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Neue Kennzeichnungspflicht für bezahlte Blogposts: „Werbung“ in der Überschrift?

15/12/2015

Bezahlte Kooperationen„Bezahlte Blogposts müssen mit dem Begriff „Werbung“, und zwar nicht nur im Blogpost, sondern auch in der Überschrift, gekennzeichnet werden“, so der zur Zeit scheinbar einheitliche Tenor auf gefühlt allen Kanälen. Allerdings bezieht sich niemand auf eine konkrete Quelle, einen Gesetzesentwurf oder einen richterlichen Beschluss. Wann immer ich nachhake, bekomme ich als Antwort Links, in denen Anwalt X oder Anwalt Y sich äußern und Empfehlungen aussprechen, jedoch keine Antwort auf meine Frage: „Wo steht das?“.

Da allgemein augenscheinlich eine sehr große Verwirrung vorherrscht, möchte ich dem Thema nun auch mal einen eigenen Post widmen. Denn ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich entdecke unentwegt Kooperationen von Blogs mit Firmen, die nicht (und damit meine ich überhaupt nicht) gekennzeichnet sind. Doch scheinbar stellen nicht diese Blogs das Problem dar. Es geht augenscheinlich nicht um die Blogger, die überhaupt nicht kennzeichnen, sondern es werden vielmehr diejenigen an den Pranger gestellt, die es nicht in der Überschrift tun. Eine bezahlte Kooperation auf I LOVE SPA ist unter jedem Post folgendermaßen gekennzeichnet:

„Bei diesem Post handelt es sich um eine bezahlte Kooperation. Ich freue mich, wenn ein cooles Unternehmen den Wert meiner Arbeit erkennt und mich dafür bezahlt. Nur so ist es mir möglich, den Blog in diesem Umfang zu bespielen und euch alle Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ganz unabhängig davon gilt wie immer: Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.“

Genau an dieser Stelle (nämlich unter jedem Post) könnt ihr auf 129 Seiten vom ersten Blogpost an auch nachlesen, ob ich ein Produkt selbst gekauft habe oder ob es mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde bzw. ob ich von einem Spa oder Yogastudio eingeladen wurde oder ob ich den Eintritt oder das Treatment selbst bezahlt habe. So weit, so transparent. Warum aber benutze ich nicht den Begriff „Werbung“ für bezahlte Kooperationen? Weil es sich meiner Meinung nach bei jeder Empfehlung um Werbung handelt. Ich bewerbe hier unentwegt Dinge. Spas, Behandler, Gesichtscremes, Yogahosen, Badebomben – außer den Treatmenterklärungen und dem einen oder anderen Interview handelt es sich also im Prinzip bei jedem Post um „Werbung“.

Aber warum überhaupt bezahlte Posts? Muss das sein?

Wie sich der eine oder die andere sicherlich vorstellen kann, ist ein Blog, der jede Woche viermal veröffentlicht, darunter eine Spa Empfehlung (die in der Regel auch noch mit Umherreisen verbunden ist), kein Hobby mehr. Genaugenommen ist I LOVE SPA mittlerweile ein Full Time Job. Und dass es vollkommen legitim ist, mit einen Full Time Job auch Geld zu verdienen, sollte außer Frage stehen.

Ich persönlich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass mein Content jedem Leser kostenlos zur Verfügung stehen soll. Will heissen: Ich verkaufe euch hier keine E-Books, für die ihr bezahlen müsst. Alles, was ich an Content produziere, ist für jeden frei und kostenlos abrufbar. Das ist mir wichtig.

Und da ich sowieso unentwegt Produkte, Spas und Yogastudios „bewerbe“ finde ich es nur fair, den Blog dahingehend zu monetarisieren, als dass ich für dieses Bewerben auch immer häufiger Geld in Rechnung stelle. Im Gegensatz zu Print-Formaten bleibt für den Leser so alles kostenlos und in vollem Umfang frei verfügbar.

Dennoch ist mir natürlich auch sehr wichtig, dass jeder Blogpost klar und transparent gekennzeichnet ist. Sollte es also demnächst ein Gesetz geben, das mich dazu zwingt, den Begriff „Werbung“ in der Überschrift zu benutzen, so werde ich ihn von diesem Zeitpunkt an standardmäßig in jede Überschrift mit aufnehmen. Solange es aber kein Gesetz gibt, das mich dazu zwingt, kennzeichne ich weiterhin schnörkellos und unmissverständlich mit „bezahlte Kooperation“.

