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Wie kontaktiere ich einen Influencer, mit dem ich zusammenarbeiten möchte?

18/11/2016

Dos and Don'ts beim Influencer Marketing

In dem Post Wie finde ich als Spa oder Hotel einen Influencer, der zu mir passt habe ich vor ein paar Wochen ja bereits erklärt, worauf man bei der Auswahl eines Bloggers oder Influencers achten sollte. Heute geht es um den nächsten Schritt, der da wäre: Wie kontaktiere ich einen Influencer, mit dem ich zusammenarbeiten möchte?

Dass man einen ganz bestimmten Blogger für seine Marketingzwecke gewinnen möchte, hat in der Regel gute Gründe, denn eine große Leserschaft kommt nicht von ungefähr. Vielleicht hat man sich für diesen einen Blogger entschieden, weil er mit einer ganz besonderen Leichtigkeit schreibt, weil man die Fotos so authentisch findet oder weil er exakt die Nische des eigenen Produktes bedient und dadurch den Streuverlust drastisch minimiert.

Im ersten Step sollte man sich als Unternehmen eingestehen, dass man etwas von genau diesem Blogger will. Man ist scharf auf seine Leserschaft. Das ist keineswegs verwerflich, aber für alles, was folgt, ist genau dieses Eingeständnis von großer Bedeutung. Denn ein Blogger verfügt nie ohne Grund über eine große Reichweite. Da steckt sehr viel Arbeit dahinter. Wenn ich jetzt also möchte, dass eben dieser Blogger mein Produkt bewirbt, dann sollte ich davon ausgehen, dass er das nicht unentgeltlich tut. Und aus eben diesem Grund wird jeder Blogger es als überaus smart und respektvoll empfinden, wenn ihr gleich bei der ersten Kontaktaufnahme nach seinem Media Kit fragt.

Bitte ruft auf keinen Fall einfach an! Die erste Kontaktaufnahme sollte immer per Email stattfinden. Am besten fasst ihr kurz und knackig in ein paar Sätzen zusammen, wer ihr seid und worum es geht – im Idealfall mit Link zu eurem Webauftritt. Ob ihr duzt oder siezt, ist dabei nebensächlich. Viel wichtiger ist es, dass ihr den Blogger mit dem richtigen Namen ansprecht und nicht mit „Hallo“, „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Liebe Redaktion“. Hier mal ein ganz konkretes Beispiel (rein fiktiv, versteht sich):

„Liebe Jenny, ich bin Trixy und ich kümmere mich um das Marketing für das Wellnesshotel Lummerland. Unser Spa Bereich wurde in den vergangenen Monaten aufwendig renoviert (www.lummerlandspa.de) und ich wollte auf diesem Weg einfach mal anfragen, ob Du Dir vorstellen könntest, über unser Haus zu schreiben. Wie läuft so eine Zusammenarbeit mit Dir denn ganz konkret ab und wie wären Deine Konditionen? Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße aus Lummerland! Trixy“

5 Sätze. Alles drin. Wenn ihr so eine Email rausschickt, werden sich die Mundwinkel eines jeden Bloggers augenblicklich heben. Denn die Realität, also der Großteil der Emails sieht leider anders aus. Ich werde Tag für Tag per Email beschimpft, weil ich nicht unbezahlt rumkomme und die entsprechenden Häuser im Anschluss auf meinem Blog gratis promote. „Aber ein Journalist wird auch nicht bezahlt!“ „Aber Sie haben doch auch was davon! Es ist ein Nordic Walking Kurs mit dabei!“ „Sie bekommen im Gegenzug ein schönes Wellnesswochenende.“ Geht also bitte auf keinen Fall davon aus, dass dieser Blogger, den ihr eigeninitiativ kontaktiert, und von dem ihr etwas wollt, sich unentgeltlich eures Marketings annimmt.

Wenn ihr es Trixy gleichtut, stehen eure Chancen sehr gut. Der Blogger wird euch auf so einen smarten Einstieg mit ziemlicher Sicherheit antworten. (Vorausgesetzt natürlich, die Zielgruppen matchen. Auf Emails von Erotikmassage-Studios reagiere ich beispielsweise nicht, egal wie freundlich sie geschrieben sind.) Aber wir gehen jetzt hier einfach mal davon aus, dass ihr ordentlich recherchiert habt und euch für einen Blogger entschieden habt, der wirklich zu euch passt. Im nächsten Step wird der Blogger euch also in einer Antwortmail sein Media Kit zukommen lassen.

