Spa Trends 2016 – die Auswertung!

Spa Trends

Bevor ich heute so richtig hier einsteige und meine Rückschlüsse aus dem Umfrageergebnis aus der vergangenen Woche mit euch teile, möchte ich erstmal ein fettes Danke loswerden, denn ich halte es tatsächlich nicht für selbstverständlich, dass ihr euch die Zeit nehmt, meine Fragen durchzulesen und mir darauf auch noch Antworten zu geben. Also: Tausend Dank, dass so viele von euch mitgemacht haben!

Aber nun zur Auswertung! Fast 50% aller Leute, die Kreuzchen verteilt haben, sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. Das deckt sich im Übrigen auch mit den Altersangaben, die mir Google Analytics regelmäßig ausspuckt. 23% sind jünger als 30 Jahre und 29% sind älter als 40 Jahre.

Die größte Überraschung für mich: Knapp 25% von euch besuchen nur etwa 4 mal jährlich ein Spa. 23% sogar nur einmal im Jahr und weitere 23% noch seltener. Das war mir so zugegebenermaßen bisher nicht klar und bedeutet für mich, dass ich zukünftig versuchen werde, noch genauer das Klientel vor Ort und die Zielgruppe zu beschreiben, damit der ganze Spaß auf keinen Fall schiefgeht!

Was ich aber schon immer vermutet habe (und worin mich das Umfrageergebnis auch vollends bestätigt hat), ist die Tatsache, dass fast 90% von euch einfach nur runterkommen und entspannen wollen. Kein Yoga, kein Personal Training, keine Action, keine Medical Geschichten und kein Detox. Wenn ich auf brancheninternen Veranstaltungen in Vorträgen sitze und höre, dass Surfen, „Sexual Wellbeing“, Kinder, Kreuzfahrten oder Adrenalinkicks der neueste heiße Scheiß im Spa sind, sitze ich immer nur da mit verstörtem Gesichtsausdruck und einem großen Fragezeichen über meinem Kopf, denn das deckt sich alles in keinster Weise mit unserer Interaktion (also der Interaktion zwischen euch und mir).

Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass ich hier nur Leser und Leserinnen anziehe, die zu meinem Content passen, die also entsprechend gechillt unterwegs und nicht primär auf Selbstoptimierung aus sind. Vielleicht will man auf diesen Veranstaltungen aber auch einfach nicht jedes Jahr die gleichen Trends verkünden? Letztenendes wäre es interessant, das Thema in ein paar Jahren wieder auszugraben und zu schauen, wie viele von euch dann wirklich auf Adrenalin-Wellness und Sexual Wellbeing im Spa stehen. Es bleibt also spannend.

Meiner ganz persönlichen Empfindung nach geht es aber auch weiterhin um die Reduktion auf’s Wesentliche. Um unaufgeregte, aber äußerst ansprechende Settings und um qualitativ hochwertige Behandlungen. 84% von euch halten es für unabdingbar, dass ein(e) Kosmetiker(-in) fundiert ausgebildet ist und im Bereich der Massage sind es sogar 89%. Ich vermute, es gibt keine Zahlen dazu, wie viele Behandler in deutschen Spas ohne fundierte Ausbildung unterwegs sind, aber ich schätze, es sind mehr als 50%.

Das würde sich dann auch dahingehend mit euren Erfahrungen decken, als dass die Behandlungen, die ihr bisher in Spas hattet, sehr durchmischt waren. 66% haben ihr Kreuzchen bei „Glückssache. Mal gut, mal schlecht“ gesetzt. Der meiner Meinung nach tragischste Punkt der ganzen Umfrage. Was die Qualität in deutschen Spas angeht, muss langsam, aber sicher was passieren. 88% entspannen sich am liebsten ohne Kinder und immerhin 65% ohne WLAN. 74% sagen „Nein“ zu Coaching im Spa.

Was mich abschließend nochmal stark überrascht hat: 40% besuchen ein Spa am liebsten mit der Partnerin bzw. dem Partner, 31% alleine, 27% mit einer Freundin bzw. einem Freund und nur 3% in einer Gruppe mit Freundinnen oder Freunden. Interessanterweise erreichen mich nämlich am häufigsten Fragen von jungen Frauen, die nach Freundinnen-Packages fragen. Daher ging ich immer davon aus, dass es sich hierbei um deutlich mehr als 3% handelt.

Aber dieses Ergebnis kann auch dahingehend hergenommen werden, als dass es sich lohnen dürfte, wirklich coole Couple Treatments anzubieten. Und damit meine ich nicht den üblichen abgedroschenen Kitsch mit Rosenblättern, Champagner und schokolierten Erdbeeren. Man könnte also mal anfangen, die Treatments an’s Klientel anzupassen, denn ich würde fast soweit gehen und behaupten, dass Rosenblüten, Champagner und schokolierte Erdbeeren vorzugsweise diejenigen Paare gut finden, die zuhause Teelichter in Herzform aufstellen, bevor sie sich verrucht in Satin-Bettwäsche räkeln.

Die Ergebnisse helfen mir persönlich sehr weiter. Ich werde mich zukünftig auch um entsprechend mehr Home Spa Posts bemühen. Ich danke also allen, die mitgemacht haben und auch all‘ denjenigen, die die Umfrage über ihre Social Media Kanäle geteilt haben.

You rock!

Jenny