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Self Love Sunday #29 – Sabine

07/01/2018

Self Love Sunday SabineDer Self Love Sunday startet in’s neue Jahr! Und es geht gewohnt deep zur Sache. Ich freue mich riesig, dass Sabine aka Kleine graue Wolke heute ihre Geschichte mit uns teilt. Ich binde euch den Trailer zu ihrem Film und ihre Social Media Kanäle unten nochmal gesondert ein, aber erstmal heisst es jetzt: Vorhang auf für Sabine!

„Es ist faszinierend, wie viele Wege ich von klein auf gefunden habe, mich selbst abscheulich zu finden. Vielleicht war meine Figur nicht das Problem. Aber alles andere.

Die Pickel, die Haare, die Muttermale. Je mehr Körperbewusstsein ich mit zunehmenden Alter entwickelt habe, desto unwohler habe ich mich in meiner eigenen Haut gefühlt. Und es hat die Situation auch nicht unbedingt besser gemacht, dass ich die alten Klamotten meiner Brüder auftragen musste. Eigentlich hab ich mich so ziemlich für alles an mir geschämt.

Die Konsequenz daraus war dann irgendwann „Okay, du bist nicht die Hübscheste, dann willst du wenigstens was in der Birne haben.“ Was wiederum in Leistungsdruck, innere Getriebenheit, Perfektionismus und übertriebenen Ehrgeiz ausartete. Lange ging das so. Viel zu lange.

2011 trat dann für mich unerwartet die Wende in mein Leben: Mir wurde die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose diagnostiziert. BÄM. Boden. Hundert Meter Schlamm. Ich. Vorbei ist es mit der Vorstellung von dem perfekten Leben. Ich dachte immer, so lange ich mich nur genug anstrenge, kann ich mich hübsch schminken, schlau lernen, erfolgreich werden, perfekt sein, um endlich mal irgendwo in dieser Welt anzukommen und mich wohl in mir selbst zu fühlen. Tja. Und nun war diese Vorstellung in tausend Teile zersplittert, denn ich werde für den Rest meines Lebens mit einer unheilbaren Krankheit durch die Gegend laufen.“

Der Selflove Sunday soll aufzeigen, dass alle Frauen (und auch Männer) schon Erfahrungen mit Bodyshaming gesammelt haben, und zwar ganz losgelöst davon, wie sie aussehen. Er soll uns dahingehend sensibilisieren, wie wir Körper beurteilen, bewerten, mit Labels versehen und in Schubladen packen. Er soll uns aufzeigen, was wir mit diesen Beurteilungen und Bewertungen, sofern wir sie laut aussprechen, bei anderen Menschen auslösen und anrichten können und es wäre ganz cool, wenn wir durch den Selflove Sunday irgendwann kollektiv checken, wie facettenreich Schönheit ist.

„So angsteinflößend wie diese Erfahrung war, so krass hat sie doch mein Leben zum Positiven verändert. Plötzlich baute sich da eine völlig neue Beziehung zu mir selbst und meinem Körper auf. Mal abgesehen davon, dass ich meinem eigens gesetzten Leistungsdruck nicht mehr standhalten konnte, begann ich mich zu fragen: Welche Art von Leben möchte ich führen? Was möchte ich meinem Körper zumuten? Mit wem möchte ich mich umgeben?

Vor einem halben Jahr dann lernte ich Deva Ludwig kennen, die mich mitnahm in die Meditation. Gleichzeitig trat Ayurveda in mein Leben. Beides stellt meinen Alltag nochmal komplett auf den Kopf – aber seitdem macht sich durch diese beiden Komponenten eine noch nie dagewesene Harmonie in mir breit. Tendenz: immer noch steigend.

Meine Auffassung von Selbstliebe geht durch die Erkenntnisse aus der Meditation mittlerweile weit über Äußerlichkeiten hinaus. Den eigenen Körper und das eigene Aussehen so anzunehmen, wie es gerade ist, gehört dazu. Klar. Aber es ist meiner Meinung nach nur ein kleiner Teil. Selbstliebe ist eine Art Respekt vor der eigenen Natur.

Es bedeutet für mich: Verantwortung übernehmen. Verantwortung für sich selbst. Denn unsere innere Zufriedenheit bestimmen wir ganz allein selbst. Und außerdem: In sich gehen und auf sich hören. Sich gute Nahrung gönnen. In Dankbarkeit leben. Gut mit Mutter Erde umgehen.

Am Ende fühlt es sich gar nicht so sehr als Liebe an, die nur auf mich selbst gerichtet ist. Es ist vielmehr eine neue Art, eigentlich allen um mich herum mit Liebe zu begegnen. In dem Moment, in dem ich lernte, alles, was mir in meinem Leben bisher geschehen ist, anzunehmen – in dem Moment entspannte sich auch meine Beziehung zu all den Menschen in meinem Umfeld.

Früher habe ich sehr viel Energie damit verschwendet, mich über unsensible und rücksichtslose Menschen aufzuregen. Heute kann ich ihnen mit einem Lächeln begegnen. Ihr Verhalten berührt mich nicht mehr oder nur noch selten. Ich konnte früher keine zweihundert Meter durch die Stadt laufen, ohne mich nicht geringschätzig angeguckt zu fühlen. Was für eine Erleichterung a) zu erkennen, dass diese Interpretation von mir selbst ausgeht und b) davon befreit zu sein. Ein ganzer Berg, der immer noch dabei ist, mir vom Herzen zu fallen.

Was für ein wunderschöner Prozess, der mit Selbstliebe startete und sich viel weiter und tiefer erstreckt, als im ersten Augenblick gedacht.“

Ist es nicht erstaunlich, wie die Diagnose einer Krankheit alles zuvor Dagewesene zurechtrücken kann? Von Herzen Danke an Sabine! Das hier ist der Trailer zum Film:

Und die DVD findet ihr hier. Folgt Sabine gerne auch auf Facebook und Instagram!

Wollt ihr selbst mitmachen beim Selflove Sunday? Dann einmal hier lang.

Let’s spread some Self Love!

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