Mein erstes Bikini Waxing bei Tigerlily Waxing Berlin

Bikini Waxing in BerlinFreunde bzw. Freundinnen der Haarentfernung, heute soll es hier erstmalig um Bikini Waxing gehen. Ich hab‘ dieses Thema ja nun mehr oder weniger erfolgreich 4,5 Jahre vor mir hergeschoben, aber da mich immer mal wieder Fragen nach einer geeigneten Location für Bikini Waxing erreichten, war mir in all‘ den Jahren klar, dass ich nicht umhin kommen werde, mich irgendwann auch selbst mal der Prozedur zu unterziehen. Denn schließlich empfehle ich euch hier nur Sachen, die ich selbst ausprobiert habe.

Nun ist es nicht so, dass ich prinzipiell ein Problem mit Waxing hätte. Schließlich habe ich euch Tigerlily bereits 2013 an’s Herz gelegt. Allerdings ging es damals um die Beine und weil ich schon ein eher schmerzempfindlicher Mensch bin, hätte ich mich nie im Leben aus freien Stücken mit dem Thema „Bikini Waxing“ auseinandergesetzt und auch weiterhin einfach zum Rasierer gegriffen. Aber das ist hier ja schon länger kein Hobby mehr. Also bin ich meiner…Verantwortung(!?) nachgekommen und habe Laurène nach 3,5 Jahren ein zweites Mal angetextet, denn eines war sowieso klar: Wenn ich mich diesem Wahnsinn schon aussetze, dann nur bei Tigerlily.

Also hab‘ ich easy peasy einfach online einen Termin ausgemacht und Laurène in Charlottenburg besucht. Was mich im Vorfeld am meisten gestört hat: Dass ich 10 Tage lang nicht zum Rasierer greifen durfte. Hätte ich in den vergangenen 7 Tagen einen Spa Check gehabt, hätte ich den Bademantel wohl eher anbehalten. Während dieser Zeit habe ich mir Anti-Rasur-Videos auf YouTube angeschaut. Frauen mit heftig langen Achselhaaren und Beinen, die von der Behaarung her mit Männerbeinen mithalten können. Diese Videos relativierten meine eigene Situation stark. Kann ich so also weiterempfehlen.

Als es dann soweit ist und ich in Charlottenburg den Klingelknopf drücke, habe ich ein ähnlich ungutes Gefühl mit im Gepäck wie bei einem Zahnarztbesuch. Laurène jedoch begrüßt mich gut gelaunt. Ich lasse sie wissen, dass ich latent unentspannt bin und sie eröffnet mir, dass ich in 3-4 Wochen noch ein zweites Mal kommen muss. Warum? Weil es heute richtig schlimm wird. Und weil es beim zweiten Mal schon viel besser ist. Deshalb steht in der Überschrift „Teil 1“. Can’t wait…

Im ersten Post über Tiger Lily & Her Naked Friends hatte ich ja schon beschrieben, dass ihr es hier mit großen, in sich geschlossenen Räumen zu tun habt, was einem bei einem Bikini Waxing sicherlich nochmal stärker in die Karten spielt als bei einem Bein Waxing. Wir begeben uns also in einen der Räume und Laurène bittet mich, mich so zu entkleiden, wie ich es auch beim Gynäkologen tun würde. Gesagt, getan. Mit einem Schwung dreht sie mir die Liege entgegen und bittet mich, aufzusteigen. Ich frage sie, wie oft sie Bikini Waxings macht. 10-12 pro Tag. Oookay.

