Mandala Massage bei MeridianSpa

Mandala Massage MeridianSpaDer heutige Post war ein ziemlich gewagtes Unterfangen, denn zum allerersten Mal habe ich euch im Vorfeld mit einbezogen und auf Facebook gefragt, ob ich die Mandala Massage, ein saisonales Treatment bei MeridianSpa, ausprobieren soll oder nicht. (Edit: Die Mandalas zum Treatment kommen von der wunderbaren Yvonne. Checkt mal ihre Seite für die ganze Geschichte hinter den Mandalas.)

Das Ergebnis auf diese Frage war ziemlich eindeutig, aber je mehr Leute den Like Button drückten, desto unsicherer wurde ich. Was, wenn das schiefgeht? Kann ich einen Spa Besuch überhaupt einfach so unter den Tisch fallen lassen, wenn ihr wisst, wo ich war und was ich ausprobiert habe?

Hinzu kommt, dass ich persönlich nicht der größte Fan von fancy Treatments mit viel Chichi bin. Ich würde eine ordentliche Klassische Massage dem neuesten Vanilla Cinnamon Chakra Balancing Treatment immer vorziehen. Aber es geht hier ja schon länger nicht mehr bloß um mich. Also habe ich MeridianSpa kontaktiert und mache mich an dem grausten aller Herbstdonnerstage auf den Weg nach Spandau. Da noch 2 Deadlines drohend über mir schweben, mache ich von dem Angebot MeridianSpas, vor und/nach der Massage noch ein bisschen zu bleiben, keinen Gebrauch, sondern fahre wirklich nur für die Mandala Massage hin.

Demzufolge habe ich auch weder Flip Flops, noch Handtücher oder Bademantel dabei. Ich checke ein, bekomme einen Schlüssel für die Umkleide, packe Mantel, Schal und alles, was einen sonst noch so an einem freundlichen Berliner Herbsttag vor’m Erfrieren bewahrt, in den Spind und begebe mich dann in meinen ganz normalen Sachen nach oben in’s Amayana. Dort werde ich bereits erwartet.

Meine Behandlerin heißt Astrid, begrüßt mich herzlich, kredenzt mir einen Tee und führt mich dann in den Treatmentraum. Sie erklärt mir, dass die Mandala Massage auf das Zentrum ausgerichtet ist. Wie das bei solchen Treatments so üblich ist, sind auch das Öl und die Musik auf die Behandlung abgestimmt. Und die Musik macht schonmal einen entspannten Eindruck. Bevor es losgeht soll ich eine Mandalakarte ziehen. „Freiheit“. Puh, okay. Ich mach‘ mir jetzt persönlich nicht so viel daraus, ob auf so einem Kärtchen Freiheit, Liebe oder Zuckerwatte draufsteht, aber ich denke, dass viele so ein Kärtchen bzw. seine Message als höheres Zeichen deuten. (Insofern ist Freiheit sicherlich eine sehr okaye Option.)

Astrid verlässt dann nochmal den Raum, ich ziehe alles aus bis auf die Unterhose, lege mich auf den Bauch, decke mich zu und kurz darauf kommt Astrid zurück und es geht los. Das Öl zum Treatment duftet nach Lavendel, Rosenholz und Zitronengras und ganz abgesehen davon, dass die Rose (glücklicherweise) nicht dominant ist, seid ihr im Anschluss auch nicht nur wohligduftend unterwegs, sondern auch keineswegs so ölig als dass ihr nicht auch problemlos wieder in eure Klamotten schlüpfen könntet. Top!

Die Mandala Massage verspricht laut Flyer tiefe innere Ruhe, das Lösen von Muskelverspannungen und straffe und gepflegte Haut. Ich stelle schnell fest, dass MerdidianSpa den Behandlern von den Griffen her augenscheinlich freie Hand lässt. 10 von 10 Punkten dafür, denn es gibt ja nichts schlimmeres als ein mechanisch abgespulter und fix vorgeschriebener Griffablauf. Die folgenden 55 Minuten gestalten sich äußerst umwerfend. Astrid ist an meinen Muskelverspannungen dran, ohne dass es wehtut. Kein oberflächliches Eingeöle (wie es bei solchen Treatments leider auch oft der Fall ist). Die Massage ist schon klassisch angehaucht, kommt aber trotzdem mit einem smarten Flow um die Ecke. Ich gleite relativ schnell in ein Stadium der Tiefenentspannung, das ich bei Spa Checks nur selten erreiche und erhebe mich nach einer knappen Stunde schweren Herzens.

Astrid kredenzt mir noch einen weiteren Tee im Behandlungsraum und dann darf ich mir zum Abschluss noch einen kleinen Stein aussuchen, den ich mit nachhause nehme. Ich entschwebe dem Amayana absolut tiefenentspannt und auf dem Heimweg kann das graue Herbstwetter mir interessanterweise nicht mehr wirklich was anhaben.

Fazit: Meine Mandala Massage war top. Der Flow zwischen Astrid und mir hat einfach gepasst. Aber jede Behandlung steht und fällt mit der Person, die sie gibt. Eine hingerotzte 2-stündige Lomi stinkt gegen eine einfache Rückenmassage mit Herzblut einfach mal voll ab. Ich denke, jede andere Massage, die Astrid mir verpasst hätte, wäre ähnlich umwerfend gewesen. Und das gilt by the way für alle meine Empfehlungen. Ich nenne normalerweise immer den Namen meiner Behandlerin / meines Behandlers , damit ihr das 1:1 nachmachen könnt. Aber natürlich kann ich nicht meine Hand in’s Feuer legen für alle anderen Behandler, die genau dieses Treatment an genau diesem Ort ebenfalls geben. Die Mandala Massage selbst bekommt von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl auf der Eso- und Kreativitätsskala. Alle „Spirit Junkies“ dürften auf das Drumherum voll abfahren.

Seit dem 1. Oktober und bis zum 31. Dezember könnt ihr diesen Spaß in dem MeridianSpa eurer Wahl buchen. Sie kostet für externe Gäste 65€ und dauert 55 Minuten (Stand: November 2015). Meiner Meinung nach ein fairer Deal. Ich fand’s super.

Go for it!

Jenny

Ich wurde von MeridianSpa eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.