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My Personal Bikini Body Guide? Just wear a fucking bikini #thereisnochallenge

26/05/2016

Bikini ChallengeLiebe Leute, wir müssen reden. Vorgestern hatte ich den Post eines Tee-Herstellers in meinem Instagram Feed, der mich dazu aufforderte, einen „Bikini Summer Guide“ downzuloaden. Am gleichen Abend entdeckte ich auf Instagram erstmalig den Hashtag #abgerechnetwirdamstrand und zu allem Überfluss verkündete ein großes Yoga Onlinestudio noch am selben Abend, dass die Bikini Challenge dieses Jahr in die zweite Runde geht.

In meinem Kopf ploppte sofort folgende Frage auf: Ladies? WHAT THE FUCK?

Ich bin ganzjährig in Nassbereichen unterwegs und trage somit unentwegt Bikinis. Ich füge ganz bewusst ein Bikinifoto in diesen Post hier mit ein und auch, wenn jetzt die Mehrheit schreien wird „Na, Du hast ja gut reden! Du bist ja auch schlank“, so möchte ich euch versichern, dass ich keineswegs aussehe wie die drahtigen Weizengrasmädchen in meinem Instagram Feed. Ich trage Größe S in Oberteilen und Größe L bei Hosen. Will heissen: Eher kleine Brüste bei eher breitem Becken. Und natürlich habe auch ich Cellulite. Wie so ziemlich jede andere Frau auch. Denn das ist ganz normal! 

Social Media Kanäle, Magazine und Werbung verkaufen uns nicht die Realität! In den vergangenen Jahren lagen so viele Top VIPs nackt vor mir und auch bei diesen Menschen kommen Dellen und Tattoos zum Vorschein, die normalerweise wegretuschiert werden. Lasst euch doch bitte nicht verarschen!

Sich zu bewegen, weil Bewegung gut tut und Spaß macht, hat nicht im entferntesten etwas mit diesen ganzen kranken Workouts und Challenges in meinen Social Media Kanälen zu tun. Ihr merkt schon, das macht mich richtig sauer. Weil es nämlich nach außen als „healthy Lifestyle“ verkauft wird.

Ich komme nicht umhin, mich öffentlich zu dieser Thematik zu äußern, denn:

Punkt 1:

Es gibt unterschiedliche Konstitutionstypen: Sehr schlacksige Menschen, die essen können, so viel sie wollen, eher athletische Typen und solche mit stabilem Körperbau (Vata, PittaKapha) und an der Konstitution lässt sich nunmal nichts ändern. Also: Deal with it!

Punkt 2:

Es gibt Bikinis in allen Größen. Demzufolge hat jede von euch da draußen bereits einen „Bikini Body“. Ihr müsst einfach nur einen Bikini kaufen, der euch passt, ihn anziehen und fertig.

Punkt 3:

Menschen, die wirklich massiv übergewichtig sind (und mit massiv meine ich nicht 20 Kilo zu viel), dürfen auch einfach mal ganz aufrichtig mit sich selbst sein und sich fragen, warum sie ihrem Körper dauerhaft mehr Nahrung zuführen, als er benötigt. Und im Idealfall sollten sie dann auch mutig genug sein, mit der Antwort zu dealen. „Esse ich, weil ich unglücklich in meinem Job bin? Weil ich Liebeskummer habe und traurig bin? Weil ich in einer unguten Beziehung feststecke und frustriert bin? Wie steht es um meinen Selbstwert? Bin ich eigentlich glücklich?“ Dieser Weg ist sicherlich ungemütlicher, als sich öffentlich einer Bikini Challenge zu unterziehen, hat aber mit Selbstannahme, Selbstliebe und Akzeptanz zu tun. Ein gesunder, glücklicher Mensch, der gut auf sich achtet, wird seinem Körper nur in den seltensten Fällen mehr Nahrung zuführen, als dieser von selbst einfordert. Aber selbst wenn das Ergebnis so aussieht, dass eine Frau 150 Kilo wiegt und sich super findet, dann ist auch diese Frau perfekt und richtig, und zwar genauso, wie sie ist.

