaming habe ich zwar schon häufig erfahren (da ich schon immer dick war), als Mobbing-Opfer kann man mich aber nun eigentlich nicht bezeichnen.

Und doch haben all die Erfahrungen, und waren sie letztlich im Vergleich zu den Geschichten anderer auch noch so klein und unbedeutend, mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin und mir ein Verhalten antrainiert, das ich jetzt, mit 30 Jahren, nur schwer wieder los werde: Dass ich mich nur schwer in ein neues Umfeld integriere, weil ich immer denke, dass die anderen mich sicher komisch finden. Dass sie mich sicher für faul und dumm halten (das typische Dicken-Vorurteil), obwohl ich einen Master-Abschluss in der Tasche habe und oft 7 Tage pro Woche arbeite; dass sie mich für unfreundlich und hochnäsig halten, dabei bin ich einfach nur still und zurückhaltend, um so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf mich zu ziehen („reicht ja schon, dass ich so dick bin“).

Dass ich hinter jedem Kompliment eher Mitleid vermute als echten Zuspruch. Dass ich immer eher mit älteren Mitmenschen klarkomme und von den Gleichaltrigen und Jüngeren befürchte, dass sie hinter meinem Rücken lästern könnten, denn es waren immer schon die Mitschüler und die „coolen Kids“, von denen blöde Sprüche und gnadenlose Blicke kamen. Dass ich in der Öffentlichkeit ungern esse bzw. mir dabei immer vorstelle, was die anderen denken („kein Wunder, dass die so fett ist“). Dass ich Dauer-Single bin, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Mann mich attraktiv finden könnte und ich hinter einem Flirt eine Falle vermute. All das nervt mich tierisch – und es ärgert mich maßlos, dass fremde Menschen so über mein Leben bestimmen bzw. dass ich das zugelassen habe.“

Der Self Love Sunday soll aufzeigen, dass alle Frauen (und auch Männer) schon Erfahrungen mit Bodyshaming gesammelt haben, und zwar ganz losgelöst davon, wie sie aussehen. Er soll uns dahingehend sensibilisieren, wie wir Körper beurteilen, bewerten, mit Labels versehen und in Schubladen packen. Er soll uns aufzeigen, was wir mit diesen Beurteilungen und Bewertungen, sofern wir sie laut aussprechen, bei anderen Menschen auslösen und anrichten können und es wäre ganz cool, wenn wir durch den Self Love Sunday irgendwann kollektiv checken, wie facettenreich Schönheit ist.

„Die Bodypositivity-Bewegung und nicht zuletzt diese Reihe hier zeigen mir aber so langsam, dass mein Körper nicht weniger wert ist als der schlanker Menschen. Und dass ein schlanker Mensch nicht unbedingt ein glücklicherer ist, dass jeder seine Sorgen und Nöte hat.

Letzten Sommer war ich zum ersten Mal seit über 10 Jahren wieder im Freibad – und habe festgestellt, dass es Quatsch ist, sich Dinge und Aktivitäten zu verbieten, auf die man Lust hat, nur weil man denkt, man könne blöd angeschaut werden. Dort im Freibad waren Frauen und Männer, die waren dick, dünn, groß, klein, die eine hat Cellulite, der andere hat schlechte Tattoos. Und ich fühlte mich plötzlich nicht besser und nicht schlechter als die anderen, sondern ganz normal!

Ich hatte Lust auf Sonne, Strand, Meer – also flog ich mit einer Freundin nach Teneriffa und trug die meiste Zeit Badeanzug. Ich trug kurze Hosen, nicht nur im Urlaub, sondern auch hier zuhause, in der Stadt, beim Betriebsausflug. Ich trage mittlerweile oft Kleider und denke dann beim Blick in den Spiegel auch manchmal sogar „wow – gut siehst du heute aus!“.  Der Sommer war für mich in Sachen Selbstliebe wirklich ein voller Erfolg und der dauert an!

Was ich an mir mag sind interessanterweise die Dinge, die man so ohne weiteres gar nicht ändern kann: ich mag meine dunklen Augen mit den langen Wimpern und meinen etwas dunkleren Hautton und ich mag meine vollen Lippen, die perfekt sind, um mein Lieblingsaccessoire, den Lippenstift, zu tragen, der mir auch an blöden Tagen dieses kleine Glamourgefühl mit auf den Weg gibt.

Ich möchte aber dennoch nicht verschweigen, dass ich gerade dabei bin abzunehmen. Ich mache das nicht, weil ich mich irgendeinem Ideal anpassen will, sondern weil es mir in meinem Körper einfach nicht so gut geht, wie es mir gehen könnte: Beim Treppensteigen bin ich schnell kurz vor’m Ersticken. Ich habe im Sommer geschwollene Beine und schmerzende Gelenke, die mir den Urlaub vermiesen, weil ich mir nicht so viel anschauen kann, wie ich gerne würde (und dabei liebe ich Städtetrips!!). Ich fange bei der kleinsten „Anstrengung“ an zu schwitzen wie andere nach 60min Sport. Ich passe im Freizeitpark oft nicht in die Achterbahnsitze. Ich kann nicht länger als eine Stunde hohe Schuhe tragen, obwohl ich das so gerne tue, weil die Belastung auf Ballen und Zehen einfach zu groß ist.

Kurz: Ich glaube nicht daran, dass weniger Kilos auf der Waage automatisch glücklicher machen, denn die schlechten Erfahrungen aus Kindheit und Jugend verschwinden damit nicht auch automatisch. Aber mich würde es glücklicher machen und die blöden Gedanken vielleicht ein wenig verblassen lassen, wenn ich all‘ die Dinge (wieder) tun kann, die ich eigentlich so sehr mag. Und bei der Selbstliebe geht es doch genau darum: GLÜCKLICH zu sein, oder?“

Wenn die heutigen Zeilen euch genauso berührt haben wie mich, stimmt ihr mir sicherlich zu, Marion an dieser Stelle folgende Worte mit auf den Weg zu geben: Du bist inspirierend as fuck! Dein Beitrag zu diesem Projekt ist unendlich wichtig und ich bin mir sicher, dass sich durch deine ermutigenden Worte irgendwer da draußen demnächst wieder in’s Schwimmbad traut! Daher: Danke von Herzen!

Wollt ihr selbst mitmachen beim Self Love Sunday? Dann einmal hier lang.

Let’s spread some Self Love!

2 Kommentare

Kommentar von Anja am 28/01/2018 bei 17:30   

Ich musste ganz oft nicken! <3

Kommentar von I LOVE SPA am 28/01/2018 bei 18:13   

:)

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