Kennzeichnung von Posts, bei denen ich für meine Arbeit bezahlt wurde ->

Monetarisierung BlogLiebe Leute, vielleicht habt ihr es in den vergangenen Wochen ja bereits bemerkt: Ich möchte euch heute voller Stolz verkünden, dass mein Programmierer ein kleines, güldenes Euro-Zeichen gebastelt hat, mit dem ab sofort (und auch rückwirkend) alle Beiträge in der Überschrift gekennzeichnet sind, bei denen ich für meine Arbeit bezahlt wurde.

Ich schreibe ganz bewusst „bei denen ich für meine Arbeit bezahlt wurde“, weil diese Posts sich nur in diesem Punkt von den übrigen Posts unterscheiden. Nachdem ich kürzlich auf Facebook äußerst aggressiv von einer Person in einem bereits mehrere Monate zurückliegenden Post angegangen wurde, meine Art der Kennzeichnung sei „unter aller Sau“ (und ich solle gefälligst das Wort „Werbung“ in der Überschrift benutzen), habe ich lange überlegt, wie ich meine Kennzeichnung noch transparenter gestalten kann als bisher. Ich hatte zwar das Gefühl, dass es bei diesem ganz konkreten Affront mehr um persönliche Differenzen des mich anpöbelnden Users mit meinem Kooperationspartner ging als mit meiner Art, zu kennzeichnen, aber ich nehme jede Kritik (sei sie auch noch so destruktiv) zum Anlass, darüber nachzudenken, ob ich an der Grundsituation irgendwas verbessern kann. Und Tadaaa! Here we are.

Ich möchte jedes coole Unternehmen mit Konfetti bewerfen, das den Wert meiner Arbeit erkennt und bereit ist, mich dafür auch entsprechend zu entlohnen.

Aktuell funktioniert I LOVE SPA so, dass ich den Großteil dessen, was ich eigeninitiativ anzettele, unentgeltlich promote und dass ich allen Unternehmen, die auf mich zukommen und an einer meiner Leistungen interessiert sind, mein Media Kit zuschicke. Gut möglich, dass es in 10 Jahren nur noch bezahlte Inhalte gibt, weil das Verhältnis irgendwann kippt und so viele Unternehmen auf mich zukommen, dass ich eigeninitiativ gar nichts mehr anzetteln muss. An der Qualität der einzelnen Blogposts wird das jedoch nichts ändern.

Dass auch viele richtig große Blogger immer wieder beteuern, auch in Zukunft größtenteils unbezahlt zu arbeiten, finde ich äußerst schräg und wenn ein Blogger sowas äußert, liegt für mich die Vermutung nahe, dass er sich entweder für die bezahlten Inhalte schämt oder aber sie als weniger wertvoll erachtet als Content, für den er nicht bezahlt wurde.

Maximale Transparenz war mir vom ersten Post an sehr wichtig. Ihr wollt wissen, ob ich selbst für ein Treatment oder ein Produkt bezahlt habe, ob ich eingeladen wurde, ob das Produkt mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde oder ob ein Hotel mir meinen Tagessatz bezahlt hat? Ihr findet all‘ diese Informationen auch weiterhin im Footer jedes einzelnen Blogposts, wenn ihr ganz nach unten scrollt.

Aber warum nun dieses kleine Eurozeichen? Gerade ausgebildete Journalisten scheinen immer besonders eindringlich darauf zu bestehen, dass ein Blogger Beiträge, bei denen er für seine Arbeit bezahlt wurde, in der Überschrift fett und deutlich mit dem Begrif „Werbung“ kennzeichnet. Aber auch „Reklame“, „Sponsored“, „in Kooperation mit xy“ oder „Anzeige“ sind sehr beliebt. Kürzlich las ich sogar „in liebevoller Zusammenarbeit mit xy“. Seriously? Ich als Leser fühle mich bei sowas immer latent verarscht. Was soll hier verschleiert werden? Warum ist der Blogger nicht stolz darauf, dass eine Brand ihn für seine Arbeit bezahlt hat?

Eine „Anzeige“ hat für mich auf Blogs nichts zu suchen. Ich veröffentliche keine vorgefertigten Texte und bewerbe hier nichts, was ich nicht selbst ausprobiert habe. „Sponsored“ oder „in Kooperation mit xy“ ist mir viel zu schwammig. Über „Reklame“ müssen wir gar nicht erst reden und „Werbung“ ist für mich kein Synonym für „bezahlt“. Schließlich bewerbe ich hier auch unentgetlich Produkte, Behandler und Spas. Der Begriff ist für mich gleichermaßen unpassend, wie auch irreführend. Ein €-Zeichen hingegen sollte klar und unmissverständlich rüberbringen, dass es sich um eine bezahlte Zusammenarbeit handelt und ich bin total happy, wie mein Programmierer das umgesetzt hat!

Last but not least möchte ich aber vor allem euch Lesern von Herzen danken, dass ihr fein seid damit, wie ich das hier seit nunmehr fast 5 Jahren handhabe. Je mehr Geld ich mit I LOVE SPA verdiene, desto mehr Möglichkeiten habe ich, mich auch in Physio- und Massageschulen aktiv für das Image der Arbeit von Spa Therapists stark zu machen und so meinen Beitrag für mehr Qualität in der Branche zu leisten. Und auch in Sachen Food ’n‘ Love kann ich viel Gutes bewirken, wenn I LOVE SPA mich finanziell stabil absichert. Beides bereitet mir stärkste Glücksgefühle und das würde alles nicht funktionieren, wenn ihr nicht regelmäßig hier vorbeischauen würdet. Daher von ganzem Herzen nochmal ein fettes Danke an euch!

Wenn euch das Thema „Bloggen als Business“ interessiert, hört doch gerne auch mal in den Podcast rein, den ich zusammen mit Kathrin aufgenommen habe. Da erzählen wir von unseren blutigen Anfängen und berichten, wie sich mit der Zeit alles mehr oder weniger verselbständigt hat. Und lasst mir gerne auch Feedback zu dem Eurozeichen da! Findet ihr es gut? Unnötig? Oder ist es euch vollkommen egal? Ich bin gespannt!

Jenny