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Die finale Umsetzung einer optimalen Zusammenarbeit mit einem Blogger

27/02/2017

Influencer Marketing Ablauf einer Kooperation

Ich wurde in den vergangenen Wochen mehrfach gefragt, wo denn der dritte, bereits im November angeteaserte Teil, der Influencer Marketing Serie bleibt, in dem es um den ganz konkreten Ablauf einer Zusammenarbeit gehen soll. Das Finale sozusagen. And here we go!

Falls ihr Wie finde ich als Spa oder Hotel einen Influencer, der zu mir passt? und Wie kontaktiere ich einen Influencer, mit dem ich zusammenarbeiten möchte? noch nicht gelesen habt, macht es Sinn, das erstmal nachzuholen, denn die 3 Teile bauen aufeinander auf.

Seit der Veröffentlichung der beiden ersten Posts hat sich die Lage gefühlt noch weiter zugespitzt. Irgendwie bilden sich 2 Lager: Auf der einen Seite die Blogger, die neben Social Media Inhalten auch Texte, also etwas umfangreichere und komplexere Inhalte produzieren und mit ihrem Blog ein eigenständiges Medium mit Traffic vorweisen können und auf der anderen Seite die Influencer, die größtenteils auf Instagram unterwegs sind und bei denen es einzig und alleine um Bilder ohne komplexere Texte und eigenen Webspace geht.

Dass viele Firmen aktuell auf „Insta It Girls“ setzen, stelle ich auch selbst fest. Haben mich früher noch regelmäßig Kooperationsanfragen von Spas und Wellnesshotels erreicht, komme ich nicht umhin, zuzugeben, dass mir das mittlerweile kaum noch passiert. Dafür entdecke ich nahezu täglich reichweitenstarke Lifestyle Influencer auf Instagram, die sich im Bademantel in Spa X oder Wellnesshotel Y räkeln. Inwieweit die Location dem Endverbraucher bei so einem „Kooperations-Ergebnis“ in Erinnerung bleibt und nicht nur das Setting für die Selbstdarstellung des entsprechenden Influencers liefert, sei mal dahingestellt.

Auf jeden Fall ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Mehrheit der Firmen sich aktuell von Bloggern abzuwenden scheint und sich von reichweitenstarken Influencern mehr verspricht. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf den Post Content is King? Der König ist tot verweisen. Ich selbst warte auf Instagram zwar lediglich mit knapp 3.000 (echten) Followern auf, bringe dafür aber den reichweitenstärksten Spa Blog mit, auf dem mittlerweile monatlich 20.000 Unique Visitors vorbeischauen. Ich schreibe den heutigen Post also aus der Perspektive eines Bloggers und es soll auch ganz konkret um die Zusammenarbeit mit Bloggern gehen, nicht um die Zusammenarbeit mit Instagram Sternchen. Da davon ausgegangen werden darf, dass die Lifestyle It Girl Blase irgendwann platzt, bin ich guter Dinge, dass dieser Post auf lange Sicht Mehrwert liefert.

Liebe Wellness- und City Hotels, Day Spas und Thermen, der folgende 8-Punkte Plan sollte dafür sorgen, dass ihr das Maximum aus der Zusammenarbeit mit einem Blogger herausholt:

1. Kommuniziert euer Ziel!

Warum habt ihr den Blogger eingeladen? Das wird in der Regel überhaupt nicht kommuniziert, aber mir hilft es sehr, das zu erfahren. Die Gründe hierfür können nämlich sehr vielfältig sein und von „Wir wollten mal was mit Influencern machen“ bis hin zu „Wir möchten den Launch der neuen Produktlinie in den Fokus stellen und würden uns freuen, dabei eine Zielgruppe im Alter von 25 bis 45 Jahren zu erwischen“ reichen. Je konkreter ihr euer Ziel artikuliert, desto besser kann ein Blogger damit arbeiten und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende alle happy sind!

2. Erteilt eine Sondergenehmigung zum Fotografieren und Filmen!

Klärt unbedingt bereits im Vorfeld ab, wie es mit Fotografieren und Filmen vor Ort aussieht. Ich habe in der Regel eine Sondergenehmigung und darf Aufnahmen mit meinem Handy machen – allerdings immer unter der Voraussetzung, dass es andere Gäste nicht mitbekommen. Dass man dabei keine fremden und nackten Menschen mit einbindet, sollte sich zwar von selbst verstehen, aber es kann sicherlich auch nicht schaden, wenn ihr nochmal explizit darauf hinweist.