Punkt 4:

Bodyshaming hat nichts, und zwar rein gar nichts mit Yoga zu tun. Wenn euch ein Yogastudio sagt „Mach dieses Programm und starte glücklich in den Sommer“, dann unterstellt es euch, dass ihr mit eurem aktuellen Körper unglücklich seid. Und das ist verdammte Scheisse das Gegenteil von dem, was Yoga vermitteln sollte. Denn ihr seid gut und richtig und toll, und zwar genau so, wie ihr jetzt ausseht. Fokus! Gegenwart!

Punkt 5:

Frauen im Jahr 2016 tun zwar oh so emanzipiert, aber diese ganze Thematik ist meiner Meinung nach der feministische Supergau. Frauen posten Bilder ihrer Körper nach dem Workout im Seitenprofil und verkaufen es als Stärke – absurderweise nicht selten in Kombination mit Hashtags wie #girlboss oder #girlpower. Und liebe Ladies, dieses ganze Problem ist ein Frauending. Es hat mit Männern so rein gar nichts zu tun. Zu mir hat zumindest noch nie ein Mann gesagt „Zieh‘ Dich bitte wieder an, Du hast kein Sixpack.“ Männer freuen sich einfach immer, wenn wir uns ausziehen. Ich meine, c’mon! Das ist keine sehr komplexe Angelegenheit. Ob es Männer also ernsthaft stören würde, wenn alle Frauen dieses Selbstgeißelungsprogramm einfach beenden? Höchstwahrscheinlich nicht, denn meiner Erfahrung nach stehen Männer in erster Linie auf entspannte Frauen. Es wäre also an uns selbst, diesem ganzen Challenge-Mist einfach ein Ende zu setzen und uns nicht mehr länger öffentlich mit anderen Frauen zu batteln. Es wäre einzig und alleine an uns, damit aufzuhören, die Körper anderer Frauen zu beurteilen und ab sofort ein entspanntes Leben zu führen.

Ich weiss, dass dieser kleine Ausbruch schneller in den Weiten des World Wide Web verhallen wird, als ich „Bodyshaming“ sagen kann, schliesslich leben wir in einer Zeit in der „Germany’s next Topmodel“ abartig hohe Einschaltquoten erreicht und Frauen auf Social Media Kanälen gehyped und gefeiert werden, die ein pathologisches Ess- und Bewegungsverhalten an den Tag legen.

Dennoch werde ich ab sofort auf jegliches Bodyshaming in meinen Feeds dahingehend reagieren, als dass ich die betreffenden Accounts deabonniere. Ich möchte so einen Mist als Follower nicht länger unterstützen. Und wenn es euch in dieser Angelegenheit nur ein bisschen so ergeht wie mir, möchte ich euch hiermit ermutigen, es mir gleichzutun. Denn nur so kann ein neues Bewusstsein für Körperakzeptanz geschaffen werden und nur so können wir jungen Mädchen adäqat vermitteln, dass Wert und Wertigkeit nichts mit äußeren, antrainierten, operierten oder abgehungerten Attributen zu tun hat.

Kauft euch einen Bikini, der passt und habt einen umwerfenden Sommer!

