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Selflove Sunday #17 – Katharina

01/10/2017

Selflove Sunday KatharinaHeute hält Katharina das Selflove Sunday Schild hoch und ihre Worte dürften uns (ein weiteres Mal) vor Augen führen, dass der Struggle um Körperakzeptanz ein Thema ist, das wirklich jeden Körper betrifft und wie unsinnig es vor diesem Hintergrund ist, dass so viele von uns ein Leben lang einem bestimmten äußeren „Ideal“ hinterher hecheln. Aber lest einfach selbst:

„Vielen Dank an Alex und Jenny, dass Sie mich gefragt und ausgewählt haben. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, aber mittlerweile finde ich die Aktion super und kann anderen Frauen und Männern hoffentlich Mut machen.

So, jetzt zu meiner Person. Ich bin 39 Jahre alt und eher von kleiner Gestalt (1,58m), was  mich in den Jahren mehr begleitet hat als meine Figur. Ich wurde immer für jünger gehalten und in der Schule meistens nicht für voll genommen. Blöderweise war ich in der Klasse (egal ob Grundschule oder weiterführende Schulen) immer die Kleinste und musste mich immer hinten anstellen. Das hat schon ziemlich am Selbstvertrauen genagt- aber ich war sehr sportlich und zählte in fast allen Sportarten meistens zu den Vordersten.

Als ich mein Hobby startete, war ich 5 Jahre: Ballett. Anfang war es nur ein Hobby, was ich mit sehr viel Hingabe und Willen ausgeübt habe. Im Alter von 15 Jahren, wenn der Körper pubertär wird (bei mir zumindest) und anfängt, sich zum Erwachsenen zu formen, wurde mir mehrmals gesagt, dass ich zu dick sei. Ich durfte nicht mehr in der 1. Reihe tanzen und irgendwann verlor ich das Feuer in mir zu diesem Sport. Bis ich die Ballettschuhe an den Nagel hängte und sie gegen Fitnessschuhe austauschte. Ich bewegte mich zu Step Aerobic und anderen Sportarten. Hauptsache Bewegung.

Natürlich gab es immer wieder Aufs und Abs und Überlegungen, wie ich mein Gewicht halten kann. Speziell wenn man, wie ich, in der Gastronomie arbeitet oder gearbeitet hat, viel Gutes Essen und Wein probiert und an Gewicht zunahm….Irgendwie habe ich mich aber immer in Fitness Studios angemeldet und Sport gemacht – aber nur, solange es nicht in Stress ausartete. Es sollte immer ein Hobby bleiben. Ich hatte auch viel Glück, Gewichtssprünge blieben aus und ich machte mir keinen Kopf mehr.“

Der Selflove Sunday soll aufzeigen, dass alle Frauen (und auch Männer) schon Erfahrungen mit Bodyshaming gesammelt haben, und zwar ganz losgelöst davon, wie sie aussehen. Er soll uns dahingehend sensibilisieren, wie wir Körper beurteilen, bewerten, mit Labels versehen und in Schubladen packen. Er soll uns aufzeigen, was wir mit diesen Beurteilungen und Bewertungen, sofern wir sie laut aussprechen, bei anderen Menschen auslösen und anrichten können und es wäre ganz cool, wenn wir durch den Selflove Sunday irgendwann kollektiv checken, wie facettenreich Schönheit ist.

„Ich gehe seit ich Denken kann mit meinen Eltern an den FKK Strand. Es war nicht immer einfach, aber meine Eltern lebten mir ein gesundes Bewusstsein zu seinem Körper vor. Man sollte sich nicht verstecken, auch wenn es Makel am Körper gibt.

Seit der Geburt meiner Tochter vor 6 Jahren lege ich die Prioritäten ganz anders und versuche, beides zu verbinden. Das funktioniert leider nicht immer, aber es ist dann eben so. Ich mache heute viel weniger Sport, hab mich aber damit gut arrangiert und es ist ok, wenn ich auch mal entspanne. Meine Tochter sagte mal zu mir: „Ich lieb‘ Dich so wie Du bist, mehr als der Weg zum Mond und zurück.“ Das gibt mir viel Kraft, wenn ich mal an mir zweifle.

Und hier drei Dinge, die ich an meinem Körper mag: Meine angenehme Taille, die trotz der Geburt meiner Tochter wieder eine Taille ist, meinen Apfelpo und meine kleinen Füße, die mich immer wieder gut landen lassen, auch wenn es mal stürmisch zugeht!“

Lieben Dank an Katharina! Meine persönliche Erkenntnis nach mehr als 4 Monaten Selflove Sunday: Es ist ganz egal, ob man groß oder klein, dick oder dünn, athletisch oder nicht ist. Ausnahmslos alle machen uncoole Erfahrungen im Außen. Wäre es vor diesem Hintergrund nicht ein kluger Move, Wörter wie „Problemzone“ einfach aus unserem Wortschatz zu streichen und die Sache mit der Selbstliebe noch ein bisschen stärker zu kultivieren?

Wollt ihr selbst mitmachen beim Selflove Sunday? Dann einmal hier lang.

Let’s spread some self love!

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