Arany Spa im Park Hyatt Vienna

Park Hyatt Wien SpaFreunde der Entspannung, seid ihr bereit für die erste Wien-Empfehlung? Laut Google Analytics lesen hier sehr viele Menschen aus Wien mit. Aus diesem Grund habe ich mich vergangene Woche für 48 Stunden auf den Weg in die österreichische Hauptstadt gemacht und gleich am Wochenende die Wien Subpage zusammengebastelt.

Wir starten chronologisch und aus diesem Grund soll es hier und heute um das Hotel gehen, das mir gleich nach meiner Ankunft ein Bett mit den perfektesten Kissen zur Verfügung gestellt hat. Sagt „Hi“ zum Park Hyatt Vienna auf I LOVE SPA!

Noch während der Fahrt vom Flughafen in den ersten Bezirk stelle ich fest, dass Wien mit kompakten Distanzen aufwartet. Da ich im Ausland und folglich ohne mobile Daten unterwegs bin, spielt mir das sehr in die Karten. Ich hüpfe am Bahnhof „Herrengasse“ aus der U-Bahn und stehe nur etwa 3 Minuten später bereits vor der imposanten Fassade des ehemaligen Bankgebäudes.

Nach einer herzlichen Begrüßung werde ich auf mein Zimmer begleitet. Man staunt nicht schlecht ob meines Gepäckumfangs, denn der gestaltet sich ähnlich kompakt wie die Distanzen vor Ort. Mein Rucksack und ich kommen also an und werden von Mozartkugeln auf dem Zimmer begrüßt. Hallo Wien! Genau so hab‘ ich mir das vorgestellt. Das Arany Spa im Park Hyatt Vienna schliesst um 22Uhr. Als ich mir um 21:55 eine Mozartkugel in den Mund schiebe, komme ich auf die brilliante Idee, noch schnell ein Foto vom leeren Pool zu machen, schlüpfe in die Frotteeschlappen, sause mit dem Aufzug nach unten und staune nicht schlecht. Das Ergebnis seht ihr oben und ich würde sagen, der Pool hat definitiv einen Schönheitspreis verdient.

Zurück auf dem Zimmer finde ich einen USB-Stick in Form eines kleinen Goldbarrens mit der Aufschrift „Bank of Memory“. Ich bin maximal verzückt. Und kann euch somit nun auch eine ordentliche Außenaufnahme präsentieren:

Hotel Exterior © Matthew Shaw. See licence supplied with this image for full terms & conditions. Copy available at: www.matthewshaw.co.uk/copyright.htmlNot for use by architects, interior designers or other hotel suppliers without permission from Matthew Shaw

Park Hyatt Spa in Wien

Ich sinke in die weichen Kissen und tue für den Rest des Abends, was noch zu tun ist: Social Media Kanäle bespielen und Mozartkugeln essen.

Park Hyatt Wien Wellnesshotel

Am nächsten Morgen wache ich auf und stelle fest, dass ich lange nicht mehr so gut in einem Hotel geschlafen habe. Die Kissen im Park Hyatt sind absolut perfekt. Ich fühle mich frisch und erholt (was by the way auch nicht schaden kann, denn in den kommenden 48 Stunden warten 5 Spa Checks und 2 Meetings auf mich). Also schlurfe ich in meinen Frotteeschlappen in’s Badezimmer, um zu duschen und aufzuwachen.

Park Hyatt Wien Wellness

Der nächste Punkt auf der To Do-Liste: Frühstück suchen. Und was ich finde, ist dieser opulente Saal aka „The Bank“, in dem man mich freundlich in Empfang nimmt und mir umgehend einen Tisch zuweist:

The Bank Brasserie & Bar © Park Hyatt Vienna

Ich lerne, dass man in Wien eine Soja Mélange bestellt, wenn man einen Milchcafé mit Sojamilch haben möchte und stelle nur wenige Minuten später fest, dass so eine Soja Mélange besser schmeckt als ein banaler Soja-Milchcafé. Für den perfekten Start in den Tag kombiniere ich meine perfekte Soja Mélange mit perfekten Pancakes.

