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Sala Ayutthaya – Pool Suite & Thai Massage

12/12/2016

Sala AyutthayaDie meisten von euch werden nicht wissen, dass ich lange Zeit noch einen zweiten Blog hatte, den blog.de vergangenen Sommer plattgemacht hat.

Es war ein Reiseblog, den ich vor ziemlich genau 10 Jahren gestartet hatte und der nicht nur meine komplette Schiffszeit, sondern auch jede Ayurvedakur in den noch so unappetitlichsten Facetten portraitiert hat.

Von 2012 bis 2015 habe ich beide Blogs noch parallel bespielt, aber da der Reiseblog nun ja nicht mehr existiert, werdet ihr nicht umhinkommen, hier ab und an einen Post zu lesen, der vielleicht ein bisschen „travelliger“ ist als die normalen Spa Checks. Denn dieser Verlust will kompensiert werden.

Ich habe ja eine Schwäche für Design Hotels und wenn ich privat reise, dann bin ich am allerliebsten entweder so richtig basic oder aber sehr High Class unterwegs. Eine einfache Strandhütte mit offenem Bad und einer Hängematte für 10€ die Nacht kann mich ebenso begeistern wie ein 5 Sterne Hotel für 200€ die Nacht und bei der heutigen Empfehlung bewegen wir uns sehr stark in letzterem Bereich.

2013 hatte ich euch ja von meinem Besuch im Tinkerbell Privacy Resort auf Koh Kood berichtet. Und genau wie damals, so habe ich es auch dieses Mal für eine Nacht so richtig krachen lassen und mich zusammen mit meiner Begleitung in der Pool Suite des Sala Ayutthaya eingemietet. Die ist, gemessen an thailändischen Verhältnissen, schon eher unverschämt teuer (sie kostet 225€ die Nacht), rückblickend aber jeden einzelnen Cent wert.

Ayutthaya ist eine alte Tempelstadt, die sich etwa 80 km nördlich von Bangkok befindet. Ein Ausflug dorthin lohnt sich meiner Meinung nach ganz unbedingt und es gibt gefühlt unendlich viele Möglichkeiten, dort hinzukommen. Wir sind mit der Bahn zurückgefahren und das würde ich euch auch für die Hinfahrt an’s Herz legen. Die Züge fahren nämlich fast stündlich, starten von Hua Lamphong, also Bangkoks Hauptbahnhof, und sind etwa 90-120 Minuten unterwegs. Wir haben umgerechnet (glaube ich) 1,50€ je Köpfchen für die Fahrt gezahlt.

Am Tag der Anreise klettern wir jedoch in Bangkok in einen Minibus, der uns nur kurze Zeit später mitten in Ayutthaya wieder ausspuckt. Warm welcome! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Kinder, ist das heiss! Nun gilt es, nochmal etwa 1-1,5 km bis zum Hotel zurückzulegen. Definitiv zu weit zum Laufen mit so viel Gepäck unter der siedenden Mittagssonne. Also hüpfen wir in ein Tuk Tuk – und ernten prompt irritierte Blicke, als wir damit vorfahren. Ich hab‘ das ja in den Thailand Posts der vergangenen Wochen schon mehrfach erwähnt. Das Äußere ist in Thailand unfassbar wichtig und dementsprechend werden wir mit unseren Rucksäcken auch erstmal begrüßt, als hätten wir uns in der Tür geirrt. Will heissen: Latent skeptisch.

Ich möchte an dieser Stelle mal loswerden, dass ja so gut wie alle immer darauf rumreiten, was für ein Dienstleistungsparadies Thailand doch ist und dass wir Deutschen uns da ruhig mal ein paar Scheiben von abschneiden könnten. Wer immer diese Sätze vom Stapel lässt, hat dort auf jeden Fall noch nie als Backpacker in ein richtig teures Hotel eingecheckt. In Deutschland hatte ich noch in keinem 5 Sterne Haus das Gefühl, dass ich in Chucks weniger willkommen bin als eine stark einparfümierte Lady auf Louboutin Heels. Wer an dieses Understatement in unseren Breiten gewöhnt ist, wird sich in Thailand in solchen Situationen erstmal schwer tun. So auch ich.

