Pangkor Laut Resort Malaysia

Pangkor Laut Resort MalaysiaFreunde der Entspannung, nach dem Post über das Marina Bay Sands möchte ich heute noch einen weiteren Stop meiner Malaysia & Singapur Reise mit euch teilen.

Seid ihr bereit für eine gehörige Portion Licht und Wärme? Gut, denn der heutige Post nimmt euch mit in’s Pangkor Laut Resort Malaysia! Ich wurde kürzlich gefragt, wie es zu diesen Blogposts kommt. Also anhand welcher Kriterien ich auswähle, über welche Urlaubsdestinationen ich schreibe und über welche nicht.

Dazu vielleicht ganz kurz und knackig: Sobald das Reiseziel feststeht, erstelle ich ein Pinterest Board mit den geilsten Bildern, die ich zu dem Land so finden kann und entlang der allergeilsten Bilder entsteht dann die finale Reiseroute. Und genau so bin ich auch im Pangkor Laut Resort gelandet.

Aber gleich vorweg: Malaysia ist keine Spa Destination. Warum dem so ist, habe ich in Gesprächen vor Ort nicht final klären können – ich vermute, dass es mit der Religion zu tun hat. Denn Malaysia ist schwerpunktmäßig muslimisch. Es gibt zwar auch sehr viele Inder und Chinesen, aber wer nach Malaysia reist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es ein islamisches Land ist. Ich würde euch also davon abraten, öffentlich Händchen zu halten, zu knutschen oder am Strand blank zu ziehen. Check!

Das klingt jetzt zugegebenermaßen aber alles viel krasser, als es ist. Ich war ziemlich verzaubert von der Offenheit und der Herzlichkeit der Menschen. Hinzu kommt, dass das Pangkor Laut Resort auf einer Privatinsel liegt, auf der es außer dem Resort nichts weiter gibt. Hier schaut euch also auch niemand schief an, wenn ihr mal Hand in Hand am Strand lang lauft.

Wir (also meine Reisebegleitung und ich) waren insgesamt 5 Tage auf Pangkor Laut und hatten eine Hill Villa gebucht. Falls ihr das nachmachen wollt, hier eine wichtige Info: Die Villen am Hügel sind sehr hellhörig und ihr wohnt hier Wand an Wand mit anderen Gästen. Wir hatten chinesische „Nachbarn“, die sehr multitaskingfähig waren. Will heissen: Fernseher + Facetime + ein ausdauernder Streit. Und zwar all night long. Als wir das am nächsten Morgen am Front Office anmerkten, wurden wir prompt in eine Spa Villa upgegraded. Bäm! Beschwerdemanagement at its finest:

Pangkor Laut Resort Spa Village

Hier hatten wir dann in der Tat keine Nachbarn mehr und alles, was fortan an Geräuschen zu unseren Ohren durchdrang, war das Meeresrauschen unter dem Bungalow. Hier seht ihr eine Innenaufnahme:

Pangkor Laut Resort Spa Villa

Das Badezimmer war riesig (die Gesamtgröße der Spa Villa Bungalows beläuft sich auf 55m²) und es gab eine ziemlich große Badewanne, von der aus man bei offenen Fenstern direkt raus auf’s Wasser schauen konnte. Wir bewegen uns hier im Pangkor Laut Resort schon im High Budget Bereich, aber wenn ihr schon nach Pangkor Laut fahrt, dann würde ich euch auf jeden Fall raten, ein eigenständiges Hüttchen auf dem Wasser zu buchen und keine Hill Villa!

Unter den einzelnen Stelzenbungalows gibt es die Kategorien „Beach Villa“, „Sea Villa“ und „Spa Villa“ und eine Spa Villa solltet ihr nur buchen, wenn euch längere Spaziergänge über Holzstege nicht stören. Dafür habt ihr im Spa Village dann aber auch wirklich eure Ruhe. Hier zum Beweis der Ausblick von unserer Terrasse:

Pangkor Laut Resort Malaysia Spa Villa

Bevor wir zum Spa kommen, der schon so einige Awards abgestaubt hat, möchte ich aber noch auf die Verpflegung eingehen, denn ich hätte mir gewünscht, zu diesem Punkt im Vorfeld online Informationen zu finden.