Park Hyatt Wellness Wien

Park Hyatt Wien Frühstück

Könnte man geschmeidiger ankommen in einer neuen Stadt? Wohl kaum. Als ich so an die Decke starrend die ganzen Farben und Muster bewundere, rufe ich mir dann aber nochmal in’s Gedächtnis, dass ich ja *eigentlich* hier bin, um den 1.000 m² großen Spa Bereich unter die Lupe zu nehmen. Die Pancakes haben mich da irgendwie kurzzeitig aus der Bahn geworfen. Ich krieg‘ aber nochmal die Kurve, bewege mich umgehend Richtung Arany Spa, schlüpfe in den Bademantel und verschaffe mir einen ersten Überblick!

Park Hyatt Wien Day Spa

Arany ist ein ungarisches Wort und bedeutet übersetzt „Gold“. Macht Sinn, wenn man bedenkt, dass es sich um ein altes Bankgebäude handelt. Ich entdecke im Bereich der Spa Rezeption einen Tresor und schwupps fühlt das ganze Setting sich heimelig an. (Der aufmerksame Leser wird ja zwischenzeitlich mitbekommen haben, dass ich seit vielen Jahren für ein Berliner Hotel arbeite, das früher ebenfalls mal eine Bank war.)

Park Hyatt Wellnesshotel Wien

Das Arany Spa macht dem Gold im Namen alle Ehre. Hier seht ihr den gemixten Saunabereich, der mit einer finnischen Sauna und einem Dampfbad aufwartet:

Arany Spa Wet Area 1 © Matthew Shaw

Arany Spa Wet Area 2 © Matthew Shaw

In der Ladies Area gibt es aber auch nochmal ein Sanarium für alle, die lieber ohne Männer schwitzen. Mich zieht es aber geradezu magnetisch Richtung Pool. Da ich komplett alleine bin, haben wir es mit einer glatten, 15 Meter langen Wasseroberfläche zu tun und ihr wisst ja, dass ich glatte Wasseroberflächen nur schwerlich ignorieren kann. Voll crazy: Selbst der Boden, der auf den Fotos türkis aussieht, glitzert von Nahem gülden und sollte man mich beim Rundgang später nicht angeflunkert haben, so handelt es sich um echtes Gold!

Da der Pool so schön ist, beziehe ich eine Liege in seiner Nähe, damit ich ihn noch eine Weile anstarren kann. Hier und heute im Park Hyatt Vienna schlägt der Pool für meinen Geschmack den Saunabereich. Allerdings nur für ungefähr weitere 15 Minuten. So lange dauert es, bis ein paar wilde Kids ebenfalls ihre Liebe zu glatten Wasseroberflächen entdecken. Rückzug!

Park Hyatt Wien Therme

Auf meiner Suche nach einem ruhigeren Liegeplätzchen entdecke ich diese riesige Amethystdruse. Throwback Thursday? Aber auch in vielen anderen Aspekten erinnert mich das Park Hyatt Vienna an das Hyatt Regency Düsseldorf. Die Farben, das smarte Understanding. Weder Bling Bling, noch Stockenten. Sowas mag ich persönlich ja sehr.

Park Hyatt Therme Wien

Wasser, Äpfel, Nüsschen und Trockenobst stehen auch bereit. 10 von 10 Punkten für die Mehrwegbecher!

Park Hyatt Day Spa Wien

Es gibt zum Zeitpunkt meines Aufenthaltes ganz klar mehr Liegemöglichkeiten als Liegende. Also wickle ich mich in eine kuschelige Decke und dämmere nochmal für etwa 30 Minuten weg, bis Sasa (sprich: Sascha), mein Behandler und Spa Manager, mich zum Treatment abholt.

Wenn ich vom Spa Manager selbst behandelt werde, zeigt mir das immer, dass die PR-Abteilung des Hauses checkt, was ein Blog ist und dass es vielleicht ganz cool wäre, wenn das Treatment mich flasht. (Manchmal werden auch Freelancer reingerufen, die mich flashen. Remember?) Sowas ist dann natürlich höchstwahrscheinlich keine Behandlung die exemplarisch für die durchschnittliche Treatmentqualität des Hauses steht, aber es ist mir allemal lieber, als wenn mich ein unmotivierter Mitarbeiter 90 Minuten lang lust- und energielos einölt. (Passiert bei etwa 75% aller Massagen.)

