Meridian Spa & Fitness Hamburg Eppendorf

Spa Hamburg MeridianSpa EppendorfEs gab viel zu lange keinen Hamburg Tipp mehr! Meine letzte Hamburg Empfehlung liegt unglaubliche 8 Monate zurück! Grund genug, mal wieder in den ICE Richtung Nordwesten zu springen und einen Day Spa im Meridian Spa & Fitness Eppendorf zu verbringen.

Da Meridian aus Hamburg kommt, findet ihr hier auch die meisten Anlagen der Kette. Genau genommen sind es 5 an der Zahl und da ich mich bisher nur im Meridian Alstertal entspannt habe, war es höchste Zeit, mir endlich mal ein weiteres Meridian in Hamburg vorzuknöpfen!

Vom U-Bahnhof Osterstraße laufe ich etwa 10 Minuten und bin bei meiner Ankunft fast ein bisschen erstaunt, dass das Meridian in Eppendorf sich nicht auf dem Dach eines Einkaufszentrums befindet. Ich würde die Lage als idyllisch bis gediegen bezeichnen.

Da meine Work Life Balance zum Zeitpunkt meines Besuches ein klitzekleines bisschen aus dem Gleichgewicht geraten ist und ich die Tage gefühlt nur noch sitzend am Computer verbringe, bin ich fest entschlossen, neben einem Spa Treatment auch noch einen Kurs namens „Faszientraining“ zu besuchen. (Eine Übersicht der Kurse findet ihr hier.) Ich hab‘ bisher den Fitness-Part der Häuser, über die ich so schreibe, ja immer mehr oder weniger stur ignoriert und mich auf den Spa-Bereich fokussiert. Ich sollte aber zukünftig öfter mal einen Blick in den Kursplan werfen, denn mir war nicht klar, wie groß die Anzahl der blogkompatiblen Kurse ist. Also: Wieder was gelernt!

Ich komme an, checke ein und augenblicklich stellt sich dieses ganz bestimme Meridian-Gefühl ein. Es ist wirklich ganz egal, ob ihr in Berlin eincheckt, in Frankfurt oder in Hamburg. Der Style, der Geruch, die Terrakottafliesen – überall gleich. Mich erwartet hier heute eine Abhyanga und das Treatment startet auch mehr oder weniger direkt nach meiner Ankunft. Also eile ich Richtung Umkleide, stopfe mein Zeug in den Schrank, schlüpfe in den Bademantel und mache mich auf den Weg in den Amayana Bereich.

Meridian Spa Hamburg Eppendorf

Ich nehme Platz und schnappe mir ein Wasser, aber dann werde ich auch schon von Vasanti, meiner Behandlerin abgeholt. Kaum im Treatmentraum angekommen, konfrontiert sie mich mit der Bezeichnung Bloggerin und ich versinke ein bisschen im terrakottafarbenen Erdboden, denn was der Volksmund allgemeinhin unter „Bloggerin“ versteht, ist ja nichts Gutes. Aber ich nicke lächelnd, denn es ist ja nunmal, wie es ist.

Vasanti fragt mich, ob es irgendwas Wichtiges zu beachten gibt und ist erstaunt, dass ich (aka „die Bloggerin“) keine Fragen zum Treatment habe. Ich erkläre ihr, dass ich das einfach wie ein ganz normaler Gast auf mich zukommen lasse und dann halt einfach schaue, wie es sich anfühlt. Soweit, so gut. Und dann geht’s los!

Da wir es hier und heute mit der 50-minütigen Abhyanga zu tun haben, erklärt Vasanti mir, dass ich ausschliesslich auf dem Rücken liegen werde. Spannend! Ich entkleide mich, lasse mich in der Rückenlage nieder, werde zugedeckt, schliesse die Augen und schon spüre ich warmes Öl. Viel warmes Öl. Wie es sich für eine Abhyanga gehört. Ich hatte ja schon sehr viele ayurvedische Ölmassagen. Vom supersanften Einölen in deutschen Wellnesshotels bis hin zum Verprügeln auf indischen Holztischen war da alles mit dabei. Umso erfreuter bin ich über Vasantis Interpretation der ayurvedischen Ölung, die in den Grundzügen zwar genauso abläuft, wie ich es auch selbst gelernt habe, aber gleichzeitig auch an den richtigen Stellen Druck auf die Muskulatur bringt. Da ich mich ja nicht umdrehe in die Bauchlage, wird mein Rücken sehr lomi-like von unten bearbeitet. Ordentlich viel Öl und der perfekte Druck zieht sich durch die gesamte Behandlung.

