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Massage im Hamam – Kese & Sabunlama

16/01/2017

Hamam MassageDa der letzte Post in der Treatment-Kategorie nun schon fast 2,5 Jahre zurückliegt, dachte ich mir, ich widme den beiden Begriffen Kese und Sabunlama mal einen eigenen Post. Die dürften euch nämlich in so ziemlich jedem authentischen Hamam begegnen und da kann es ja nicht schaden, zu wissen, was es damit auf sich hat.

Sowohl Kese, als auch Sabunlama haben ihren Ursprung in der Türkei. Ich schreib‘ das nochmal explizit mit rein, weil vielleicht nicht jeder weiss, dass ein Hamam ein orientalisches Badehaus bzw. Dampfbad ist.

Als Kese bezeichnet man sowohl einen Peelinghandschuh, als auch das Peeling selbst. Der Handschuh besteht gelegentlich aus Ziegenhaar und nicht selten versteckt sich auch Seide in der Materialzusammensetzung. (Vielleicht nicht ganz unwichtig für die Veganer unter euch.) Es gibt aber auch Handschuhe aus rein synthetischen Materialien.

Praktisch sieht die Anwendung im Hamam so aus, dass ihr euch auf einen warmen Stein legt und zuerst mit warmem Wasser übergossen werdet. Dadurch öffnen sich die Poren. Im Anschluss kommt der Handschuh zum Einsatz, der sehr(!) ordentlich peelt. Stellt euch also darauf ein, euch ausnahmslos von allen abgestorbenen Hautschüppchen zu verabschieden. Gepeelt wird der ganze Körper, inklusive Gesicht. Im Anschluss werdet ihr erneut mit warmem Wasser übergossen.

Dann schliesst sich die Sabunlama aka Seifenschaummassage an. Traditionellerweise sorgt Olivenseife für den Reinigungseffekt und die Unmengen an Schaum werden mit einem großen Baumwoll- oder Leinenschlauch produziert. Euer Behandler verteilt also zuerst große Mengen Schaum auf eurem Körper und massiert euch dann „durch den Schaum“.

Hierbei steht der Reinigungseffekt jedoch sehr viel stärker im Fokus als die Massage. Bei einer Sabunlama kommt euer Behandler zwar schon auch mit verspannten Muskeln in Berührung, vom Grip her ist so eine Massage allerdings mit einer Schwedischen Massage, bei der mit Öl gearbeitet wird, nicht zu vergleichen. Nichts desto trotz stellen die Massagegriffe einer Seifenschaummassage einen netten und äußerst angenehmen Nebeneffekt des Reinigungszeremoniells dar.

Nach der Sabunlama werdet ihr nochmal mit warmem Wasser übergossen, und zwar so lange, bis der Schaum sich verabschiedet hat. Nicht selten folgt im Anschluss auch noch eine Haarwäsche. Nach solch‘ einem Package werdet ihr euch verdammt sauber und durch den warmen Stein auch wohlig durchgewärmt fühlen. Daran vermag auch eine letzte Runde, bei der ihr mit kaltem Wasser übergossen werdet, nichts zu ändern.

Wenn ihr euch anschaut, wo Kese und Sabunlama ihren Ursprung haben, könnt ihr euch sicherlich vorstellen, dass traditionellerweise Männer von Männern und Frauen von Frauen behandelt werden. Wenn ihr in Deutschland ein Hamam besucht, bestimmt der Zufall das Geschlecht eures Behandlers bzw. eurer Behandlerin. Solltet ihr einen gleichgeschlechtlichen Behandler präferieren, sagt das bei der Buchung unbedingt mit an!

Viel Spaß!

Jenny

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