Park Hyatt Spa Wien

Consultation Card, Tee, Oshi Bori, Vorgespräch. Professional as professional can be. In den folgenden 60 Minuten erwartet mich eine Deep Tissue Massage. Und ich werde entsprechend kompetent filetiert. Man merkt schnell, dass Sasa weiss, was er tut. Sowas finde ich ja immer super. Er arbeitet mit unterschiedlichen Griffen an den beiden Körperseiten. Sturer Ablauf? Fehlanzeige. Ich werde mehrfach aufgefordert zu atmen – was sicherlich auch nicht die schlechteste Idee ist, denn der ein oder andere Griff bewegt sich jenseits des Wohlfühlschmerzes, weswegen ich die Sache mit der Atmung vorübergehend auf Eis lege. Aber nicht mit Sasa. „Please breathe.“ Hmpfs.

Eine Deep Tissue Massage ist nunmal kein Spaziergang. Trotzdem bin ich begeistert, denn Sasa’s Griff ist sowas von „on point“. Stichwort Schulterblatt-Außenseite. Mimimi. Grifflich ist auch viel Akupressur mit dabei. Unter’m Strich eine sensationell gute Massage. Ich erinnere mich wieder daran, dass ich ja gerade in Österreich bin und beschliesse, mein Wasser im Anschluss auf die gesetzlich geregelte Qualitätssicherung zu erheben.

Sasa hingegen findet es nicht so cool, dass mich in den nächsten 30 Stunden noch 4 Treatments erwarten. Er sagt, ich soll keine tiefer gehende Massage mehr bekommen. Das sei too much. Ich weiss. Aber das bringt dieser Job nunmal mit sich. Ich erzähle ihm, dass ich machmal 3 Facials in 3 Tagen habe und er schlägt die Hände über’m Kopf zusammen. Ich muss ihm versprechen, in den nächsten Stunden – wenn möglich – auf eine Fußreflexzonenmassage auszuweichen. Na gut.

Die Zeit fliegt hier im Arany Spa. Aus diesem Grund mache ich mich dann auch schon auf den Weg Richtung Umkleide. Das schönste Plätzchen zum Abhängen habe ich leider erst ganz am Schluss entdeckt, als ich, wieder komplett bekleidet, nochmal rumgeführt werde. Links und rechts vom Pool befinden sich Glasscheiben, durch die man Richtung Pool schauen kann, aber nicht andersrum. Vom Pool aus gesehen befindet sich rechter Hand hinter dieser Scheibe der Fitnessbereich:

Arany Spa Fitness © Matthew Shaw

Und jetzt Achtung Öhrchen spitzen: Linker Hand hinter der Glasscheibe befindet sich ein weiterer kleiner Ruhebereich. Checkt das also unbedingt aus, wenn ihr euch im Arany Spa entspannt. Das Spa Menü findet ihr hier links in der Sidebar. (Und ich wäre ja echt mal stark dafür, dass Hyatt Spas sich homepage-technisch nicht länger an dieses vereinheitlichte und schlecht bedienbare Template halten müssen.) Wenn ihr den Bereich als externer Gast nutzen möchtet, könnt ihr das für 85€ tun (Stand: Mai 2016). Gearbeitet wird übrigens mit Skin Ceuticals und Sodashi. Letzteres hat mich sehr begeistert, weil hier.

Mein Fazit? Ich hatte einen durchweg perfekten Aufenthalt. Es gab‘ nicht ansatzweise etwas auszusetzen. Lärmende Kinder in Hotel Pools sind ja immer ein sehr sensibles Thema und ich weiss aus meinem Spa Alltag, dass viele Eltern darauf bestehen, dass ihre Kleinen sich auch in Ruhebereichen voll entfalten dürfen. Es könnte sein, dass der Kinder-Lärmpegel einem am Wochenende eventuell einen Strich durch die Entspannungsrechnung macht. Aber das ist rein spekulativ, sehr hypothetisch und theoretisch auf alle Hotel Spas anwendbar.

Also: Perfekte Kissen, perfekte Soja Mélange, perfekte Waffeln, perfekter Pool, perfektes Treatment. Highly recommended!

Jenny

Ich wurde vom Park Hyatt Vienna eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.