Pañpuri Organic Spa Bangkok

Panpuri Spa BangkokFreunde der Entspannung, hier kommt der erste Thailand Post! Nach einer doch eher hektischen ersten Woche bin ich nun zum ersten Mal länger an einem Ort und finde die Zeit, die ersten Spa Checks aus Bangkok aufzuschreiben und den Anfang macht das Pañpuri Organic Spa Bangkok!

Pañpuri ist bisher zweimal mehr oder weniger indirekt auf dem Blog aufgetaucht, denn sowohl im Aiyasha Medical Spa in München, als auch im Grand Hotel Binz auf Rügen, könnt ihr Pañpuri Treatments buchen. Darüberhinaus gibt es noch 2 sehr alte Posts aus 2012 (damals waren die Posts irgendwie noch sehr viel kompakter und übersichtlicher), und zwar einen über eine Pañpuri Handcreme und einen über ein Pañpuri Body Wash.

Ein richtiges Pañpuri Treatment auszuprobieren, stand aber schon seit langer Zeit auf meiner Wunschliste ziemlich weit oben und als dann irgendwann klar war, dass ich den November in Thailand verbringen werde, plante ich gleich zu Beginn genug Zeit in Bangkok ein und freute mich umso mehr, dass Pañpuri diese Spa Check Idee genauso cool fand wie ich selbst und mich auf ein 2,5-stündiges „Sunrise Lemon Invigorating Body Treatment“ einlud. Und zwar exakt 20 Stunden nach meiner Ankunft.

Ich weiss nicht so genau, was ich mir bei dieser Terminabstimmung gedacht habe, denn nachdem Bangkok mich mit zuverlässigen, drückend-schwülen 30°C begrüßt, falle ich am Anreisetag selbst nur 4 Stunden nach meiner Ankunft komatös in die Kissen – äääh, meinen Seidenschlafsack. Am nächsten Morgen werden 2 unterschiedliche iPhone-Wecker verschlafen und als ich dann irgendwann von alleine dezent verpeilt aufwache, erschrecke ich mich stärkstens, denn in 3 Stunden beginnt bereits mein Treatment!

Also peitsche ich meine Begleitung auf einen starken Kaffee und einen Banana Pancake in die nächstgelegene Lokalität und versuche, mich währenddessen über Google Maps zu orientieren. Ich befinde mich in Banglamphu und das Pañpuri Organic Spa ist etwa 5 km von mir entfernt. Ich fühle mich maximal gejetlagt und matschig, als zu allem Überfluss auch noch so ein richtig ordentlicher Tropenregen einsetzt. Mehr oder weniger klitschnass hüpfe ich in ein Taxi, das auf gefühlt 10°C runterklimatisiert wurde, und bibbere 40 lange Minuten vor mich hin („Rain Traffic“), bis sich mein Fahrer vor dem Gaysorn Plaza, einem Nobeleinkaufszentrum, wieder von mir verabschiedet.

Ungünstigerweise bin ich nicht nur klitschnass, sondern man sieht mir auch an, dass ich mit einem 12 Kilo schweren Rucksack, und nicht mit zwei 23 Kilo schweren Rimowa-Koffern unterwegs bin. Will heissen: Rock, Top, Flip Flops. Aber da ich ja an High Budget- und 5 Sterne-Geschichten gewöhnt bin, betrete ich die Mall auch in diesem Outfit mehr oder weniger souverän und lasse mir den Weg zu Pañpuri im Untergeschoss erklären. In Deutschland sind Day Spas in Einkaufszentren ja eher ungewöhnlich. Hier aber augenscheinlich nicht. Von außen fügt das Pañpuri Organic Spa sich nahtlos in die anderen Glamour Shops dieser Glitzermall ein. Das sollte euch aber auf gar keinen Fall abschrecken, denn meiner Meinung nach verpasst ihr einiges, wenn ihr euch immer nur an Straßenständen oder in kleinen Massagesalons für umgerechnet 5€ massieren lasst!

In den High End Spas findet ihr nämlich umwerfende Spa Packages und Treatments auf höchstem Dienstleistungslevel. Meine 2,5-stündige Behandlung hat beispielsweise einen umgerechneten Wert von „gerade mal“ 90€ und 60-minütige Thai Massagen auf 5 Sterne-Level bekommt ihr vielerorts schon ab 25€ (Stand: November 2016). Also: Keine Angst vor 5 Sterne Häusern und High End Spas! Ich komme also an, betrete das Setting und werde freundlichst in Empfang genommen. Die reizende Rezeptionistin hat mich auf dem Schirm. Na, das läuft doch wie am Schnürchen! Ich werde gebeten, Platz zu nehmen, bekomme ein kühles Oshi Bori und ein Rosmarinwasser.

Panpuri Organic Spa Bangkok

Als nächstes fülle ich eine Consultation Card aus und dann kommt sogar nochmal die Spa Managerin persönlich rum, um mich zu begrüßen und mit mir zu smalltalken. Ich bin so hart gejetlagt, dass ich das ganze Szenario wie durch eine dicke Watteschicht wahrnehme. Das Chaos dieser Stadt, die Taxifahrt im Monsunregen und jetzt führe ich vollkommen durchnässt einen Smalltalk mit der Spa Managerin des Pañpuri Organic Spas. Hab‘ ich nicht gestern noch in Berlin gefroren? Aber dann ist es auch schon soweit und meine Behandlerin kommt auf mich zu, begrüßt mich herzlichst, stellt sich mir vor und nimmt mich mit in den Treatmentraum.