Jenny

25 Kommentare

Kommentar von Vera am 26/05/2016 bei 07:39   

Super geschrieben! DANKE! Ich musste laut lachen bei „Zieh‘ Dich bitte wieder an, Du hast kein Sixpack.“ xD Zu erkennen, dass man sich nur selbst das Leben schwer macht, kann ernüchternd aber auch sehr befreiend sein. :)

Kommentar von Anna am 26/05/2016 bei 08:35   

Bingo!!! Ja, so ist es. Danke, dass Du es mal so direkt und ergreifend aufgeschrieben hast. Sowas kann man nicht oft genug lesen, um dem Schlankheitswahn etwas entgegenzusetzen. Was auch super hilft, zu verinnerlichen, dass man auch mit ein paar Kilo mehr nicht weniger wert ist, sich die selbstbewussten runderen Frauen im WWW anzusehen, dass macht unglaublich Mut und lässt einen den eigenen Körper viel wohlwollender betrachten. Weiblich, Alter + Kleidergröße 44 geht jetzt Bikini kaufen. Danke, Jenny!

Kommentar von I LOVE SPA am 26/05/2016 bei 09:08   

@Vera Haha, aber ist doch so ;) Ich kenne keine Frau, die mir bisher gegenteiliges berichtet hätte ;)

Kommentar von I LOVE SPA am 26/05/2016 bei 09:08   

Ziel erreicht #hellyes :)

Kommentar von chsaoskoeppsche am 26/05/2016 bei 09:41   

Mh, puh ... auch wenn du in Punkt 1 darauf eingehst, dass es nunmal verschiedene Figurtypen gibt. In Punkt 3 landest du dann bei dem Vorurteil, dass jemand mit wirklichem Übergewicht zu viel isst. Dass es Übergewichtige gibt, die zu viel futtern, negiere ich nicht. Aber pauschal zu behaupten "Du hast Übergewicht, du isst zu viel! Wie wärs mal mit mehr Selbstreflexion?" stimmt so einfach nicht und tut all den Menschen Unrecht, die eben nicht wegen "Vielfutterei" mehr auf den Hüften haben. Eine Fülle an Erkrankungen können direkt (Hormonschieflagen div. Coleur z.B.) oder indirekt (Medikamente wie z.B. Cortison) zu Übergewicht führen. Und ich rede nicht von ein paar Speckpölsterchen, sondern Übergewicht im 2- oder gar 3-stelligen Bereich. Es gibt Menschen, die wie du ja eingangs auch erwähnt hast, futtern können, was sie wollen, ohne zuzulegen. Ein ünermäßig rennender Stoffwechsel, also eine zu gute Verbrennung. Und dann gibts das genaue Gegenteil: diejenigen, die schon zunehmen, wenn sie etwas Kalorienlastiges nur ansehen. Die sich 5 Tage die Woche in die Fitnessbutze begeben, dort ordentlich ranklotzen, gutst auf ihre Ernährung achten. Und dennoch rund bleiben. Und es ist wirklich kein geringer Anteil der Gesellschaft. Ich kenne etliche verschiedene Varianten direkt aus eigener Erfahrung. Rank & schlank mit wunderbar laufendem Stoffwechsel als Teenager. Veranderthalbfacht = fast 3stellig binnen 2,3 Jahren, davon wiederum die Hälfte in 6 Monaten. Ohne an der Ernährung gedreht zu haben. Was bin ICH froh, dass MIR damals kein Arzt die Phrase "Mehr bewegen, weniger essen" um die Ohren gehauen hat. Vielen anderen Betroffenen erging es vor der Diagnose der Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) jedoch leider so oder weit übler. Teilweise hagelts erstmal bergeweise und wenns richtig sch... läuft über Jahre Psychopharmaka - dick UND mies drauf? Klarer Fall: Antriebsloser Frust-Fresser -> Happy-Pillen! Dass eine jahrelang im Verborgenen wütende Erkrankung, bei der es einem mies geht und man unter Umständen eine Fülle an schiet Beschwerden herumschleppen muss, zu Depressionen führen kann, wundert hoffentlich niemanden. Ich hatte "nur" mit Übergewicht, Haarausfall, Hautproblemen, Energiedefiziten, Nährstoffmängeln, Magenbeschwerden etc pp zu schaffen. Und brauchte, trotz dass ich energisch dran blieb, fast 1 Jahr bis zur Diagnose und 1,5 weitere, bis ich einen Arzt fand, der mich vernünftig behandelt. Und siehe da, die Pfunde purzelten ohne großes Zutun. Ich kenne selbst aber auch Gewichtszunahme wg Wassereinlagerungen von Histaminproblemen durch Ernährung und Pollenlast. Und auch durch gesunde, aber zu üppige Ernährung. Nur war in meinem konkreten Fall bei beidem nicht annähernd so viel Speck dadurch auf den Hüften wie durch die Schilddrüsenerkrankung. Meine Mum nahm unter Psychopharmaka wirklich enorm zu, war noch nie ne große Esserin. DAS Gewicht dann wieder runter zu bekommen, war erheblich anstrengender, zumal auch bei ihr div. Erkrankungen die eigentliche Ursache waren für div. Beschwerden, u.a. auch oben erwähnte Schilddrüsenerkrankung. In Folge meiner Diagnose wurde noch bei so einigen aus meiner Familie und auch aus dem Freundeskreis eben diese Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert. Und mit vernünftiger Behandlung gings allen in vielerlei Belangen weit besser. Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist eben lange nicht so oft, wie gern behauptet wird, die mangelnde Selbstdisziplin oder "der Blues", die zu Übergewicht führen.

