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ITB Fachforum Wellness 2016

11/03/2016

ITB Fachforum Wellness 2016

Genau wie 2014 und 2015 habe ich auch gestern wieder das Fachforum Wellness besucht, das jedes Jahr im Rahmen der ITB von den fleissigen Bienchen der Wellnesshotels & Resorts organisiert und durchgeführt wird. Es handelt sich dabei um die einzige regelmäßig wiederkehrende brancheninterne Veranstaltung in Deutschland mit internationalen Referenten. Besonders spannend also.

Obwohl es jedes Jahr einen ganzen Tag lang im Convention Center um Wellness & Spa geht, wurde ich auch in diesem Jahr nicht als Blogger akkreditiert. Man akkreditiert nämlich „nur Reiseblogs und Blogs die über eine gewisse Reichweite verfügen“. Ich hab‘ mir dann zwar noch ein Tagesticket erpöbelt, aber das hätte ich mir im Prinzip auch schenken können, weil die Wellness Hotels & Resorts mich dann irgendwann fragten, ob ich nicht Lust hätte, bei der Podiumsdiskussion mitzumachen. Speakers Ticket. Ende gut, alles gut. Und gestern war es dann soweit:

Fachforum Wellness ITB

Ich bin zugegebenermaßen noch immer ganz schön platt von der Beauty, die ja gerade mal 4 Tage zurückliegt. Aber um 10:40 geht’s los und ich stolpere pünktlich auf die Minute in Saal New York 3 Halle 7.1.a. László Puczkó startet mit „Wellness & Spa Reise-Monitor 2015 – wo liegt das Wachstum?“. Mein erster „Oha-Effekt“: Der deutsche Markt ist jünger als der internationale Durchschnitt. Corporate Wellness hingegen verzeichnet kein Wachstum (mehr). Das verwundert mich allerdings nicht so wirklich.

Die Gäste sind heutzutage digital dauerconnected und gelangweilt von den Standard-Spa Menüs mit Ayurveda, Lomi, Hot Stone & Co. (Man kann es ihnen wohl nicht verübeln.) Die Challenge besteht darin, diese Gäste abzuholen und vom Smartphone wegzulocken. Und das funktioniert am besten mit Geschichten, die regionale Ressourcen und standorttypische Traditionen beinhalten. Da ist zukünftig wohl mal ein bisschen Kreativität gefragt. Ich bin gespannt.

Experts Forum Wellness ITB

Nach dem Vortrag mache ich mich auf den Weg nach Thailand, denn in meinem Kopf schwirrt ja nach wie vor die Idee mit diesem Thailand Special umher. Ich habe mich dieses Jahr ganz bewusst mit niemandem verabredet, weil eh‘ alle immer ultragestresst sind und ich mich unentwegt in den Hallen verirre und in Slovenien lande, obwohl ich in Mecklenburg Vorpommern verabredet bin. Aus Erfahrung klug also.

In Thailand angekommen, versuche ich also herauszufinden, ob die Idee (die in meinem Kopf Sinn macht) auch die Verantwortlichen vom Thailändischen Fremdenverkehrsamt in Verzückung versetzt und das scheint auf Anhieb sogar der Fall zu sein. Es würde mich riesigst freuen, wenn es wirklich zur Umsetzung kommt. Ich halte euch diesbezüglich im Newsletter auf dem Laufenden! Edit Dezember 2016: Das Thailändische Fremdenverkehrsamt hat auf meine Email, die ich Ihnen nach unserem Gespräch schicken sollte, nie geantwortet. Der November in Thailand war dann aber absolut großartig! Das Special im ursprünglich geplanten Sinn hab‘ ich zwar nicht umgesetzt, aber dennoch ziemlich viele Spas ausprobiert. Die Zusammenfassung all‘ meiner Empfehlungen findet ihr hier.

Der Preis für den schönsten Stand geht dieses Jahr by the way an Singapur (und damit meine ich nicht die Frauen, sondern das ganze Grünzeug – wobei es natürlich auch schöne Frauen sind):

ITB Berlin

Auf dem Rückweg zum Convention Center bin ich dann wieder ziemlich schnell ziemlich lost (finde eigentlich nur ich das ICC verwirrend angelegt und ausgeschildert?) und muss bei der Keynote von Franz Linser erstmal draußen warten, denn der Raum ist so voll, dass nur Leute reingelassen werden, wenn andere rauskommen. Määh.