Darüberhinaus solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass der Blogger keinen Urlaub macht. Auch wenn es letztenendes auf den Social Media Kanälen so aussieht. Das ist die große Kunst. Wünsche wie „Genießen Sie ihre Auszeit“ oder „Wir haben kein Wlan. Legen Sie doch auch mal ihr Handy weg“ sind vollkommen absurd und der Sache nicht dienlich. Wenn der Blogger euch fragt, ob er nach der Schließung oder vor der offiziellen Öffnung in den Bereich darf, um Aufnahmen zu machen, stellt euch bitte nicht quer und versucht, das irgendwie zu ermöglichen!

3. Sorgt für einen Ansprechpartner vor Ort!

Ich persönlich finde es ganz smart, wenn mich mein Ansprechpartner zu Beginn persönlich begrüßt und mir zu verstehen gibt, dass ich mich jederzeit an ihn wenden kann. Ich bin darüberhinaus auch ein großer Fan eines knackigen Abschluss-Meetings, denn manchmal beobachte ich Dinge, von denen die Verantwortlichen höchstwahrscheinlich nichts wissen und wenn niemand Missstände kommuniziert, kann sich auch nichts ändern.

4. Sorgt für stabiles Wlan!

Viele Spas und Wellnesshotels warten nicht mit dem besten Handyempfang auf. Und noch schlimmer: An vielen Orten gibt es nicht mal stabiles Wlan. Eine Location ohne Handyempfang und ohne Wlan ist der ultimative Supergau für jeden Blogger. Im Gegensatz zu „klassischen“ Journalisten, nehmen Blogger ihre Leser nämlich während des Aufenthaltes bereits mit. Und das funktioniert nicht ohne Internetverbindung. Ein USB-Stick mit ein paar Pressefotos mag bei Journalisten funktionieren, bei Bloggern tut es das aber nicht. Ganz, ganz wichtiger Punkt!

5. Lasst eurem Blogger Luft!

Es ist ganz wichtig, dass ein Blogger freie Zeitfensterchen vor Ort hat, um die Social Media Kanäle zu bespielen. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt macht es darüber hinaus auch Sinn, ihn nicht jeden Abend zu verplanen, denn das Daily Business läuft ja weiter. Wenn ich in einem Wellnesshotel bin und jeden Abend beim Essen von der PR-Dame bis 23 Uhr bespaßt werde, sitze ich halt nachts noch 2-3 Stunden am Computer, um Kommentare und Emails zu beantworten und gemäß Redaktionsplan zu programmieren, zu veröffentlichen und zu teilen, was gerade ansteht. Das ist zwar kein Drama, aber de facto bin ich auf meinen Social Media Kanälen aktiver, wenn ich auch mal alleine zu Abend esse oder schon ab 20 Uhr Zeit zur freien Verfügung habe.

6. Verschleudert keine Zeit mit unsinnigen Programmpunkten!

Besprecht mit dem Blogger, was ihr konkret mit ihm vorhabt und fragt ihn, ob das so passt. Ich habe dann und wann schon mal Programmpunkte abgelehnt, die so gar nichts mit meinem Thema zu tun haben und erkläre in solch‘ einem Fall, dass ich lieber mehr Zeit im Spa verbringe. Was bringen mir „Lifestyle Workshops“ für die finale Veröffentlichung? Richtig, nichts.

7. Liked, kommentiert und teilt die produzierten Inhalte!

Ich erlebe es immer wieder, dass ein Hotel oder Spa mich bezahlt und sowohl auf die Social Media Action vor Ort, als auch auf die finale Veröffentlichung nicht (und ich meine damit in keinster Weise) reagiert. Liebe Leute, das macht keinen Sinn! Letztenendes geht es euch doch um Reichweite, oder nicht? Die Reichweite auf Social Media Kanälen steigt mit der Interaktion, also kommt bitte in die Gänge, loggt euch in eure Social Media Accounts ein, sucht den Like Button, kommentiert und drückt auf „Teilen“!

8. Bezahlt die Rechnung

Dieser finale Punkt sollte sich eigentlich von selbst verstehen, da ich aber den Großteil aller Rechnungen, die ich stelle, mahnen muss, weil ich sonst vermutlich auch in 10 Jahren noch auf das Geld warten würde, liegt es mir am Herzen, es hier nochmal explizit zu erwähnen. Eine Rechnung pünktlich zu bezahlen, hat mit Respekt und Wertschätzung zu tun und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blogger in der Zukunft erneut mit euch zusammenarbeiten möchte, wenn er euch noch keinen Gerichtsvollzieher vorbeischicken musste, stehen einfach sehr viel besser.

Gibt es noch offene Fragen? Immer her damit!

Jenny

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