Kommentar von I LOVE SPA am 26/05/2016 bei 09:47   

Ich bin da prinzipiell bei Dir, daher habe ich ja auch geschrieben: "Ein gesunder, glücklicher Mensch, der gut auf sich achtet, wird seinem Körper vermutlich nur in den seltensten Fällen mehr Nahrung zuführen, als dieser von selbst einfordert." Dennoch glaube ich, dass die Mehrheit der übergewichtigen Frauen nicht aufgrund von Krankheiten übergewichtig ist, sondern, weil eine Diät die nächste jagt und sie nicht mehr ansatzweise connected sind mit ihrem Bauchgefühl. Es ist einfach so schwer, sich von den Zwängen freizumachen, die die Gesellschaft uns in Bezug auf "den perfekten Körper" aufzuerlegen versucht. Daher der Post ;(

Kommentar von Andrea am 26/05/2016 bei 11:03   

Als Frau mit Essstörung, im Moment noch 20kg zu viel und völlig ohne intuitives Essverhalten möchte ich mich dazu auch äußern. Ja, es gibt unterschiedliche Typen, aber es ist defnitiv so, dass JEDER Mensch normalgewichtig sein kann. Wir haben alle mehr oder minder das gleiche Skelett und dieses Skelett umgeben die mehr oder minder gleichen Muskeln, Sehnen etc. Wenn ich so viel essen würde, wie mein Körper will, würde ich wieder zunehmen. Ich habe auch kein normales Sättigungsgefühl (mehr). Ob ich da jemals wieder hinkomme, weiß ich nicht. Ich vergleiche das gerne mit Geld ausgeben. Da weiß ich auch, wie viel ich auf dem Konto habe und wie viel ich ausgeben kann, damit ich nicht ins Minus rutsche. Das erspüre ich auch nicht. Vielleicht bin ich damit allein, aber für mich baut das intuitive Essen immer einen sehr großen Druck auf. Viele von uns können es nicht mehr, unterschätzen gnadenlos ihre Kalorienaufnahme und nehmen zu obwohl sie doch intuitiv essen. Hmpf. Für mich war da leider nicht die Therapie hilfreich (meine Therapeutin vertritt auch diese Ansicht), sondern das Buch Fettlogik überwinden ein absoluter Augenöffner und Befreiungsschlag. Vorher habe ich mich als Opfer der Umstände gefühlt, jetzt weiß ich, dass ich mein Gewicht selbst in der Hand habe. Von den ursprünglich 33kg zu viel sind jetzt 14 weg. Naja aber um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich find's gut, dass Du es ansprichst. Denn Übergewicht ist eben kein Kreuz, das wir nunmal zu tragen haben. Wenn jemand sein Gewicht akzeptieren will und sich so wohlfühlt, super! Muss aber halt nicht. Und Yoga + Bikinifigur. D'oh. Liebe Grüße Andrea (und sorry, sehr emotionales Thema für mich)