Wir hatten erst nur die Unterkunft mit Frühstück gebucht und lasen dann auf diversen Bewertungsportalen, man solle unbedingt den „Meal Plan“ (aka 3 Mahlzeiten am Tag) mit dazu buchen, weil die Preise in den Restaurants wohl jenseits von gut und böse seien. Weil wir mehrfach lasen, dass man ohne Meal Plan in den Restaurants arm wird, buchten wir ihn per Email dazu. Kostenpunkt +/- 75€ pro Tag und Köpfchen. (So viel zur Macht von Online Bewertungen.)

Pangkor Laut Resort Emerald Bay

Und long story short: Es machte überhaupt keinen Sinn! Würde ich erneut anreisen, würde ich die Mahlzeiten einzeln auf’s Zimmer (beziehungsweise auf den Stelzenbungalow) buchen lassen. Klar, supergünstig ist es nicht, aber es wäre in unserem Fall auf jeden Fall günstiger gewesen als der Meal Plan. Hinzu kommt, dass das Essen unserer Meinung nach der einzige verbesserungswürdige Punkt des ganzen Resorts ist, denn wir empfanden es im Gegensatz zur Ausstattung oder dem Personal einige Male als ernsthaft mies.

Das Frühstück war richtig(!) gut. Vor allem die frisch zubereiteten Rotis am indischen Buffet. Dort findet ihr auch sensationell leckere Chutneys. Die Juice Bar war ebenfalls nicht von schlechten Eltern und die Früchte schmeckten allesamt frisch und äußerst aromatisch. Das Abendessen schmeckte in den Restaurants Uncle Lim’s Kitchen und Fisherman’s Cove am besten.

Pangkor Laut Resort All Inclusive

Da wir es hier nicht nur mit einem Hotel, sondern mit einer ganzen Insel zu tun haben, möchte ich noch zwei weitere Dinge loswerden, bevor wir zum Spa kommen! Zum einen frage ich mich bis heute, warum der Infinity Pool immer so leer war:

Pangkor Laut Resort

So viel Ruhe und Platz hätte ich im Traum nicht erwartet. Und auch der Strand aka Emerald Bay auf der gegenüberliegenden Seite der Insel war nicht wirklich überfüllt. Zweifellos ein großes Plus, wenn man sich wirklich entspannen will.

Pangkor Laut Resort Infinity Pool

Das sensationellste an der ganzen Insel beziehungsweise dem ganzen Resort ist meiner Meinung nach aber ganz klar die Tierwelt!  Denn ihr trefft auf Pangkor Laut mehr Tiere als in jedem Zoo. Indianerehrenwort. Während unseres kurzen Aufenthaltes in der Hill Villa hatten wir einen Affen im Zimmer, es gibt einen kompletten Baum voll mit Fledermäusen und beim Frühstück fressen euch die Nashornvögel aus der Hand! (Um jetzt nur mal 3 Beispiele zu nennen.) Richtig, richtig cool.

Aber kommen wir endlich zum Spa, denn unsere Malay Massage würde ich auf der Spektakulär-Skala gleich unterhalb der Tierwelt ansiedeln! Das Spa Menü findet ihr hier, die Malay Massage kostet etwa 75€ pro Köpfchen bei einer Netto Massagezeit von 60 Minuten (Stand: November 2017) und wird dort folgendermaßen beschrieben: „The art of traditional Malay massage is passed on from generation to generation. The technique consists of long kneading strokes that focus on the muscles and pressure applied to various points on the body. This treatment uses oil made with special local ingredients such as turmeric, cinnamon, garlic, onion and citronella, that invigorates circulation.“

Wir kommen an, trinken einen Tee, werden von unseren beiden Behandlerinnen abgeholt und gleich nach dem Fußbad Intro wird es schon erstmalig außergewöhnlich, denn unsere Fußsohlen werden mit einem Holzhammer abgeklopft:

Ich hatte gestern meine erste Malay Massage! Es war der Knaller und ich werde im Dezember auch ausführlich auf dem Blog darüber berichten, aber es wird das erste und einzige Treatment in diesen 4 Wochen sein, denn ich genieße es gerade sehr, dass der Fokus mal nicht auf dem Blog und meiner Arbeit liegt 😌 Die ein oder andere Inspiration der Reise (die dieses Mal nicht wirklich viel mit Spa zu tun hat) gibt's aber auf Instagram 👉🏼 @ilovespa.de

Gepostet von I love spa am Freitag, 10. November 2017

Im Anschluss werden wir in unterschiedliche Badehäuser geführt, getrennt voneinander in einen Sarong gewickelt und alle unsere Sachen werden jeweils in einem Spind eingeschlossen. Aus diesem Grund gibt es ab hier keine Bilder mehr, aber ich versuche, den ganzen SPAss so bildhaft wie möglich zu beschreiben. Alles, was jetzt folgt, läuft für meine Begleitung und mich zwar getrennt voneinander, aber parallel und vollkommen identisch ab.