Aber es geht hier ja nicht nur um mich und irgendwelche Gesetzesdiskussionen, sondern auch um euch. Daher meine Frage: Seid ihr fein damit? Wünscht ihr euch das anders? Eure Meinung zu diesem Thema ist mit sehr wichtig. Fühlt euch frei, zu kommentieren!

Jenny

11 Kommentare

Kommentar von Carolin am 15/12/2015 bei 19:16   

Hallo Jenny, also ich finde nicht, dass der Begriff "Werbung" auftauchen muss, weil durch den Text, der immer am Ende der Posts steht ohne Zweifel feststeht, ob du dafür bezahlt wirst oder nicht. Außerdem ist dein Blog für mich mit der transparenteste, den es gibt und das ist auch mit ein Grund, warum ich ihn gerne lese (außer den Themen natürlich). Und ich schätze auch sehr deine kritische Einstellung zu Geschenken und Anfragen. So, das musste mal gesagt werden. Mach weiter so und vielen Dank für ilovespa! Viele Grüße, Carolin

Kommentar von I LOVE SPA am 15/12/2015 bei 19:24   

Wow, danke für Deine Meinung zum Thema und das fette Lob! Das macht mich grad' sehr glücklich :)

Kommentar von Ela am 15/12/2015 bei 19:42   

Ich stimm dir absolut zu. Mir widerstrebt dieses "Werbung" in die Überschrift auch total.. Und ich seh es auch ohne entsprechende Gesetzgebung gar nicht ein. Wenn ich etwas umsonst bekomme schreib ich das dazu, bei jedem Blogpost am Ende. Deine Methode find ich super, transparenter gehts wirklich nicht. Liebe Grüße, Ela

Kommentar von Mona am 15/12/2015 bei 22:31   

Ich finde auch das das es keine neuen Kennzeichnung bedarf, wie schon erwähnt wurde durch deine 😉kleine Klausel am Ende jedes Blogpost. Außerdem ist nicht es auch Werbung, wenn ich einer Freundin ein Produkt empfehle? Ich gebe verbal weiter warum ich dieses oder jenes Produkt gut finde. Desweiteren wird auch gern eine gewisse Hoffnung mit vermittelt, dass Produkt die "Erlösung" bringen soll. Wo ist da der Unterschied zu echter Werbung? Ist keiner mehr in der Lage selbst zu denken? Empfehlungen zu hinterfragen? Selbst abzuschätzen was für einen selbst das richtige ist?

Kommentar von I LOVE SPA am 15/12/2015 bei 23:02   

Danke euch beiden @Ela und @Mona! Wenn ich mir die Zahl der Likes anschaue, sieht es wohl so aus, als wären meine Leser fein mit der Art, wie ich das handhabe. In einer geschlossenen Blogger-Facebookgruppe wurde allerdings mit einigen Links und Paragraphen herumjongliert, die die Kennzeichnung in der Überschrift angeblich verbindlich vorschreiben. Das ist aber immer alles auf Printbeispiele ausgerichtet und ich finde keinen einzigen Bloggerfall, der wegen dieser Sache durchprozessiert wurde. Fazit: Ich bin verwirrter als je zuvor...

Kommentar von Claudia am 16/12/2015 bei 00:41   

Ich lese einen ganzen Haufen Blogs und finde deinen herrlich transparent. Das finde ich nicht deshalb gut, weil ich besonders scharf auf Transparenz im Hinblick auf bezahlte Kooperationen bin sondern eher, weil ich es spannend finde, wozu und von wem du mal wohin eingeladen wirst oder welche Firmen dir Produkte zum Vorstellen oder Verlosen anbieten. Wenn ich hier so lese denke ich zum Beispiel, dass die Firma Lush das Potenzial von zielgruppenkonformen Blogs erkannt hat und ihr Ding in Sachen Social Media PR ziemlich gut macht. Auf der anderen Seite nehme ich dir zu 100 Prozent ab, dass du mir als Leser hier wirklich nur das weiterempfiehlst, was du persönlich gut findest – und genau das macht deinen Blog (neben der Thematik natürlich) zu einem meiner Lieblingsblogs. Man merkt hinter jedem Buchstaben, dass du liebst, was du hier tust – ich finde dich, deine Posts und deinen Blog komplett authentisch. Du schreibst, dass du nicht über Dinge berichtest, die du getestet, aber nicht für gut befunden hast – das glaub ich dir sofort und brauche persönlich überhaupt keine Advertorial-Kennzeichnung im Titel. Für mich ist es super so, wie du es bislang handhabst. Schade an weniger transparenten (mich thematisch zwar auch ansprechenden) Blogs finde ich oft die Kombination aus nicht gekennzeichneten Advertorials, geleckten DSLR-Fotos, optimiertem Design und inhaltsleeren Beiträgen, die nur der Suchmaschinenoptimierung dienen. Das merkt man als Leser eben, ob bewusst oder unbewusst – und ist dann eben irgendwann raus. Diese Blogs wären für mich allerdings auch mit Kennzeichnung im Titel nicht anders oder besser. Wie auch immer: Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Spaß beim Bloggen und uns Lesern hier am Lesen – möge es sich bitte finanziell für dich lohnen.