Kommentar von I LOVE SPA am 26/05/2016 bei 11:28   

Hey Andrea, lieben Dank für Deine Meinung! Und oh ja, ich glaube, das ist für viele ein sehr emotionales Thema. Ich hab' da leicht reden, so ganz ohne essgestörte Vergangenheit und mit Dauerconnection zu meinem Bauchgefühl. Aber genau diese scheissigen Challenges und Workshop-Aufrufe in den Social Media Feeds sind es doch, die dafür sorgen, dass so viele Frauen nicht mehr wissen, was eigentlich "normal" und "richtig" ist. Und ein bisschen Rebellion hat ja noch nie geschadet ;) Alles Gute für Dich!

Kommentar von Ally am 26/05/2016 bei 16:46   

Hi Jenny, da ist jetzt nicht gerade was neues was du da geschrieben hast, aber danke dafür, denn ich finde so wie unsere (social) Medienlandschaft immer noch aussieht kann man das gar nicht genug sagen! Dieser Mist wird oft kritisiert, aber selten habe ich so schön deutliche Worte dazu gelesen wie von dir. Zu Punkt 3: Hm, ich finde das Thema in diesem Absatz schon zu arg vereinfacht (siehe chaoskoeppsche, Andrea). Das Thema ist zu komplex um es in diesem Zusammenhang zu besprechen finde ich und ich habe auch das Gefühl, dass sich an diesem SM (social media - was ein Wortspiel) Käse eher normalgewichtige Frauen beteiligen (eben weil normalgewichtig schon zu fett ist, is klar 'ne?). Ein "Wenn du krankhaft übergewichtig bist, gibt es Möglichkeiten dagegen anzugehen - SM Challenges werden da aber nicht wirklich helfen können" hätte mMn gereicht zu 5: abso-fucking-lutely. Ich habe sehr schwaches Bindegewebe am Bauch, jaa das sieht man alles sehr gut wenn ich einen Bikini anhabe. Dazu könnte man jetzt Wackelpudding, Schwabbel o.ä. sagen. Bei meinen Freunden heißt es "das angenehmste Kissen der Welt" ;) Und mich hat deswegen noch keine(r) von der Bettkante gestoßen... Nebenbei: Auch wenn es sehr schön sein kann begehrt zu werden, gefallen muss ich mir selber und erst danach kommt die Meinung anderer :) LG

Kommentar von I LOVE SPA am 26/05/2016 bei 16:59   

Lieben Dank für Deinen Kommentar! Der 3. Punkt ist sicherlich stark vereinfacht runtergebrochen, aber er bezieht sich vor allem auf all' diejenigen Frauen, die vollkommen normalgewichtig sind, aber aufgrund des ganzen Inputs, der so auf einen einprasselt, fest davon überzeugt sind, zu viel zu wiegen und abnehmen zu müssen. Natürlich trifft das nicht auf stark übergewichtige Frauen zu, deren Übergewicht krankhaft bedingt ist. Aber ich fürchte, die von mir gemeinte Gruppe stellt die absolute Mehrheit dar. Und in diesen Fällen könnte es ja schon Sinn machen, sich mal damit auseinanderzusetzen, wie es um den eigenen Selbstwert steht. Anyway ;) Die Zahl an Likes und die Reaktionen zeigen ja auch, dass dieser ganze Mist vielen Frauen auf den Senkel geht. das beruhigt mich ein bisschen.

Kommentar von Rebecca Randak am 27/05/2016 bei 09:16   

True story, Jenny. Geht mir da echt genauso.