So ein Media Kit ist die Visitenkarte des Bloggers. Fast jeder Blog hat eine „Über mich“-Seite, das Media Kit sollte darüberhinaus aber nochmal knackig die wichtigsten Fakten und Informationen zusammenfassen und im Idealfall auch ein Leistungsportfolio inklusive der dazugehörigen Preise beinhalten. Bei mir sieht das zum Beispiel so aus:

Media Kit Blogger

Ein Media Kit sollte immer auch Zahlen zur Reichweite beinhalten. Ich habe ja bereits im ersten Post erklärt, wie ihr diese Zahlen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen könnt. Euer anvisierter Blogger ist aufrichtig unterwegs? Herzlichen Glückwunsch, das gibt es leider nicht allzu oft. Wenn er jetzt auch noch auf die klare Kennzeichnung von bezahlten Inhalten und die Nutzung von „no follow“-Links hinweist, habt ihr es mit dem Jackpot zu tun. Sollte die Forderung des Bloggers zu eurem Budget passen, kommt es an dieser Stelle zu einem Happy End.

Sollte dies nicht der Fall sein, ist das zwar schade, aber kein Weltuntergang. Wenn ein Blogger 500€ fordert und ihr nur ein Budget von 400€ zur Verfügung habt, fragt ihn, ob er eine Idee hat, wie ihr für 400€ zusammenkommen könnt. Selbst wenn am Ende nur eine Social Media Kampagne und kein Blogpost bei rumkommt, macht es höchstwahrscheinlich trotzdem mehr Sinn, die 400€ in euren Favoriten zu investieren, anstatt sie nach dem Gießkannenprinzip auf 4 kleine Hobbyblogger aufzuteilen. Wichtig ist nur: Seid ehrlich und kompromissbereit. Dann findet sich meistens eine Lösung.

Solltet ihr finanziell nicht zueinanderfinden, geht die Welt aber auch nicht unter. Allerdings wäre es ganz cool, sich mit Style aus dem Dialog zu verabschieden und nicht einfach wortlos aus der Kommunikation auszusteigen. Denn auch, wenn man virtuell kommuniziert, sollte man nie vergessen, dass am anderen Ende des Email-Pingpongs ein echter Mensch sitzt. Im Idealfall verhaltet ihr euch diesem Menschen gegenüber so, als würdet ihr mit ihm an einem Tisch sitzen. Eine Möglichkeit in solch‘ einer Situation:

„Liebe Jenny, danke für Dein Media Kit. Leider steht mir für eine Zusammenarbeit mit Dir nicht genug Budget zur Verfügung. Ich wünsche Dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Liebe Grüße! Trixy“

Ihr merkt schon, Trixy ist smart. Ohne Umschweife on point und trotzdem professionell und freundlich. Und jeder Blogger weiss, woran er ist. 90% aller Email-Kommunikationen enden, ohne dass sich mein Gegenüber verabschiedet. Die steigen einfach aus. Das erleben andere Blogger by the way genauso und lasst euch gesagt sein, dass es nicht gut ankommt. Macht das also bitte nicht nach!

Ich werde in einem dritten Post (schliesslich sind aller guten Dinge bekanntermaßen ja drei) nochmal ganz genau erklären, was ihr im Falle eines Happy Ends bei der Zusammenarbeit mit einem Blogger beachten müsst, was ihr erwarten dürft und wie ihr den Marketingeffekt durch euer eigenes Zutun nochmal anfeuern könnt. Kommt ganz bald. Stay tuned!

Jenny

2 Kommentare

Kommentar von Sandra aus Wien am 18/11/2016 bei 09:16   

Danke, dass du deine Erfahrungen teilst, dass ist wirklich sehr interessant - auch für mich als nicht-Bloggerin! Man darf quasi als Leser mal hinter die Kulissen schauen :o).

Kommentar von I LOVE SPA am 18/11/2016 bei 15:45   

Wow, das freut mich :) Danke Dir!

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