Hinzu kommt: Auch hier müssen wir zahlen, bevor man uns den Schlüssel zur Pool Villa aushändigt und ich werde erneut das Gefühl nicht los, dass es mit unseren Rucksäcken und den Flip Flops zu tun hat. Aber wie auch immer, wir tauschen unser Plastikgeld gegen den Schlüssel zur totalen Dekadenz und schon als wir in unseren Flip Flops Richtung Suite schlappen, schlägt mein Herz Purzelbäume ob der Architektur:

Sala Ayutthaya Spa

Das Sala Ayutthaya hat auch einen Pool. Der war für uns allerdings nicht wirklich relevant, weil die Pool Suite, wie der Name ja bereits vermuten lässt, über einen eigenen Pool verfügt.

Sala Ayutthaya Hotel Spa

Sala Ayutthaya Hotel

Und als wir unsere Pool Suite dann betreten, sieht das so aus. Achtet mal auf den Fußboden, der hat gleich nochmal einen Auftritt als Special Guest!

Thai Massage Sala Ayutthaya

Und das hier ist unser Pool. Zur rechten Seite befinden sich die bodentiefen Fenster zur Suite, die sich komplett öffnen lassen.

Sala Ayutthaya Private Pool

Ihr wisst ja, was jetzt kommt, oder? Genau. Ich hüpfe umgehend in’s Wasser – und bin vermutlich der erste Mensch, der in dieser privaten Pool Suite einen Bikini trägt #shitbloggersdo

Sala Ayutthaya Private Pool Suite

Hier nochmal der Beweis dafür, dass man vom Pool durch die offenen Fenster in’s Schlafzimmer klettern kann:

Pool Suite Sala Ayutthaya

Wer mir auf Snapchat folgt, der/die weiss, was jetzt passiert. Ich entsteige anmutig dem Wasser, wetze um die Ecke Richtung Suite, rutsche nicht ganz so anmutig auf dem glatten Betonboden aus und bäm(!) Hämatom unter der Kniescheibe. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass nichts blutet, nirgendwo ein Stück Knochen rausschaut und lediglich ein paar Entzündungszeichen am Start sind, bedanke ich mich bei dem Gott der Designhotels dafür, dass das nochmal so glimpflich ausgegangen ist und lasse mich auf den Rücken fallen:

Sala Ayutthaya Luxury Hotel

Ich bin ja ein großer Fan davon, mir von mittelschweren Verletzungen nicht den Urlaub versauen zu lassen. Meine Taktik dabei: So tun, als wäre überhaupt nichts passiert. Also hinke schwebe ich nach einer Weile zurück in die Suite, weil wir in Ayutthaya natürlich nicht nur dekadent abhängen, sondern auch Tempel anschauen wollen. Und so sieht die Suite von innen aus. Alles offen, inklusive Wanne:

Sala Ayutthaya Thai Massage

Und hier nochmal der Blick von innen auf den Pool bei geschlossenem, beziehungsweise offenem Fenster:

Sala Ayutthaya Massage

Sala Ayutthaya Pool Suite

Nach einer kurzen Dusche schwingen wir uns auf die hoteleigenen Fahrräder, um die Tempel zu erkunden. Das Problem hierbei: Nicht nur meiner Kniescheibe gefällt es nicht, dass die Fahrräder augenscheinlich für Menschen bis maximal 1,50m konzipiert sind, denn auch meine fast 2 Meter große Begleitung flucht. So kommt es, dass wir uns jaulend und fluchend zum ersten Tempel bewegen, der uns dann aber augenblicklich wieder mit der Welt versöhnt. Schaut selbst:

Tempel Ayutthaya

Und so bewegen wir uns auf diesen Zwergenrädchen von Tempel zu Tempel bis es dunkel wird und sind uns beide einig: Das ist richtig toll hier und Ayutthaya ist ganz klar einen Abstecher wert! Zurück im Hotel sinkt meine Begleitung in die weichen Kissen des riesigen Bettes, während ich erneut dusche und mich in den Bademantel wickle, denn ich habe eine Thai Massage gebucht. Schließlich befinden wir uns hier ja immer noch auf einem Spa Blog. Check!