Kommentar von I LOVE SPA am 27/05/2016 bei 09:20   

Ja, und wenn ich auf die Zahl der Likes unter diesem Post hier schaue, sind wir beide damit augenscheinlich auch nicht alleine...

Kommentar von chaoskoeppsche am 27/05/2016 bei 10:56   

Nicht falsch verstehen, was die abgef*ckten Challenges und überhaupt das sehr kritische "Körperoptimieren" Normalgewichtiger hin zu gephotoshopten "Idealen" angeht, bin ich absolut bei dir. Ich bin z.B. in div. "Fitnessrezepte"-Gruppen bei facebook rumgeturnt - in manchen waren Challenges eher an der Tagesordnung, in anderen wieder verpönt. In einer Gruppe gabs nen Admin- und damit nen absoluten Richtungswechsel von Pülverchen und Flaaavdrops hin zu natürlichen Zutaten. Da waren so einige Mitglieder derb angeplörrt. Es ist eine Sache, seinem Körper was Gutes zu tun, sich mit gesunder Ernährung auseinander zu setzen. Eine andere aber, sich selbst massiv zu gängeln, um irgendeinem Hype näher zu gelangen. Ich kenne keine absoluten Zahlen und kann auch nur aus meiner Warte von Schilddrüsenerkrankung & Histaminüberschuss berichten. Aber ob der Tatsache, dass vermutet wird, das allein etliche Schilddrüsenerkrankungen lange undiagnostiziert bleiben und dass die eben häufig einhergehen mit Übergewicht, Depressionen etc ... *seufz* Sowohl Übergewicht trotz wirklich vernünftiger Ernährung als auch Übergewicht aufgrund vermehrten / falschen Essens kann ja schon in Depression begründet sein, für die wiederum eine Schilddrüsenunterfunktion verantwortlich sein kann. Die Hashimoto bricht häufig während odet nach einer Schwangerschaft aus und wird nicht selten erst ewig später festgestellt. Oft zufällig. Der synthetische Schilddrüsenhormonersatz ist sicher nicht von ungefähr das meistverordnetste Medikament. Wars jedenfalls vor einigen Jahren jahrelang, setze mich seit geraumer Zeit nicht mehr so intensiv auseinander. Aber auch nur, weils mir dahingehend besser geht und andere gesundheitliche Probleme in den Vordergrund gerückt sind. Übergewicht wie auch Untergewicht (was wiederum auch von u.a. ner anderen Schilddrüsenerkrankung herrühren kann) sind sehr komplexe Themen. Beides kann selbst verursacht sein, beides kann einen aber auch ohne eigenes Zutun erwischen. :( Und auf ein normales Level zu gelangen, ist eben nicht immer nur mit Ernährung, Bewegung, Disziplin zu erreichen. Es spielen viel zu viele Faktoren rein.

Kommentar von I LOVE SPA am 27/05/2016 bei 11:08   

Klar, was krankhaft bedingtes Über- oder Untergewicht angeht, bin ich da ganz bei Dir.

Kommentar von Laura am 29/05/2016 bei 19:57   

Hach. Es ist einfach so wahr! Danke für jedes deiner Worte. Ich habe diese ganzen übertriebenen Darstellungen auch so satt (habe "damals" auch schon bei dem #starteating Hashtag mitgemacht und verwende ihn immer noch). Gerade auch wenn man über Essen bloggt, ist es schon fast ein Spießrutenlauf, wenn man nicht eine Million Kriterien erfüllt, die vegan, healthy, Paleo oder sonstwas sind. Es nervt einfach, mal ganz zu schweigen davon, dass nicht für jeden solche Ernährungsformen geeignet sind. Dass sich manche Menschen glutenfrei usw. ernähren müssen steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber dass inzwischen ein Hype daraus gemacht wird und quer durchs Netz gepöbelt wird, wenn man nicht "gesund" oder "schlank" genug ist – come on. Das ist einfach nur lächerlich. Wie du schon sagst: Das Fernsehen, die Zeitschriften und ja – auch die Instagrammer – präsentieren Fotos, die durch zehn Filter und durch manuelle Photoshop Retusche gelaufen sind. Man soll nicht glauben, dass diese Menschen makellos sind. Leider ein Thema ohne Ende. Ich hoffe, dass dein Beitrag nicht so schnell verhallt wie du sagst und ich hoffe, dass Blogger wie du (und auch einige andere) immer wieder den Mund aufmachen, wenn es sein muss. Irgendwann werden sich diese extremen Trends hoffentlich auch wieder wandeln. Die Hoffnung stirbt zuletzt (und bis dahin esse ich weiterhin Süßes und überhaupt. Jawohl.)