Ich soll die Füße zu mir ranziehen, so dass die Fußsohlen sich berühren und die Knie nach außen fallen lassen. Der Schmetterling! Ist ja im Prinzip wie beim Yoga hier. Nur ohne Hose. Und dann geht’s los. Ihr könnt bei Tiger Lily wählen zwischen Bikini Tutti Frutti aka Brazilian Hollywood Cut, Bikini Skinny Mini aka Brazilian Landing Stripe und Bikini Lovy Dovey aka Brazilian Triangle. Bei diesen 3 Optionen gehört die Pofalte dann auch immer mit dazu. Wenn ihr nur die Haare entfernen lassen möchtet, die aus dem Bikini Höschen rausschauen, dann heisst das Zauberwort „Bikini Simple“. Soweit, so gut. Ich schließe mich der absoluten Mehrheit an und entscheide mich für „Tutti Frutti“. Wenn schon, denn schon.

Laurène verteilt erstmal ein Öl auf dem gesamten, zu wachsenden Areal. Und das geht nur klar, weil sie mit Baumharzwachs und nicht mit Bienenwachs arbeitet. Das Öl agiert als Barriere zwischen Haut und Wachs und schützt so vor unnötigen Reizungen. Im Gegensatz zu meinem Bein-Waxing vor 3,5 Jahren wird im Intimbereich nicht mit Strip-Wax, sondern mit Hot Wax gearbeitet. Heißwachs wird dicker aufgetragen und nach kurzer Abkühlung manuell, also ohne Vliesstreifen, abgezogen. Und weil ich hier und heute zum ersten Mal vor Laurène den Schmetterling mache, wird der ganze Spaß gut 30 Minuten dauern, denn beim ersten Mal arbeitet sie in kleineren Wachs-Etappen.

Das Hot Wax wird mit einem Holzspatel aufgetragen. Erstmal im Leistenbereich. Und ich hab‘ gleich den ersten Schmerz für euch eingefangen. Leicht überbelichtet ob Laurènes Ausleuchtung der Szenerie:

Ich will es nicht beschönigen. Es ist genauso schmerzhaft, wie ich es mir vorgestellt habe. Da ich mich währenddessen aber ganz gut mit Laurène unterhalte, bin ich immer mal wieder kurz abgelenkt. Nichts desto trotz würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, es wäre eine angenehme Angelegenheit. Als dann nach etwa 30 Minuten auch das letzte Haar eliminiert ist, bittet Laurène mich in die Bauchlage. Stichwort Pofalte. Seriously? Ich soll mit meiner rechten Hand die rechte Pobacke nach außen ziehen, was sich mindestens genauso demütigend anfühlt, wie es sich liest. Ich frage, ob schon mal jemand losgelassen hat und was dann passiert? „Dann klebt alles zusammen.“ Das möchte ich jetzt einfach mal so stehenlassen.

Als ich mich nur wenige Minuten später wieder anziehe, stelle ich fest: Keine gerötete oder gereizte Haut, kein Brennen, nichts. Ich wage die steile These, dass meiner Haut die ganze Nummer unter Umständen besser gefallen hat als der Nassrasierer. Und das Ergebnis ist sehr(!) viel glatter und weicher. Ich fasse also mal zusammen: Eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit bei umwerfendem Endergebnis. Wenn Laurène Recht behalten soll, dann „flutschen“ die Haare beim nächsten Mal raus und es wird deutlich weniger wehtun. Ich werde berichten.

Also: Falls ihr ein ordentliches Waxing-Studio in Berlin sucht, seid ihr bei Tiger Lily auf jeden Fall goldrichtig. Das habe ich euch ja auch 2013 schon erzählt. Aber doppelt hält bekanntlich ja besser.

Go for it!

Jenny

Edit: Weil ich jetzt mehrfach gefragt wurde: In den meisten Spas wird Bikini Waxing nicht angeboten und selbst wenn es angeboten wird, dürft ihr davon ausgehen, dass die Kosmetikerin, die euch wachst, das nicht regelmäßig tut. Wenn irgendwie möglich würde ich für dieses Treatment daher ein Waxing Studio immer vorziehen. Einfach, weil es deren daily business ist und ihr mit dem Ergebnis mehr Freude haben werdet.

Ich wurde von Laurène eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.