Kommentar von I LOVE SPA am 16/12/2015 bei 00:43   

Ich danke Dir so! Grad fast ein Tränchen verdrückt.

Kommentar von Karin | Kosmetik natürlich am 16/12/2015 bei 09:05   

Mhm. Ich bin da zwiegespalten. Ich fände es toll wenn monetarisierte Blogs das irgendwo fett hinschreiben müssten, dass der Content eben auch produziert wird, um Geld zu verdienen. Zum Beispiel als große Fettschrift in der Seitenleiste oder im Header. Dann könnte für mich die Kennzeichnung einzelner Blogposts komplett entfallen. Was mich echt ankotzt ist aber, wenn nicht monetarisierte Blogs mit Werbesamples um sich werfen und das erst am Schluss des Posts kenntlich machen. Bei einem Privatblog möchte ich das bitte sofort mit der ersten Erwähnung des Produkts wissen. Nicht erst, sobald Bloggerin das Produkt, das sonst wohl nie auf ihrem Blig aufgetaucht wäre, über den grünen Klee lobt. Bei dir als Berufsblogger ist der Satz "was mich nicht überzeugt, taucht hier nicht auf" vollkommen verständlich, stützt er doch deine Lebensgrundlage. Bei einem Privatblog ist das für mich ein Schlag in die Magengrube. Ich bekomme nicht viele Samples weil ich ganz klar sage: falls es was zu meckern gibt, dann tu ich das auch. Das macht meinen Blog authentisch, weil ICH so bin. Also: ja, ich hätte echt nix dagegen, wenn ich noch vor dem Titel lesen könnte, ob es sich um einen Privatkauf handelt, ein zur Verfügung gestelltes Produkt oder einen bezahlten Beitrag. Gerade bei privaten Blogs. Bei dir finde ich die Kennzeichnung übrigens verständlich und transparent.

Kommentar von I LOVE SPA am 16/12/2015 bei 10:19   

Danke für ein Feedback! Diese Differenzierung zwischen privatem Blog und beruflichem Blog finde ich interessant. Hatte ich so noch nicht auf dem Schirm :)

Kommentar von strawberrymouse am 16/12/2015 bei 12:25   

Wie Montesquieu schon sagte: "Alles Recht entwickelt sich"; das ist oftmals recht positiv, führt aber zu dem Problem, dass sich Recht auch immer auf alte Rechtsnornem beruft und der "Wirklichkeit" hinterher hinkt. Auch wenn es manchmal ganz schön wäre, wenn man sich einfach auf einen § beziehen könnte, aber dazu ist das Internet noch zu neu ;). Mir persönlich ist eine Kennzeichnung wichtig. Diese muss jedoch nicht explizit als "Werbung" deklariert werden. Auf meinem Blog halte ich es auch so und schreibe, neben der Kennzeichnung, auch hinein woher ich ein Produkt habe. Allerdings ist mein Blog auch privat und ich nehme allerhöchstens PR-Samples an. "Was mich nicht überzeugt, taucht hier nicht auf", finde ich schwierig. In meinen Augen führt das zu einer Wettbewerbsverzerrung, weil Blogger dann dazu geneigt sind, gerade wenn Geld fließt, nur "gute Produkte" vorzustellen. Interessanterweise finde ich das auf Deinem Blog nicht störend, vielleicht, weil ich weiß, dass es sich dabei eben um einen professionellen und nicht um einen privaten Blog handelt. Da finde ich Karins Ansatz mit einer grundsätzlichen Kennzeichnung sehr interessant!

Kommentar von I LOVE SPA am 16/12/2015 bei 17:07   

Cool, danke! Den Ansatz mit der grundsätzlichen Kennzeichnung finde ich auch nicht schlecht. Hatte ich bisher so noch nie auf dem Schirm. Ich schau' mal, wie sich das ggf. umsetzen lässt :)

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