Kommentar von I LOVE SPA am 29/05/2016 bei 20:03   

Hach, danke ♡

Kommentar von Laura am 30/05/2016 bei 10:15   

Im Grunde gebe ich dir vollkommen Recht damit, dass man sein Aussehen so annehmen sollte, wie es ist, ohne sich mit anderen äußerlich zu vergleichen. Aber ich muss auch sagen, dass die Bikini challenge etwas Gutes hatte. Der Name klingt für mich total irreführend, weil es weniger darum ging, wirklich abzunehmen, und mehr darum, sich zu stärken und ein bisschen sportlicher an Yoga zu gehen. Mir hat das total geholfen. Ich kann mich nämlich nicht in meinem Körper wohl fühlen, wenn ich nicht genug Sport mache, weil ich zu Haltungsschäden neige und so eine challenge ist für mich einfach ein guter Einstieg. Und ich kann mir vorstellen, dass es viele genauso wie ich einfach als Ansporn genutzt haben, mehr Yoga in ihren Alltag zu integrieren :)

Kommentar von I LOVE SPA am 30/05/2016 bei 10:20   

Aber warum springt man dann auf den Bodyshaming-Zug auf und nennt es "Bikini Challenge" anstatt "Wohlfühl-Challenge" oder "Sporty Yoga"-Challenge? :/

Kommentar von Bérénice am 31/05/2016 bei 18:16   

Marketing. Bei einer Bikini-Challenge machen mehr Leute mit, als bei eine Wohlfühl-Challenge. :) Ich habe mich intuitiv und ohne, dass so genau zu reflektieren wie du, auch gegen die Teilname entscheiden und vor allem gegen die öffentliche Teilname der Bikini-Challenge auf meinem Blog. Ich schätze das besagte Portal aus vielen anderen Gründen und frei nach dem Motto "Nobody's perfect" werde ich es auch weiterhin nutzen. Mir würde ein yogischer Ansatz im Titel ebenfalls besser gefallen, aber vielleicht erreicht man mit solchen Titeln auch mehr Menschen und überzeugt sie dann im zweiten Schritt? Ganz Liebe Grüße aus München Bérénice

Kommentar von I LOVE SPA am 31/05/2016 bei 20:01   

Ich schätze das Portal normalerweise auch. Dennoch finde ich, dass es gerade im Yogabereich nicht klargeht, sich aus marketing-strategischen Gründen einer Bodyshaming-Message zu bedienen ;(

Kommentar von Bérénice am 02/06/2016 bei 12:19   

Finde ich nachvollziehbar :)

Kommentar von Bérénice am 02/06/2016 bei 12:55   

Ich finde aus yogischer Sicht das Wort "Challenge" allerdings genauso fragwürdig oder sogar noch fragwürdiger als "Bikini". Egal in welchem Zusammenhang.

Kommentar von I LOVE SPA am 02/06/2016 bei 22:03   

absolut :/

Kommentar von Jenni am 25/05/2017 bei 10:05   

Supertoll auf den Punkt gebracht - vielen, vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel! Liebe Grüße Jenni

Kommentar von I LOVE SPA am 25/05/2017 bei 10:45   

Lieben Dank :)

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