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Ayurveda in der Society of Friends Berlin

12/07/2017

Ayurveda and the CityVor einigen Monaten erreichte mich eine Email von Anastasia, in der sie mich fragte, ob ich ihr für ein einstündiges Interview zum Thema „Ayurveda“ für ihre Doktorarbeit zur Verfügung stehen könnte.

Wie vermutlich alle anderen Blogger, bekomme auch ich sehr viele solcher Anfragen und ich bemühe mich in den meisten Fällen, dem irgendwie gerecht zu werden. Bei Anastasia hatte ich gleich ein gutes Gefühl, war aber zu besagtem Zeitpunkt so viel unterwegs, dass wir uns erst vergangenen Monat auf eine Rhabarbersaftschorle trafen und ich ihr Rede und Antwort stand.

Letztenendes redeten wir 3 Stunden. Keine Ahnung, wo das Interview aufhörte und wo privater Smalltalk anfing – auf jeden Fall ging es auch um meine Panchakarmas und Indien und Anastasia erzählte mir, dass sie selbst auch ayurvedische Massagen in der Society of Friends gibt. Und dass ich gerne auch mal auf eine Abhyanga rumkommen könnte. Wie der Zufall es wollte, platzte vor 2 Wochen dann spontan ein größerer Spa Check und schwupps war ich auch schon auf dem Weg in die Dernburgstraße 47. Nicht unbedingt eine klassische Location für einen Post dieser Kategorie, denn die Society of Friends befindet sich in einem „ganz normalen“ Wohnhaus.

Die Frau hinter der Society of Friends heisst Manuela Heider de Jahnsen und ist im Bereich Yoga Therapie, Ayurveda (im medizinischen Sinn) und TCM unterwegs. Da Manuela allerdings schon jetzt busy as fuck ist, dürft ihr sie auf keinen Fall buchen, okay? Heute soll es hier schwerpunktmäßig um Anastasia gehen, denn Anastasia ist die Frau für „Ayurvedische Spa Treatments“ in der Society of Friends. Wie ihr euch (aufgrund der Doktorarbeit) aber sicherlich vorstellen könnt, haben wir es hier keineswegs mit einer Behandlerin zu tun, die ohne Sinn und Verstand Öl verteilt. Ich wickle gerade den Mittelfinger meiner rechten Hand um den daneben liegenden Zeigefinger. Und genau so ist Anastasia mit Ayurveda. Grund genug, sie heute zu besuchen. 

Ich laufe in den 4. Stock und staune nicht schlecht ob des Intérieurs, denn ich stehe mitten in einer medizinischen Einrichtung, die sich in einer Wohnung versteckt hat. Einerseits mutet es ein bisschen absurd an, auf der anderen Seite empfinde ich es aber als über alle Maßen charmant. Ein bisschen wie ein Mix aus Plattenbau, Klinik und Bollywood-Film. Anastasia begrüßt mich herzlich, kocht erstmal einen Tee und serviert ein Schälchen Erdbeeren. Dann stellt sie mir Manuela vor, denn wer von Anastasia massiert werden möchte, kommt an der Ayurvedaärztin nicht vorbei. Manuela pulst mich und wir unterhalten uns kurz über mein Pitta, meine Leber und meine bisherigen Panchakarmas. Dann spricht sie Anastasia eine Ölempfehlung für mich aus und es kann losgehen!

Ich folge Anastasia in einen zweiten Raum, der nur durch einen Vorhang von dem Raum getrennt ist, in dem wir den Tee getrunken haben, und entdecke auf einem Stuhl eine regungslose, weiße Katze. Ich frage mich kurz, ob sie wohl ausgestopft ist oder ob es sich hierbei um einen echten kleinen Tiger handelt, gehe vor ihr in die Hocke, inspiziere sie etwas genauer und setze zum Streicheln an, als sie ihren Kopf kurz anhebt und mir ihren abfälligsten „Fuck You“ Blick schenkt. Sagt „Hi“ zu Olga:

Ayurveda and the City in Berlin

Außer Olga befindet sich in besagtem Raum hinter einem Paravent aber auch eine portable Behandlungsliege und die ist bereits für meine Abhyanga vorbereitet. Ich bekomme einen waschechten Einwegslip (dessen Existenz ich in diesem Setting jetzt gar nicht vermutet hätte), entkleide mich und lasse mich in Bauchlage auf der beheizten Liege nieder. Dezente Musik im Hintergrund verschwimmt mit den Geräuschen aus anderen Räumen und schon im ersten Moment, in dem Anastasia mich anfasst, ist klar, dass das hier eine sehr erdende Angelegenheit wird.

Ich habe Anastasia bereits im Rahmen des Interviews als überaus reizend und achtsam kennengelernt und genau dieser erste Eindruck manifestiert sich in der folgenden Behandlung. Jeder einzelne Griff wird sehr bewusst ausgeführt und ich habe das Gefühl, dass sehr gut für mich gesorgt ist. Im Gegensatz zu meinen Abhyangas in Indien verprügelt Anastasia mich also nicht. Die Ölmassage geht nicht sehr tief in’s Gewebe (das sollte man bei einer Abhyanga zwar sowieso nie erwarten, aber ich schreib’s mal lieber nochmal explizit mit dazu), kann aber alles, was eine ordentliche Abhyanga können muss.

In Kombination mit der Achtsamkeit und Hingabe, mit der Anastasia arbeitet, wirkt sie damit 1A vata-reduzierend. Ich für meinen Teil habe im Anschluss an die Massage auf jeden Fall so meine Schwierigkeiten, wieder im Hier und Jetzt zu landen. Nach Abhyangas würde ich mich ja immer gerne in mein Bett beamen, aber das will auch hier und heute leider nicht funktionieren. Ich könnte nicht verpeilter und tiefenentspannter wieder in meine Klamotten schlüpfen.

Ayurveda and the City Berlin

Preislich bewegen wir uns hier bei 90€ für 90 Minuten und 69€ für 60 Minuten (Stand: Juli 2017). Falls ihr das nachmachen wollt, könnt ihr euren Buchungswunsch sowohl über die Society of Friends, als auch direkt über Anastasia und ihre Facebook Page äußern. Achja, und Anastasia spricht deutsch. Nicht, dass aufgrund der englischsprachigen Fanpage Missverständnisse aufkommen.

Also: Wer auf sehr achtsame und erdende Massagen steht, mal wieder so richtig runterkommen will und den Fokus nicht unbedingt auf Tiefengewebsarbeit setzt, ist bei Anastasia goldrichtig.

Happy Relaxation!

Jenny

Ich wurde von Anastasia eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas und Behandler, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.

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