Ein richtiges Spa sucht man im Sala Ayutthaya vergeblich. Ein Spa Menü auf der Homepage im Übrigen auch. Auf meine Email-Anfrage hin übersandte man mir im Vorfeld jedoch dieses überaus kompakte Spa Menü (Stand: November 2016) und informierte mich darüber, dass ich nichts reservieren muss, sondern einfach vor Ort spontan buchen kann.

Sala Ayutthaya Spa Menu

Meine 90-minütige Thai Massage kostet umgerechnet etwa 25€ und ich bin äußerst gespannt, wie und wo diese Massage stattfinden wird. Pünktlich zur vereinbarten Zeit bekomme ich einen Anruf auf’s Zimmer und werde nach draußen gebeten. Dort erwartet mich bereits die Lady from Front Office und begleitet mich über eine weiße Treppe nach oben in einen Raum, in dem meine Behandlerin mich bereits erwartet. Ich war lange genug selbst in Hotels tätig, um zu checken, dass es sich hierbei um eine Freelancerin handelt und jubele innerlich, denn ich hatte ja in diesem Post hier schon mal erklärt, dass freie Behandler(-innen) nicht gerade selten die besseren Treatments geben.

Ich weise gleich zu Beginn auf meine um ein Haar zertrümmerte Kniescheibe hin. Mein Gegenüber scheint zu verstehen, was ich ihr sagen will, bittet mich, in ein sandfarbenes Thai-Outfit zu schlüpfen und mich sodenn in der Bauchlage niederzulassen. Ich fühle mich augenblicklich gut aufgehoben, weil das betroffene Knie unterlagert wird und auch im Verlauf des Treatments bekomme ich es kein einziges Mal mit der Angst zu tun. Nicht, dass meine Behandlerin sich mir namentlich vorgestellt hätte, aber sie macht das sensationell gut. Sie hat ihre eigene Musik dabei und im Gegensatz zu vielen Thai Massagen, bei denen zehn oder mehr Behandlerinnen kollektiv in Reih und Glied mit lustlosem Gesichtsausdruck auf ihren Gästen rumhampeln (wer kann es ihnen verübeln bei diesen Dumpingpreisen), ist meine Behandlerin, von der ich nicht mal weiß, wie sie heisst, voll bei der Sache. Es fühlt sich sogar so an, als hätte sie Spaß!

Als sie mir irgendwann zu verstehen gibt, dass die Massage vorbei ist, bin ich ein wenig irritiert. Gab es vielleicht ein Kommunikationsproblem? Ich hatte doch 90 Minuten gebucht!? Ich erhebe mich leicht verwirrt und schlüpfe wieder in meinen Bademantel. Ein Blick auf mein Handy lässt mich fast aus meinen Flip Flops kippen. 90 Minuten! Nie(!) zuvor(!) verging die Zeit bei einer Behandlung schneller. Und ich bin nicht eingeschlafen oder weggedämmert! So diskret, wie ich diese Szenerie betreten habe, verlasse ich sie dann auch wieder, wandele zurück in die Pool Suite, lasse mich in die Kissen sinken und schlafe im Bademantel ein.

Am nächsten Morgen verspüre ich kaum noch Knieschmerzen. Sensationell! Wir nehmen das leckere Frühstück auf der Terrasse am Fluß zu uns und schwingen uns im Anschluss noch ein weiteres Mal auf die Zwergenrädchen, um noch ein paar weitere Tempel anzuschauen. Um 16 Uhr ist der Tempeloverload dann aber erreicht und wir fahren zurück nach Bangkok.

Fazit: Wir haben ziemlich genau 24 Stunden im Sala Ayutthaya verbracht und sind uns einig, dass wir es auch genau so wieder buchen würden. Das pure Design in Kombination mit dieser wohlfühligen Dekadenz der Pool Suite ist nur schwer zu toppen. Solltet ihr das nachmachen wollen: Meinen Segen habt ihr. Aber stellt euch bitte Badeschlappen direkt an den Poolrand. Und vergesst nicht, eine Thai Massage zu buchen!

Happy Relaxation!

Jenny

Ich habe sowohl die Massage, als auch das Hotel selbst bezahlt. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.

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