Panpuri Organic Spa in Bangkok

Wir betreten den Couple Room und bereits der Weg dorthin fühlt sich sehr höhlig an, allerdings nicht im negativen Sinn. Es gibt keine Fenster im Pañpuri Organic Spa und ich habe schon jetzt das Gefühl, irgendwie abzutauchen. Pañpuri beschreibt sich selbst als einen „cocoon of luxurious comfort and relaxation“ und damit sollen sie auch Recht behalten. Erstmal schlüpfe ich aber in Einweg-Panty, Strohschlappen und einen kimono-artigen Bademantel aus luftig-weichem Stoff.

Panpuri Spa in Bangkok

Los geht’s mit einem Fußpeeling aka „Organic Tea Tree Foot Ritual“ und schon das Intro ist sensationell, denn meine Behandlerin legt mir ein Kissen mit warmen Thai Kräutern um Nacken und Schultern. Ich seufze innerlich. Während des Scrubs stelle ich außerdem freudig fest, dass dieser Behandlungsraum auf absolute Wohlfühltemperatur eingestellt und glücklicherweise nicht wie die Mall beziehungsweise so ziemlich jeder andere klimatisierte Bereich in Thailand auf arktische Temperaturen runtergekühlt wurde. Mit babypopoweichen Füßen geht’s weiter in’s Dampfbad. (Da flieg‘ ich von Deutschland in dieses feucht-warme Klima und gleich beim ersten Spa-Besuch setzen die mich in’s Dampfbad. Diese Tatsache entbehrt nicht einer gewissen Absurdität.)

Ich bekomme noch eine Flasche Wasser ausgehändigt und werde angewiesen, sie während des „Herbal Steams“ auch auszutrinken. Es können gut 15 Minuten gewesen sein, in der die kleine Kabine, in der ich sitze, bedampft wird, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich schwitze in dieser Zeit noch stärker als ein paar Tage später auf dem Fahrrad unter der siedend heißen Sonne Ayutthaya’s. Der Plan geht also wohl auf. Danach darf ich allerdings nicht duschen, was mich erstmal irritiert. Ich frage zur Sicherheit nochmal nach, hatte es aber sehr wohl richtig verstanden. Ich soll mich genau so wieder hinlegen, denn es folgt ein belebendes Ganzkörperpeeling – starring Zitrone, Mandarine und Hagebutte.

Ich kann mich erst nicht so richtig locker machen, weil diese arme Person nun dieses Scrub auf meinem klitschnass-geschwitzen Körper verteilt, da es für sie aber business as usual zu sein scheint, entspanne ich mich sukzessive. Nach dem Scrub darf ich duschen und Kinder, was fühlt sich meine Haut großartig an! Schon jetzt ist mein System maximal runtergefahren und ich bin eins mit diesem Treatmentraum. Aber nun schliesst sich auch noch eine Massage an, die nicht besser zu meinem aktuellen Zustand passen könnte. Ich zitiere die Treatmentbeschreibung: „Next, an uplifting full body massage will awake your enervated soul from fatigue.“

Und eben diese Massage ist ein absolut umwerfender Mix aus Meridianarbeit, also Thai-Anteilen, streichenden Elementen und schwedischen Techniken an den verspannteren Muskelpartien. Allerdings bewegen wir uns hier die ganze Massage über im „Wohlfühlschmerz“. Wenn man die ganze Behandlung über das Gefühl hat, dass genau die richtigen Stellen erwischt werden, man aber kein einziges Mal gegenspannen muss, dann darf das wohl zweifelsohne als der absolute Oberknaller bezeichnet werden. Ich entgleite der Szenerie immer mal wieder, schlafe aber nicht ein und als ich nach 2,5 Stunden in diesem „Kokon“ wieder vorsichtig zurückgeholt werde in’s Hier und Jetzt, fühle ich mich erstaunlich frisch.

Wenn ich es selbst nicht erlebt hätte, würde ich es vermutlich nicht für möglich halten, aber meine Matschigkeit und der Jetlag sind wie weggeblasen! Nie mehr wieder werde ich Anti Jet Lag Massagen belächeln! Erkenntnis des Tages: Es funktioniert wirklich. Nach dem Treatment gibt es noch ein paar Häppchen Drachenfrucht und Tee. Insgesamt eine Sache, die in sich runder nicht hätte sein können. Ich fühle mich absolut großartig und möchte behaupten, dass die Diskrepanz zwischen „vor dem Treatment“ und „nach dem Treatment“ noch nie größer war. Hallo Thailand! Was für eine Begrüßung.

Panpuri Organic Spa

Wenn ihr selbst also auch mal in Bangkok unterwegs sein solltet und Lust auf ein Spa Treatment der Oberklasse habt, lohnt sich ein Besuch im Pañpuri Organic Spa unbedingt! Pampering deluxe und Spa Perfektion at its best! Das Spa Menü findet ihr hier.

Also: Nichts wie auf in die Glitzermall und Happy Relaxation!

Jenny

Ich wurde von Pañpuri eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.