Massage bei Erkältung oder Grippe?

Ich mache mich gleich mit Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen auf den Weg zum SpaCamp. Demzufolge soll es hier heute mal um ein Thema gehen, das gerade jetzt im Herbst wieder aktueller ist denn je: Treatmentbuchungen mit grippalem Infekt.

Ich wurde vor 3 Tagen von einem Gast gebucht, der kaum noch aus den Augen schauen konnte und mich vor Treatmentbeginn niesend aufforderte, ich möge in den folgenden 90 Minuten doch bitte seine Erkältung eliminieren.

Sehr gerne. Witchcraft is my Masterclass. Am Abend presste ich mir 12 Orangen aus und hoffte inständig, dass er mich so kurz vor’m SpaCamp nicht angesteckt hat. Es wäre wahrlich nicht das erste Mal gewesen, dass ich kurz nach so einer Buchung selbst krank werde und mich ein mehrtägiger Verdienstausfall ereilt.

Machen wir’s kurz: Es hat nicht funktioniert. Ich habe mich angesteckt. Und sowas macht mich jedes Mal richtig sauer. Wir halten also schon mal fest: Es ist ganz klar ein Fail dem Behandler gegenüber, wenn man in solch einem Zustand eine Massage bucht. Und anderen Spa Besuchern gegenüber (die in der Sauna angeniest und angehustet werden) by the way auch. Punkt 1.

Punkt 2: Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt ist der Körper sowieso schon geschwächt und mit der Immunabwehr beschäftigt. In diesem Stadium noch einen Massagereiz draufzusetzen, macht schlichtweg keinen Sinn, weil es den Organismus überlastet. Außerdem gilt eine Erkältung als entzündlicher Prozess und gehört deswegen zu den allgemeinen Kontraindikationen für Massagen.

Ich weiss nicht, warum so viele Menschen glauben, dass Massagen gegen Erkältungen helfen. Fakt ist: Wer erkältet ist, gehört in’s Bett und nicht in’s Spa. Die Behandler der Wahl heissen in diesem Fall „ausreichend Schlaf“, „heisser Ingwertee“ und „Salbeibonbon“ und ihr findet sie in keinem Spa Menü.

So, das musste mal raus.

Jenny