Ich werde – in den Sarong gewickelt – zu einem Brunnen geführt und meine Behandlerin erklärt mir, dass es sich dabei um einen Wunschbrunnen handelt. Sie reicht mir eine Münze und ich soll mir etwas wünschen, während ich sie in den Brunnen werfe. Crazy. Als nächstes schreite ich im Sarong durch eine „Wasserstraße“ (also es kommt Wasser von oben) und begebe mich in ein Becken mit kaltem Wasser. Dort verbringe ich schätzungsweise 5 Minuten und soll mich im Wasser bewegen, indem ich auf- und abschreite. Brrr. Nach dem kalten Becken öffnet meine Behandlerin verschiedene Behältnisse, aus denen unterschiedlich duftender Dampf strömt und weist mich an, über jedem Behältnis dreimal tief ein- und auszuatmen.

Als nächstes werde ich in einen Raum geführt, nehme auf einem Holzhöckerchen Platz und soll meinen ganzen Körper ordentlich einschäumen und mit Wasser wieder abwaschen. Spätestens hier lassen sich starke Parallelen zum Hamam nicht mehr leugnen. Im Anschluss geht’s in’s warme Becken, das mir deutlich sympathischer ist als das kalte. Hier halte ich mich erneut einige Minuten aus und meine Behandlerin reicht mir einen kalten Grüntee. Nach dem warmen Becken folgt wieder sowas wie eine Hamam-Waschung, allerdings werde ich nun eingeschäumt und gewaschen. Dabei liege ich auf einem Holztisch.

Im Anschluss an die passive Waschung lege ich den nassen Sarong ab und soll mich abtrocknen. Jetzt wird mir ein Einweghöschen angeboten und ich kann aus einem Korb unterschiedlicher Stoffe wählen. Den ausgewählten Stoff bindet meine Behandlerin mir dann als Sarong um, führt mich nach draußen und hier treffe ich – tadaaa – meine Begleitung. Ebenfalls quietschsauber und in eine frische Stoffbahn gewickelt. Wir bekommen erneut einen Tee und wenn ich das richtig verstanden habe, gehört dieses 45-minütige Bade-Ritual zu jeder Behandlung mit dazu.

Es folgt eine 60-minütige Malay Massage im Couple Room. Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie sich eine Malay Massage wohl anfühlt und muss rückwirkend zugeben, dass ich keine Unterschiede zur Balinesischen Massage feststellen konnte. Unser Treatment ist der perfekte Mix aus Entspannung und Muskellockerung. Die Griffe sind fließend, aber nicht oberflächlich. Insgesamt gestaltet sich der Ablauf sehr dynamisch. Der Druck ist on point. Längsdehnungen, wie in der Thai Massage, gibt es nicht. Nach 60 Minuten entschweben wir dem Couple Room. Die Sarongs, die wir uns nach der Waschung ausgesucht haben, dürfen wir behalten. Alles in allem war das schon eine sehr runde und stimmige, nahezu perfekte Performance. Ich bin beeindruckt.

(Später erfuhr ich, dass der Großteil der Behandlerinnen aus Bali stammt. Vielleicht hat es sich deshalb balinesisch angefühlt. Vielleicht gibt es aber auch einfach keine typisch malaysische Massage, weil Malaysia nicht wirklich über eine traditionelle Spa Kultur verfügt.)

Aber wie auch immer: Solltet ihr mal in diesem Resort absteigen, bucht unbedingt auch ein Treatment! Auf den Meal Plan hingegen könnt ihr getrost verzichten. Auf Pangkor Laut erwarten euch nicht nur verdammt viele Tiere, sondern auch absolute Ruhe und Entpannung. Das Wifi könnt ihr in Form eines Minirouters mit euch rumtragen. Somit habt ihr überall auf der Insel überdurchschnittlich gutes Internet. Das Personal war auf Leading Spa Niveau. Würde ich also wiederkommen? Ja, ja, ja!

Es war wundervoll. Macht das also gerne nach!

Jenny

Wir haben alles selbst bezahlt. Ich schreibe hier nur über Hotels und Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.