Ich fahre vollkommen runter, erhebe mich im Anschluss an die Massage leicht benommen und gerate, während ich wieder in meinen Bademantel schlüpfe, mit Vasanti in’s Plaudern. Hierbei entlockt sie mir irgendwie, dass ich vom Fach bin. Damit wäre das üble Bild der „Bloggerin“ zwar wieder zurechtgerückt, aber dafür quatschen wir uns jetzt so richtig fest. Ich denke, ich habe nie zuvor eine Abhyanga bekommen, die meiner eigenen Art, eine Abhyanga zu geben, ähnlicher war. Und damit erübrigt sich ja im Prinzip mein Fazit zum Treatment, oder? Es war der Knaller!

MeridianSpa Hamburg Eppendorf

Das Meridian in Eppendorf verteilt sich auf insgesamt 7 (in Worten: sieben) Etagen und während ich so umherirre und versuche, mir einen Überblick zu verschaffen, versetzt mich der Gästemix in Staunen. Ich begegne kaum Männern und die Damen um mich herum haben irgendwie allesamt ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel als ich. Ob das wohl an der Gegend liegt oder ob ich in eine ganz bestimmte Ladies Zeitspanne gerutscht bin, während der Männer tabu sind? Ich weiss es nicht. Ich weiss aber, dass es sich zur Abwechslung in der Sauna mal ganz cool anfühlt, nicht von männlichen Saunagästen angestarrt zu werden. Zum ersten Mal erschliesst sich mir der Sinn von Damensaunen. Kein Scherz.

Ich habe im Anschluss an meine Behandlung das Dampfbad auserwählt, aber ihr könnt auch genauso gut in einer finnischen Sauna, einer japanischen Sauna, einem Sanarium oder 3 Warmluftbädern (Evento, Aroma und Heu-Kräuter) schwitzen. Der Pool, den ihr oben auf dem Titelbild seht, mist 20 Meter und Whirlpools, Kaltwassertauchbecken und Kneippbecken sind selbstredend ebenfalls mit am Start.

Am heutigen Tag lacht die Sonne über Hamburg und man munkelt ja, dass das hier nicht so oft passiert. Aus diesem Grund haben sich Hamburgs Sonnenanbeter allesamt im Außenbereich aka dem japanischen Garten rund um den Koi Teich versammelt. (Es war sehr voll, daher hier ein Pressefoto zur Dämmerung. Ich schwöre, bei meinem Besuch schien die Sonne!)

Spa Hamburg Meridian Spa Eppendorf

Während Hamburg sich draußen sonnt, habe ich den Ruhebereich mehr oder weniger für mich alleine. Das spielt mir stärkstens in die Karten, denn nichts ist unentspannter als ein Raum voller Menschen, in dem man sich entspannen soll. Ich ruhe hier in etwa ein Stündchen nach und mache mich dann auf den Weg Richtung Dusche, denn es gilt, sehr viel Öl aus meinen Haaren zu waschen.

Meridian Spa Hamburg Ruheraum

Mehrfach shampooniert und gänzlich entölt steige ich in meine Sportsachen und da ich noch nie einen Faszienkurs besucht habe, bin ich mir unsicher, ob ich auch Sportschuhe brauche. Gleich vorweg: Ich hätte sie nicht gebraucht. Ihr könnt auch in Flip Flops in den krachneuen Fitnessbereich schlappen. Und in diesem Raum hier findet der Kurs statt. Seht ihr’s? Sonne!!!

Meridian Spa in Hamburg Eppendorf

Der Altersdurchschnitt ist ab etwa 16 Uhr nach unten gesaust. Unter allen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern liege ich nun geschätzt so ziemlich im Durchschnitt. Der Kursleiter heisst Philip, jeder schnappt sich eine Blackroll und einen etwas härteren Gummiball und los geht’s! Die 45 Minuten sind ein Mix aus Schwingungen und „Rollungen“. Wir bewegen uns schon ziemlich viel, aber es ist nicht wirklich anstrengend. Meine Nackenmuskulatur feiert diese Dreiviertelstunde auf jeden Fall härtestens und auch ich hatte SPAss.

Mein Fazit? Eine Abhyanga und ein Faszienkurs sind ein ziemlich perfekter Mix. Ich kann euch das genau so weiterempfehlen! Wobei die Zen Meditation auch spannend klingt. Unter’m Strich merkt man dem Meridian in Eppendorf schon an, dass es ein bisschen älter ist als sein jüngerer Bruder in Frankfurt, aber das hat mich jetzt nicht wirklich gestört. Wer bodenständige und unaufgeregte (also unhipsterige) Entspannung sucht, wird sie auch im Meridian in Eppendorf finden. Und wer auf Ayurveda steht, sollte sich unbedingt bei Vasanti einbuchen!

Happy Relaxation!

Jenny

Ich wurde von MeridianSpa eingeladen. Um den Blog als Full Time Job bespielen zu können, arbeite ich mit einem Tagessatz. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig von meinem Tagessatz. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.