Nach 7-8 Minuten ist es dann aber soweit und ich kann mir glücklicherweise noch den Großteil der Keynote anhören. „Erfolgreiche Wege aus dem Wellness Trend-Wirrwarr“. Hier erfahre ich, dass der Wellnessmarkt aktuell global ein 10%-iges jährliches Wachstum hinlegt und obwohl der Wellnesstourismus nur 6% des Gesamttourismus ausmacht, erwirtschaftet er 14% des Umsatzes.

Die quantitative Wachstumsphase ist vorbei. Wir befinden uns nun in der Differenzierungsphase, in der es darum geht, Produkte zu entwickeln und das Profil zu schärfen. Auch hier geht es wieder um die Absurdität der viel zu umfangreichen Spa Menüs. Die Gäste wollen Rückzug, Ruhe und Durchatmen. Wellness der nächsten Generation wird sich vom Powerselling verabschieden müssen und die Natur wird eine viel größere Rolle spielen. Außerdem geht der Trend zu klaren Ansagen und weg vom typischen Broschürengeschwurbel. (Das macht mich ernsthaft happy!) Downshifting und Destress also.

Was ich außerdem begrüße ist, dass der Punkt „Selbstoptimierungswahn“ angesprochen wurde. Und dass es die Aufgabe von Wellness ist, hier gegenzusteuern und die Gäste wieder in’s „Fühlen“ zurückzuholen. Meine Rede. Dickes rosa Ausrufezeichen! Mehr zum Thema Selbstoptimierung und Selbstgeißelung findet ihr hier, hier und hier.

Aber weiter geht’s mit „Afrika im Rampenlicht: Die Einzigartigkeit der Afrikanischen Spa und Wellness Branche und ihre Entwicklungsmöglichkeiten“. Dass es sich hierbei um den am schnellsten wachsenden Wellnessmarkt weltweit handelt, war mir in der Tat nicht klar. Ich muss aber auch zugeben, dass ich bei „Afrika“ spontan mehr so an Kenia, Namibia oder Ghana denke und weniger an Ägypten, die Seychellen, Mauritius oder Marokko. Aber das sind natürlich auch alles afrikanische Länder. Unter’m Strich also ein erhellender Vortrag.

Und dann darf László Puczkó gleich nochmal ran: „Wellness & Spa: Nur Kommerzielles Marketing für Wohlfühl-Aspekte?“ Es geht um „Wellness Hosen“, „Wellness Snacks“ und „Wellness Handtücher“. Aber damit nicht genug, denn auch ein bekanntes Berliner Bordell nutzt den Begriff „Wellness“ und es gibt sogar einen Brotbackautomaten, der „Wellbeing Bread“ backt. Nur einige wenige Beispiele dafür, dass sich alles verkaufen lässt, wenn man einfach nur „Wellness“ draufschreibt.

ITB Experts Forum Wellness

Aber dann ist es endlich soweit und die Podiumsdiskussion zum Thema „Spa und Wellness Marketing: Social Media Influencer – Hype oder Hauptgewinn“ beginnt. Die 45 Minuten fühlen sich an wie maximal eine Viertel Stunde. Wahnsinn. Es wäre noch so viel mehr zu sagen gewesen und wir hätten wohl noch ewig weiterdiskutieren können…

ITB Fachforum Wellness Social Media Influencer

Abschliessend bleibt festzuhalten, dass es hier in der vergangenen Woche ein bisschen nerdy zuging. Keine Ahnung, ob die Posts über SpaCamp, Spa Business Lounge und Fachforum Wellness auch für Endverbraucher interessant sind? Falls ihr alle weggenickt seid, könnt ihr euch für Montag Morgen den Wecker stellen, dann geht es hier nämlich wieder mit „ganz normalem“ Content weiter.

Da ich aber auch weiss, dass sehr viele brancheninterne Leute hier mitlesen, hoffe ich einfach mal, dass nicht alle weggepennt sind und der Content in der vergangenen Woche den einen oder die andere in irgendeiner Form informiert und bereichert hat.

Kommt gut in’s Wochenende!

Jenny

3 Kommentare

Kommentar von Mona am 12/03/2016 bei 04:27   

Ein bischen Insiderwissen zu bekommen wäre doch recht interessant.

Kommentar von Michael Alteiwscher am 12/04/2016 bei 20:55   

Gar nicht nervig! Im Gegenteil schön kurzweilig vermittelter Input. danke ?

Kommentar von I LOVE SPA am 12/04/2016 bei 23:22   

Oh là là, merci #knicks

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